Hamburg, 2. September – Der 1. FC Köln beschäftigt sich seit Längerem mit einem Ausbau des Rheinenergiestadions. Auf dem SPONSORs Sports Venue Summit betonte Club-Geschäftsführer Alexander Wehrle aber noch einmal, dass die Planung des Projekts noch „sehr rudimentär“ sei.

„Wir sind gut beraten, die Kirche im Dorf zu lassen. Denn wir sind immer noch kein gefestigter Bundesligist – auch wenn die Kölner das vielleicht aufgrund der Momentaufnahme ein bisschen anders sehen“, sagt Wehrle in Anspielung an den derzeitigen Tabellenplatz vier. Konkret zum Stadionprojekt äußerte sich Wehrle abwartend: „Als noch gefühlte Fahrstuhlmannschaft ist es nicht der richtige Zeitpunkt, jetzt öffentlich bei der Politik einen Stadionausbau zu fordern.“

Der 1. FC Köln mache beim Thema Stadionausbau seine Hausaufgaben und rechne aktuell diverse Modelle durch. „Müssen es 75 000 Zuschauer sein oder reichen 65 000? Wie sieht das gesellschaftsrechtliche Konstrukt aus? Gehen wir in eine gemeinschaftliche Objektgesellschaft mit der Stadt oder machen wir das allein?“, warf Wehrle als Fragen auf.

Laut dem FC-Chef gebe es aktuell noch so viele Fragestellungen und Modellansätze, dass eine Entscheidung zum Thema Stadionausbau in naher Zukunft nicht zu erwarten sei: „Wir reden da tendenziell über einen Baubeginn in den Jahren 2018 oder 2019.“

Ausbau ohne großen Kapazitätsverlust möglich

Grundsätzlich sei es möglich, das Rheinenergiestadion um 25 000 Plätze über dem dritten Rang sektorenübergreifen zu erweitern, berichtete Wehrle weiter. Er hob positiv hervor, dass ein möglicher Ausbau ohne großen Kapazitätsverlust umgesetzt werden könnte. „Bei einer Bauzeit von rund zweieinhalb Jahren hätten wir nur in einer Hinrunde einen Kapazitätsverlust auf 42 800 Zuschauer.“

Der 1. FC Köln dementierte bereits im Januar 2015 Medienberichte, wonach das Rheinenergiestadion in absehbarer Zeit auf 75 000 Sitzplätze ausgebaut werden soll. FC-Chef Wehrle machte seinerzeit deutlich, dass aktuell der sportliche Erfolg und die Etablierung des Aufsteigers in der Bundesliga „oberste Priorität“ haben. An zweiter Stelle stünde die finanzielle Konsolidierung des verschuldeten Clubs, ehe Investitionen in die Infrastruktur getätigt werden könnten.

„Technisch machbar und sauber“

Bereits im Jahr 2008 hatte das FC-Präsidium mit Wolfgang Overath an der Spitze einen Vorstoß zum Stadionausbau gestartet. Damals waren die Pläne weder für die Stadt noch für den Club als Pächter umsetzbar. Zwischenzeitlich stieß Hans Rütten, Geschäftsführer der Stadionbetreibergesellschaft Kölner Sportstätten, das Thema erneut an. „Das Dach müsste angehoben werden. Darunter würde der dritte Rang kommen. Technisch machbar und sauber“, sagte Rütten 2012.

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