Unterföhring, 6. Juli (pps) Der ehemalige Rad-Profi Jan Ullrich hofft, dass der Radsport „aus den schweren Jahren gelernt hat“. „Das Problem, was wir im Radsport immer wieder aufzeigen, ist in allen Bereichen. Ich sitze aber nicht vor dem Fernseher und sage, wie sind denn die heute wieder da hochgeknallt, das muss doch irgendetwas mit Doping zu tun haben“, sagte der Tour-Sieger von 1997 in einem exklusiven Interview bei Sky Sport News HD. „Ich gehe da anders ran und vertraue den Jungs. Klar werden da alle Register gezogen. Aber eigentlich müssten sie auch alle gelernt haben. Ich würde gerne glauben, dass alles jetzt mit rechten Dingen zugeht.“

Mit seiner eigenen Tour-Vergangenheit hat Ullrich abgeschlossen. „Es hat mich viele Jahre sehr belastet und genervt, bis ein Urteil gefällt wurde, bis der Radsportweltverband UCI mal etwas gemacht hat. Ich hatte ja schon längst aufgehört und trotzdem war es über viele Jahre noch das Thema. Das war schon eine zermürbende Zeit für mich und die Familie. Ich habe einen Fehler gemacht, dazu habe ich auch gestanden und die Strafe dafür bekommen. Wenn ich es zurückdrehen könnte, was ich nicht kann, würde ich es anders machen.“

„Killerinstinkt hat mir gefehlt“

„Fein“ ist der Tour-Sieger von 1997 mit den Niederlagen gegen seinen damaligen größten Konkurrenten Lance Armstrong. „Man muss bedenken, er war ein Texaner, ein Amerikaner. Ich hätte auch bei Übermacht nicht so demonstrativ nach hinten geschaut und die anderen ausgelacht. Ich bin so, wie ich bin. Mir hat dieser Killerinstinkt einfach gefehlt“, sagte Ullrich, der bestätigte, dass "ich nie wieder die Form erreicht habe wie 1997, als ich die Tour gewonnen habe“.


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