• Gold und zweimal Silber für Sportsoldat
  • Klassiker holen sechs Medaillen

    Montana/Bulgarien –
    Reichlich mit Edelmetall dekoriert kehrte die deutsche Equipe von den Europameisterschaften der Fallschirmspringer in den klassischen Disziplinen zurück. Überragender Athlet im bulgarischen Montana war dabei Christoph Zahler von der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Altenstadt. Der 24-Jährige gewann überraschend sowohl im Ziel- als auch im Stilspringen der Junioren die Silbermedaille und konnte sich dadurch am Ende auch noch über den Titel in der Kombinationswertung aus beiden Disziplinen freuen. Gold teilte sich Zahler mit dem Weißrussen Anton Sayevich.

    Jeweils Bronze gab es für die Herren im Stilspringen sowie in der Einzel- und der Mannschaftskombination. Nach fünf Runden standen bei Stilsprung-Spezialist Elischa Weber (FSZ Saar) 33,56 Sekunden zu Buche. Schneller schafften die Komplexe aus Drehungen und Saltos nur die beiden Tschechen Libor Jirousek (31,64 s) und Jiri Gecnuk (33,46 s). Stefan Wiesner (FSV Eilenburg), Webers Trainingskollege aus der Sportfördergruppe der Bundeswehr, landete im Stilspringen nach einem spannenden Finale und insgesamt 33,86 s auf Platz 4.

    Doch der 33-Jährige sollte nicht leer ausgehen. Wieder einmal machte sich Wiesners Ausgeglichenheit bezahlt. Rang vier im Stil- und Platz acht im Zielspringen bedeuteten zwölf Zähler in der Kombination und damit Bronze knapp hinter dem Russen Dmitry Yaryy (11). Kombinations-Europameister wurde unangefochten Gecnuk (4).

    Wiederholen konnte die deutsche Mannschaft ihren Erfolg in der Kombinationswertung von vor zwei Jahren bei der EM in Cheboksary (Russland). Auch diesmal gab es Bronze. Stefan Wiesner, Elischa Weber, Wolfgang Lehner (Altenstadt), Marco Pflüger und Jan Herre (beide Eilenburg) mussten mit 32 Zählern nur Tschechien (24) und Russland (28) den Vortritt lassen. Der Viertplatzierte Weißrussland lag mit 62 Punkten schon weit abgeschlagen.

    Beachtlich schlug sich Sportsoldatin Fabienne Fulland, einzige Frau in der deutschen EM-Riege, bei ihrer ersten großen zivilen Meisterschaft. Die 29-Jährige aus Altenstadt landete im Zielspringen auf Platz elf unter 36 Teilnehmerinnen.

    Bundestrainer Torsten Kunke zeigte sich zufrieden mit dem Abschneiden seiner Schützlinge, allen voran Christoph Zahler. Dass der Oberstabsgefreite über großes Talent und Potenzial verfügt, hatte er schon vor der EM geäußert. Das Abschneiden des 24-Jährigen in seinem letzten Juniorenjahr hatte ihn dann aber doch verblüfft. „Die Mitglieder der Sportfördergruppe der Bundeswehr aus Altenstadt blicken nun zuversichtlich in Richtung Korea, wo im Oktober die Military World Games stattfinden“, richtet Kunke den Fokus bereits auf den nächsten Höhepunkt.

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