Nachhaltigkeit im Sport wird akzeptiert

Köln (pps) 1713 war es Hans Carl von Carlowitz, der öffentlich forderte, nur so viel Bäume zu fällen, wie an Holz wieder nachwachsen kann. Es war die Geburt des Nachhaltigkeits-Begriffes.

Seit dem DFB-Bundestag in Essen (Oktober 2010) ist die Verpflichtung zur nachhaltigen Arbeit auch in den Statuten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verpflichtend festgeschrieben, Ein erster Zwischenbericht soll auf dem nächsten DFB-Bundestag im Oktober 2013 in Nürnberg vorgelegt werden.

Doch schon jetzt ist es den Herausgebern des 440 Seiten starken Buches „Gesichter der Nachhaltigkeit“, Hauke Schwiezer und Alexandra Hildebrandt, gelungen, den Sport in die Diskussion um die Nachhaltigkeit zu integrieren. Hildebrandt - Mitglied der DFB-Kommision Nachhaltigkeit - bewegte Vertreter aus Wirtschaft, Kultur, Politik und eben Sport zu Aussagen über ihre persönliche Einstellung zur Nachhaltigkeit und führte damit auch in diesem Bereich zusammen, was schon lange zusammen gehört.

Neben dem Urgroßneffen von WM-Trainer Sepp Herberger, Michael Herberger, gibt es auch Beiträge oder Interviews mit Dietmar Hopp (Mäzen der TSG Hoffenheim), Ex-DFB-Präsident Theo Zwanziger und den Klitschko-Brüdern.

Das Buch ist von einer philosophischen Grundstruktur geprägt, die immer wieder durch praktische Beispiele aufgebrochen wird. Selbstironisch-heiter wird es natürlich im Sport, wenn der Boxer Wladimir Klitschko zu einem Foto seines Gesichtes schreibt: „NACH HALT ICH heißt für mich, wie ICH HALT NACH dem Ende meiner Karriere leben werde.“

Michael Herberger zieht eine philosophische Parallele zwischen Sport und Musik, wo er als Produzent (Söhne Mannheims) tätig ist, und seiner praktischen Tätigkeit für das Kinder- und Jugendprojekt „Aufwind Mannheim“. Zwanziger zieht die Nachhaltigkeit betreffend Parallelen bis hin zur Bibel: „Alles, was ihr von anderen erwartet, das tut auch ihnen!“ (Matthäus, 7,12).

Selbstverständlich kommen auch die Geschäftsführer der DFB-Stiftung Egidius Braun und der DFB-Stiftung Sepp Herberger zu Wort, die ja geradezu die Sachwalter der Nachhaltigkeit im DFB sind, seitdem die Deutsche Fußball Liga (DFL) dem DFB alle zwei Jahre die Nationalspieler für ein Benefizspiel zur Verfügung stellt, mit dem die Kassen so gefüllt werden, dass ein effizientes, effektives, verantwortungsbewusstes aber eben auch nachhaltiges Arbeiten im Sozialbereich durch den Fußball möglich ist. Wolfgang Watzke, Geschäftsführer beider Stiftungen: „Der Bau einer modernen Schule mitten in einem Elendsviertel gibt nicht nur den Kindern eine ungeahnte Chance, sondern bringt einen ganzen Stadtbezirk in Bewegung.“

Sein Vertreter Tobias Wrzesinski unterstreicht dies mit einem Spruch Sepp Herbergers: „Wer oben ist, darf die unten nicht vergessen.“

So funktionieren heute DFL und DFB, Profis und Amateure. So funktioniert aber auch der gesamte Fußball und Sport, indem er seine soziale Verantwortung anerkennt und wahrnimmt. Und so funktioniert in diesem Buch gegenseitiger Respekt und gegenseitige Anerkennung, indem der Sport nicht mehr nur dazu da ist, die Leistungsfähigkeit des menschlichen Körpers zum Wohle eines Unternehmers auszudehnen. Der Sport hat seine Nachhaltigkeit bewiesen.

Bezugshinweis: gdn@abcverlag.info / 34,99 Euro


Kontakt für Rückfragen
DFB-Stiftung Sepp Herberger

Tobias Wrzesinski
Stv. Geschäftsführer
Telefon 0221 - 94 67 66 10
E-Mail twr@sepp-herberger.de

DFB-Stiftung Egidius Braun
Kleingedenkstr. 9
50677 Köln
Tel. 0221 - 9467660
Fax: 0221 - 94676620
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