Hamburg, 17. September - Michael Neumann hat auf dem SPONSORs Sports Venue Summit 2014 Stellung zur Olympiabewerbung Hamburgs bezogen. Der Innen- und Sportsenator sieht die Hansestadt auf Augenhöhe mit der Bundeshauptstadt Berlin, räumte mit in den Medien kursierenden Kostenschätzungen auf und hofft auf die Unterstützung der regionalen Wirtschaft.

Neumann zeigt sich positiv überrascht von den vielen Vorschlägen und Ideen der Hamburger Bürger für die Olympia-Bewegung der Hansestadt. Der Senator findet es schön, "dass unsere Bewerbung auf Augenhöhe mit Berlin ist". So kam die Idee einer "Bike Lane bei den Spielen", also einer eigenen Fahrradstrecke für die Sportler, beispielsweise aus der Bevölkerung.

Dabei wünscht sich die deutsche Bevölkerung derzeit Berlin (30 Prozent) eher als Austragungsort der Olympischen Spiele als Hamburg (26 Prozent), wie eine jüngst von SPONSORs exklusiv in Auftrag gegebene bundesweite Umfrage zeigt. Dass Hamburg in der Gunst der Bevölkerung hinter Berlin liegt, ist für Neumann allerdings keine Überraschung. Im Gegenteil. "Hamburg ist eine Second City", sagte Neumann. "Ich hätte Berlin als Bundeshauptstadt sogar noch weiter vorne gesehen", sagte er im Gespräch auf der Hauptbühne des SPONSORs Sports Venue Summit 2014 in der Handelskammer Hamburg. Abgerechnet wird aus Neumanns Sicht ohnehin am Ende: "Ich war jahrelang in der Opposition und am Ende haben wir trotzdem die Wahl gewonnen."

Kostenschätzung: 6,5 Mrd. Euro "nicht valide"

Die derzeit in den Medien kursierenden Kostenschätzungen in Höhe von 6,5 Milliarden Euro für Olympische Spiele in Hamburg bezeichnete Neumann derweil als "nicht valide" und wollte sie daher auch nicht bestätigen. Auch, weil von Hamburg "bislang noch keine Kosten erhoben wurden". "Wir werden ein Gutachten in Auftrag geben, wenn sich der DOSB für Hamburg entschieden hat", stellte Neumann klar. Und dieses Gutachten soll dann auch den Hamburger Bürgern vorgelegt werden, die über eine Olympia-Bewerbung der Hansestadt entscheiden sollen.

Neumann rechnet dabei mit einer "breiten Unterstützung" der Hamburger Bevölkerung. Und er wurde sogar konkret: "Wir müssen die vielen Fragen seitens der Bevölkerung ernst nehmen und gute Antworten abgeben. Wenn uns das gelingt, glaube ich, dass wir eine 70-prozentige Zustimmung bekommen können."

Dass eine deutsche Olympia-Bewerbung am Ende zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten oder Innenministern entschieden wird, sieht Neumann nicht. "Die Bundesregierung wird sich nicht aktiv einmischen. Der Sport entscheidet für sich autonom."

50 Millionen Euro Steuergelder

Für eine Olympia-Bewerbung kalkuliert die Stadt mit rund 50 Millionen Euro, einer Kosteneinschätzung, die, wie Neumann zugab, übrigens vom DOSB stammt. "Wir sind bereit, Steuergelder in Höhe von 50 Millionen Euro dazu zu geben", bestätigte Neumann. Gleichzeitig baut er aber auch auf die Bereitschaft der Hamburger Wirtschaft, "sodass wir die 50 Millionen vielleicht gar nicht auszugeben brauchen". Dazu kommentierte Fritz-Horst Melsheimer, Präses der Handelskammer Hamburg: "Ich werde dafür sorgen, dass sich die Hamburger Wirtschaft an der Bewerbung beteiligt."


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