Düsseldorf, 3. Februar (pps) - Der ehemalige Radprofi Jörg Jaksche hat auf dem SpoBiS in Düsseldorf die Doping-Methoden während seiner aktiven Laufbahn erneut scharf kritisiert.

Im CCD in Düsseldorf erklärte Jörg Jaksche: "Es gab zu meiner Zeit kein Team, in dem nicht gedopt wurde. Es ging immer nur um skandalfreien Sport, nicht um dopingfreien Sport." Bei den Teams, für die er gefahren ist (u.a. Team Telekom, ONCE, CSC; Anm.d.Red.), sei alles organisiert worden. "Wir hatten einen Medikationsplan, nach dem gearbeitet wurde. Höchstleistung war zu der Zeit im Radsport ohne Doping nicht möglich." Von Jahr zu Jahr sei aber die Schlinge aufgrund der verschärften Kontrollen immer enger geworden.

Jaksche erläuterte auf dem SpoBIS: "Wer als Sponsor in den Sport investiert, will auch einen Return haben - zum Beispiel in Form von Fernsehminuten. Das ging aber nur, indem die Sportler Höchstleistungen zeigten. "Es sei für die Sponsoren wichtig gewesen, erfolgreich zu sein. "Wie, war egal", so Jaksche: "Sponsoren sind nicht die Heilsarmee."

Jaksche hatte "die Blutbeutel bei Fuentes im Kühlschrank. Benannt nach meinem mittlerweile verstorbenen Hund Bella."Das Team habe dafür bezahlt, dass man zu Fuentes gegangen sei. "Damals wurde in dem Sport alles so positiv dargestellt. Der Teamarzt hat Doping organisiert und verniedlicht. Das schlechte Gewissen wurde einem abgenommen." Sobald ein Dopingfall aber publik geworden sei, "gingen die Sponsoren auf totale Distanz zum Sportler. Wir wurden dann fallen gelassen."

Unternehmen, die sich heute überlegen, ob sie sich im Radsport als Sponsor engagieren möchten, rät Jaksche: "Man muss sich genau überlegen, mit wem man zusammenarbeitet." Die Auswahl der Teammanager, mit denen Jaksche selbst kooperieren würde, sei "sehr gering und auf maximal zwei, drei Leute beschränkt".

Im Moment habe er keine Gedanken, in den Radsport zurückzukehren. "Da müsste sich noch viel ändern". Er wäre auch nicht die richtige Person als Teammanager, "da ich ja selbst Fehler gemacht habe". Auf die Frage, ob ein dopingfreier Sport möglich sei, antwortet Jaksche skeptisch: "Die Forschung muss weiter vorangetrieben werden; man muss viel Geld investieren. Man sieht mit der Zeit, ob sich das in die richtige Richtung entwickelt. Positiv ist hier ja immer das falsche Wort..."


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