Nordamerikaner dominieren auf schnellstem Track der Geschichte

München, 10. Januar 2016
- Beim Finale im Münchner Olympiapark gelang dem Amerikaner Cameron Naasz am Samstagabend der zweite Sieg im zweiten Red Bull Crashed Ice-Rennen der World Championship 2015/16. Auf dem anspruchsvollen, 370 Meter langen Kurs war Naasz von der Konkurrenz zu keiner Zeit in den Griff zu bekommen. Mit seinem Sieg baute der Amerikaner seine Führung im WM-Gesamtranking der schnellsten Sportart auf Schlittschuhen mit nunmehr 2.000 Punkten weiter aus.

Auf der Strecke wurden mit Höchstgeschwindigkeiten von mehr als 80 Stundenkilometern und dem weitesten Sprung von über 25 Metern gleich zwei Rekorde aufgestellt. Der amtierende Weltmeister Scott Croxall aus Kanada landete im nächtlichen München auf Platz zwei, den dritten Rang sicherte sich sein Bruder Kyle. Fabian Mels, bester deutscher Starter, wurde Elfter. Lokalmatador Martin Niefnecker musste sich vor heimischem Publikum bereits im Achtelfinale geschlagen geben.

Den insgesamt 23.500 begeisterten Fans an diesem Wochenende und 16.000 alleine am Samstag wird vor allem eins im Gedächtnis bleiben: der actionreichste Kurs in der Geschichte des Ice Cross Downhill. "Es war beinhart da draußen. Der Schlüssel zum Erfolg war heute ganz klar, den extrem schnellen Track zu attackieren und kein Tempo rauszunehmen", so der glückliche Sieger Cameron Naasz nach seinem Erfolg.

In einem packenden Finale entschied die Kanadierin Jacqueline Legere vor Myriam Trepanier (CAN) die Frauenwertung für sich. Sydney O'Keefe belegte Platz drei.

Der beste deutsche Athlet in der Männerwertung, Fabian Mels, verpasste mit Platz elf nur knapp die Top Ten. Bereits am Start verlor der Kölner wertvolle Sekunden und musste sich in seinem Vierer-Heat unter anderem dem späteren Sieger geschlagen geben. "Die Konkurrenz ist extrem stark und auf dem heutigen Track wurde jeder noch so kleine Fehler zum Verhängnis. Die anderen hatten einfach den besseren Lauf", sagte Fabian Mels.

Sein Landsmann Martin Niefnecker aus Garmisch-Partenkirchen schied bereits im Achtelfinale aus, zeigte sich dennoch begeistert von der Stimmung vor Ort: "Das Münchner Publikum hat den Olympiapark in einen absoluten Hexenkessel verwandelt. Natürlich wäre ich gerne weiter vorne mitgefahren. Beim nächsten Red Bull Crashed Ice-Stopp in Finnland werde ich definitiv wieder angreifen."

Am 29. und 30. Januar ist es bereits soweit: Dann geht die Ice Cross Downhill Weltmeisterscaft im finnischen Jyväskylä-Laajis in eine neue Runde.


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Action-Clip
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Über Red Bull Crashed Ice:
Seit der Premiere 2001 hat sich Red Bull Crashed Ice zu einer der fesselndsten Wintersportarten der Welt entwickelt. Im Kampf um den Sieg rasen die Athleten in Vierergruppen Schulter an Schulter eine bis zu 600 Meter lange Downhill-Strecke hinab, die mit Schikanen, Sprüngen und Hindernissen gespickt ist. Dabei stehen Drängeln, Sliden und Sprinten auf dem Programm, aber die Regeln sind ganz einfach: Wer als Erster im Ziel ist, gewinnt. Hunderttausende Zuschauer haben bisher die Rennen auf den immer raffinierter werdenden Strecken verfolgt – auf Skihängen in den Bergen und auf urbanen Strecken mitten in der Stadt. Während die Rennen anfangs als Einzelveranstaltungen abgehalten wurden, ist Red
Bull Crashed Ice seit 2010 eine offizielle Weltmeisterschaft.