Hamburg, 19. September (pps) - Jörg Schmadtke hat Befürchtungen, dass die Einführung der Torlinientechnologie nur der Anfang von technischen Neuerungen im Fußball sein könnte. Die Finanzierung soll nach Meinung des Sportdirektors des 1. FC Köln auch von den Medien getragen werden.

Beim SPONSORs Sports Venue Summit in der Handelskammer Hamburg sagte Schmadtke: "Wenn wir die Technologie einführen, dann muss man sich darauf gefasst machen, dass wir irgendwann die Diskussion haben werden, ob mithilfe von Technologien über Abseits und Aus entschieden werden kann." Er äußerte die Befürchtung, dass der Schiedsrichter bei solch einer Entwicklung viele Entscheidungen nur noch mit einem Blick auf seine Uhr treffen würde. "Dann haben wir einen Uhr-Schiedsrichter, aber wollen wir das?"

Im Rahmen der Forums-Diskussion "Mensch vs. Maschine: Torlinientechnik in der Diskussion" sprach sich der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Hans-Joachim Osmers dagegen für die Ausweitung der Technologie aus. "Wir diskutieren ja häufig auch darüber, ob der Ball vor einem Torerfolg vorher eventuell die Toraußenlinie überschritten hat. Deshalb sollte das Kamerasystem die gesamte Torauslinie abdecken", sagte der ehemalige Leiter des Infront-Vermarktungsteams beim SV Werder Bremen.

Osmers war während seiner Zeit als Schiedsrichter zu Berühmtheit gelangt, weil er 1994 im Spiel zwischen dem FC Bayern München und dem 1. FC Nürnberg auf ein Tor von Thomas Helmer entschieden hatte, obwohl der Ball am linken Pfosten vorbei die Torauslinie überquert hatte. Die Entscheidung ging als sogenanntes "Phantomtor" in die Bundesliga-Geschichte ein.

"Eine Fernsehanstalt könnte die Kosten mittragen"

Bei der Entscheidung zwischen den verschiedenen Torlinientechnologien sprach sich Schmadtke für die Einführung eines Kamerasystems aus. "Ich habe jahrelang den Chip im Ball gefordert, aber ich habe meine Meinung geändert. Mit den Kamerabildern bei einer Torentscheidung kann man den Zuschauern einen Mehrwert geben", sagte der FC-Sportdirektor. Es stelle sich aber auch die Frage, wer die Kosten für den Einbau des rund 250 000 Euro teuren Hawk-Eye-Systems übernimmt. "Ich kann mir vorstellen, dass eine Fernsehanstalt die Kosten zumindest mitträgt", sagte Schmadtke.


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