Unterföhring, 10. November (pps) - Für den ehemaligen FIFA-Mediendirektor Guido Tognoni ist nach dem Rücktritt von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach die Affäre um die WM 2006 noch lange nicht zu Ende: „Dass es jetzt einen Riesenwirbel, Opfer und Rücktritte gibt, kann es ja noch nicht gewesen sein. Irgendjemand in Deutschland muss doch wissen, was mit dem Geld los war. Jeder wäscht seine Hände einigermaßen in Unschuld. Ich erwarte schon die Aufklärung. Wir haben immer noch eine Zahlung von zehn Millionen Schweizer Franken, von der man nicht weiß, wohin sie ging, für wen sie letztlich bestimmt war, was damit bezweckt wurde“, sagte Tognoni im exklusiven Telefoninterview gegenüber Sky Sport News HD: „Wolfgang Niersbach ist ein Opfer der Umstände geworden. Die Deutschen wollten eine WM, und sie mussten in einem hochkorrupten Umfeld eine WM holen. Und sie haben sie geholt mit den Mitteln, die man offenbar anwenden muss, um eine WM zu bekommen. Wenn die FIFA den Deutschen Fußball-Bund gewissermaßen erpresst hat - und danach sieht es ja aus - kann das nicht so stehen bleiben. Wenn die Deutschen eine Vorleistung bringen mussten, um das Geld zu bekommen, das ihnen eigentlich als WM-Veranstalter zusteht. Ich nehme es Wolfgang Niersbach sogar ab, wenn er sagt, ‘ich wusste nicht alles, was da gelaufen ist‘.“


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