Unterföhring, 23. Oktober (pps) - Der ehemalige FIFA-Mediendirektor Guido Tognoni hat sich zur Pressekonferenz von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach am Donnerstag geäußert. "Ich kann das nur mit unendlicher Gutmütigkeit erklären. Er hatte gar nichts zu sagen und stand vor einer erwartungsfrohen Menge von Journalisten und musste bei jeder zweiten Frage sagen, ich weiß es nicht. Das hat Wolfgang Niersbach sicher nicht gedient. Er hat sich wahrscheinlich vom Spiegel durchs Dorf jagen lassen", sagte Tognoni in einem exklusiven Telefon-Interview mit Sky Sport News HD: "Meines Erachtens hätte eine schriftliche Erklärung genügt. Er hat sich hingestellt, das spricht für seinen Mut. Aber was er gesagt hat, das ist natürlich nicht ausreichend, das hat der Sache überhaupt nicht geholfen."

Tognoni sieht aber nicht nur Niersbach in der Verantwortung. "Man sollte aufhören, immer nur auf einen einzigen Mann zu spielen. Das Organisationskomitee war - wie der Name sagt -ein Komitee, dem gehörte Theo Zwanziger genauso an wie Wolfgang Niersbach. Wenn man da von Schuldsprüchen redet, dann müsste man eine Kollektivschuld ins Auge fassen. Und nicht einzelne Leute rauspicken, die nun in einer exponierten Position sind. Das ist meine Auffassung von Komitee, da sind nicht einzelne schuldig. Das Komitee ist als Ganzes aufgetreten, das Komitee ist meines Erachtens auch als Ganzes verantwortlich", sagte Tognoni.

Gleichzeitig gab Tognoni auch noch eine Empfehlung ab: "Zuerst einmal sollte nur noch einer reden. Zweitens sollte man nur noch reden, wenn man etwas Neues zu sagen hat. Und drittens wäre es dringend nötig, dass man sich mit der FIFA abspricht. Es gibt ja Gründe, warum die FIFA auf einmal genannt wird, aber gestern hat die FIFA ja alles dementiert. Da ist genauso Klärungsbedarf wie beim DFB."


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