Unterföhring, 2. Oktober 2015 (pps) – Willi Lemke, Sonderbotschafter bei den Vereinten Nationen (UN), sieht den FIFA-Präsidentschaftskandidaten Michel Platini „in großer Erklärungsnot“. „Mit der Erklärung, dass er von 1999 bis 2002 für die FIFA gearbeitet hat und 2011 dann dafür bezahlt worden ist, gebe ich mich nicht zufrieden. Ich habe lange genug im Fußball und anderen Bereichen des öffentlichen Lebens gearbeitet - aber so etwas habe ich noch nicht gehört. Es bedarf einer genauen Analyse. Über die Ethikkommission wird man das demnächst machen, um den Menschen in der Welt, die Fußball lieben, klar zu machen, dass das völlig korrekt und sauber gelaufen ist“, sagte Lemke im exklusiven Interview bei Sky Sport News HD. „Im Augenblick fehlt mir der Glaube. Ich kann nicht nachvollziehen, was da gelaufen ist.“

Lemke warnte gleichzeitig vor einer Vorverurteilung Platinis: „Ich kann nicht ohne Weiteres sagen, ‘der kann kein Kandidat mehr sein‘. Es ist in unserer Gesellschaft so, dass man zunächst abwarten muss, ob er erklären kann, was da gelaufen ist. Dann werden wir weitersehen. Er muss erklären, wie es zu solch einer – und ich sage für mich - dubiosen Zahlung kam. Wir reden nicht über 250 Euro, da kann man vielleicht mal vergessen haben, einen Tankbeleg einzureichen. Aber dass man nach neun Jahren sagt, ich krieg da noch zwei Millionen von Euch – Hallo, geht’s noch?“

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