• Wings for Life World Run am 3. Mai 2015 mit über 100.000 Anmeldungen zeitgleich auf sechs Kontinenten
  • 73.360 Menschen laufen weltweit, um Querschnittslähmung heilbar zu machen
  • Lemawork Ketema verteidigt seinen Titel beim globalen Event

    München, 3. Mai 2015
    – Rund um den Globus starteten bei der zweiten Ausgabe des Wings for Life World Run am 3. Mai über 73.360 Läufer gemeinsam für den guten Zweck: Sie wollen Querschnittslähmung heilbar machen. In 33 Ländern, bei Tag und Nacht, bei Regen und Sonne, fiel der Startschuss für alle Teilnehmer zur exakt selben Zeit. Das Besondere am Lauf: Es gibt keine fixe Ziellinie, die Läufer werden von Catcher Cars eingeholt, die 30 Minuten nach Start die Verfolgung aufnehmen.

    Deutschland war bei dem globalen Event in diesem Jahr mit den beiden Austragungsorten München und Darmstadt vertreten. In München liefen 3.303 StarterInnen, darunter auch Prominente wie Miriam Gössner oder Julius Brink. In Darmstadt schnürten gemeinsam mit den Profiläuferinnen Sabrina Mockenhaupt und Anna Hahner 2.325 StarterInnen die Laufschuhe. Die Top-TeilnehmerInnen boten sich auf internationalem Wettkampfniveau weltweit ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

    Wie schon 2014 ging der globale Gesamtsieg in diesem Jahr an den in Österreich startenden Äthiopier Lemawork Ketema, der nach über fünf Stunden bei Kilometer 79,9 als weltweit letzter Läufer vom Catcher Car eingeholt wurde. Den internationalen Damen-Sieg errang Yuuko Watanabe aus Japan (56,3 Kilometer). Am weitesten kamen in Deutschland die Läufer in Darmstadt: Florian Neuschwander (74,5 km) und Laura Chacon Biebach (51,7 km).

    In München siegte die ehemalige Langstreckenläuferin Ingalena Heuck mit 49,5 Kilometern, bei den Männern gewann Matthias Baur mit beachtlichen 61,1 Kilometern. Auch bei den Start- und Spendengeldern wurde eine Bestmarke erreicht: Insgesamt kamen 4,2 Millionen Euro zusammen, die zu 100 Prozent in die Rückenmarksforschung fließen. Mitgründer der Wings for Life Stiftung Heinz Kinigadner ging mit seinem querschnittsgelähmten Sohn Hannes in München auf die Strecke: „Jeder, der hier mitläuft, weiß ganz genau, wieso er das macht. Vielen Dank an alle Teilnehmer auf der ganzen Welt, ihr wart unglaublich.“

    Auf die Frage, was man nach 51,7 gelaufenen Kilometern macht, wusste Deutschlandgewinnerin Laura Chacon Biebach eine sympathische Antwort: „Hinsetzen! Und später dann viel essen!“ Über 20 Kilometer nach ihr beendete Florian Neuschwander als bester Mann den Wings for Life World Run in Darmstadt: „Bei so einer Distanz kann natürlich viel passieren. Ab Kilometer 70 habe ich einfach den Kopf ausgeschaltet, Vollgas gegeben und versucht, noch einmal alles rauszuholen“, resümierte der total erschöpfte Ultra-Runner. „Nichtsdestotrotz hatte ich 74,5 Kilometer lang Spaß. Das Rennen als sechstbester Mann weltweit zu beenden, freut mich natürlich sehr.“ Die nationalen Sieger dürfen sich als Preis jeweils ihre Start-Location für den nächsten Wings for Life World Run aussuchen.

    Die TV-Moderatorin Charlotte Würdig ging zwar selbst nicht auf die Strecke, hatte aber für adäquaten Ersatz gesorgt: „Ich schicke heute mein eigenes Team an den Start. Bereits im Vorfeld durfte ich eine Gruppe Mädels über mehrere Wochen trainieren und bin jetzt sehr gespannt, wie weit jede einzelne von ihnen kommt. Es geht vor allem aber darum, Spaß zu haben und Gutes zu tun.“

    Die deutsche Langstreckenläuferin Anna Hahner beendete ihr Rennen nach 31 Kilometern in Darmstadt. Sie bestritt den Lauf mit ihrem „Team Anna“. „In den ersten Kilometern war es mir wichtig, mit ihnen zu laufen. Denn das ist es, worum es bei diesem Lauf geht: Gemeinsam Laufen, für die, die es nicht können.“

    Biathletin Miriam Gössner konnte ihr Ziel erreichen, die 23 Kilometer von letztem Jahr zu übertreffen: „Es hat mir super viel Spaß gemacht, beim Wings for Life World Run in München dabei zu sein. Trotz des schlechten Wetters waren sehr viele Zuschauer da, die uns angefeuert und bejubelt haben. Leider musste ich dieses Jahr wegen meines Knies nach 26 Kilometer aufgeben. Nächstes Jahr will ich auf jeden Fall die 30 Kilometer schaffen.“

    Für Klaus Ruscher, den Sportdirektor des Wings for Life World Run in München, überzeugt vor allem das einzigartige Konzept der Veranstaltung: „Das besondere ist sicherlich, dass die Läufer bei diesem Rennen von der Ziellinie eingeholt werden und dadurch wirklich alle dabei sein können, Hobby- wie Ultra-Läufer. Und dabei laufen sie jeden Meter für den guten Zweck.“ Auch das schlechte Wetter konnte Ruschers Stimmung nicht trüben: „Die Wetterbedingungen sind für uns Organisatoren vielleicht unangenehmer als für die Teilnehmer. Ein großes Dankeschön geht an alle Freiwilligen, die unseren Event trotz des Regens tatkräftig unterstützen.“

    Neben der einzigartigen Stimmung und den sportlichen Bestleistungen steht beim Wings for Life World Run stets der gute Zweck im Mittelpunkt. Samuel Koch, Wings for Life World Run Botschafter, gab den Startschuss in Darmstadt und freute sich über das große Engagement der Teilnehmer: „Im Vergleich zum letzten Jahr gab es eine tolle Steigerung. Die Anzahl der Läufer hat sich verdoppelt und in Kürze kann man sich bereits für den Wings for Life World Run am 8. Mai 2016 anmelden. Ich hoffe, da werden dann noch mehr Läufer am Start sein.“

    Globale Gesamtwertung, Männer:
    1. AUT Lemawork Ketema (ETH) 79,9 km
    2. CHI Cesar Hernandez (CHI) 78,3 km
    3. AUT Remigio Huaman (PER) 78,2 km
    6. GER Florian Neuschwander (GER) 74,5 km

    Globale Gesamtwertung, Frauen:
    1. JPN Yuuko Watanabe (JPN) 56,3 km
    2. RSA Riana van Niekerk (RSA) 55,2 km
    3. USA,FL Nathalie Vasseur (FRA) 52,2 km
    4. GER Laura Chacon Biebach (GER) 51,7 km

    Sieger Darmstadt: Florian Neuschwander (74,5 km) und Laura Chacon Biebach (51,7 km).

    Sieger München: Matthias Baur (61,1 km) und Ingalena Heuck (49,5 km)

    ÜBER WINGS FOR LIFE
    Wings for Life ist eine gemeinnützige, staatlich anerkannte Stiftung für Rückenmarksforschung mit dem Ziel, eine Heilung für Querschnittslähmung zu finden. Dazu fördert Wings for Life mit Hilfe von Spendengeldern weltweit aussichtsreiche Forschungsprojekte und klinische Studien zur Heilung des verletzten Rückenmarks. Denn die Wissenschaft ist sich einig: Verletzte Nervenzellen sind zur Regeneration fähig. Der Fortschritt in der Rückenmarksforschung basiert zu einem Großteil auf privaten Initiativen. Als gemeinnützige Stiftung ist Wings for Life auf Spenden von Privatpersonen und Firmen angewiesen. 100 Prozent der Spendengelder kommen der Forschung zugute. Die Wings for Life Stiftung wurde 2004 vom zweifachen Motocross-Weltmeister Heinz Kinigadner und Red Bull Gründer Dietrich Mateschitz ins Leben gerufen.

    HINWEIS FÜR REDAKTIONEN
    Weitere Informationen gibt es unter www.wingsforlifeworldrun.com. Bild- und Videomaterial zur redaktionellen Verwendung stehen auf www.wingsforlifeworldrunnewsroom.com zur Verfügung.

    Videolink:
    http://www.wingsforlifeworldrun.com/de/de/news/video-wings-for-life-world-run-2551/

    Video startet hier


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