Hamburg, 3. September - Noch steht nicht fest, ob Deutschland den Zuschlag für die UEFA EURO 2024 erhält. Doch im Hintergrund werden schon jetzt einige Fragen bezüglich der Stadioninfrastruktur in neun Jahren aufgeworfen – etwa von Christian Hockenjos, Direktor Organisation von Borussia Dortmund.

Im Rahmen einer Hauptbühnen-Diskussion zum Thema „Ein Tag im Stadion bei der EURO 2024: Wie Technik das Stadionerlebnis verändert“ debattierten Thomas Röttgermann (Geschäftsführer VfL Wolfsburg), Hendrik Große-Lefert (Sicherheitsbeauftragter Deutscher Fußball-Bund) und Christian Hockenjos beim SPONSORs Sports Venue Summit in Hamburg über mögliche Veränderungen der Stadionlandschaft in der Zukunft.

BVB-Direktor Hockenjos regte dabei einen Gedanken zur Art der Plätze in den Stadien an: „Vielleicht gibt es in den nächsten neun Jahren noch eine Diskussion, ob man bei der EURO 2024 auf manchen Tribünen Stehplätze zulässt.“ Die Europäische Fußball-Union (UEFA) könne so bei einem halben Preis im Vergleich zum Sitzplatzticket, aber doppelter Menge an Fans das gleiche Eintrittsgeld erlösen.

Große-Lefert: Sicherheit muss gewährleistet werden

Der DFB-Sicherheitschef Große-Lefert findet Hockenjos’ Vorschlag nicht abwegig, „wenn das einhergeht mit einem für eine solche Veranstaltung notwendigen Sicherheitsrahmen und entsprechendem Vorlauf“. Die Entwicklungen in England würden laut Große-Lefert durchaus zeigen, „dass selbst traditionell geprägte Fußballnationen darüber nachdenken, wieder Stehplätze einzuführen“.

In der Barclays Premier League gab es in den vergangenen Jahren vermehrt Bestrebungen von vereinzelten Clubs und Faninitiativen, das Stehplatzverbot auf der Insel aufzuheben. Allerdings erteilte der Liga-Chef Richard Scudamore den Überlegungen Anfang 2014 eine Absage. „Es gibt unter den Clubs in der Premier League keine beschlussfähige Mehrheit, für die eine Abkehr von den reinen Sitzplatz-Stadien in Frage käme“, sagte Scudamore damals.
Bereits 2011 hatte die Faninitiative „Football Supporters’ Federation (FSF)“ eine Kampagne zur Wiedereinführung von Stehplätzen in der ersten und zweiten englischen Fußballliga ins Leben gerufen. Ziel war es, innerhalb einer Versuchsphase wie beispielsweise bei Aston Villa, die Stehplätze auf einer begrenzten und experimentellen Basis wiedereinzuführen, um unter anderem die Stimmung in den englischen Stadien anzuheizen und durch eine höhere Auslastung letztlich günstigere Tickets anbieten zu können.

Bei Scudamore bissen sie mit dieser Idee jedoch auf Granit. Der Liga-Chef gilt als Unterstützer jener Familien, die 1989 im Hillsborough Stadion in Sheffield beim Spiel des FC Liverpool gegen Nottingham Forest ihre Angehörigen verloren haben. Seitdem gilt in den beiden höchsten Spielklassen in England ein Stehplatz-Verbot.

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