DFB-Interimspräsident Reinhard Rauball befürwortet eine Wahl Gianni Infantinos zum neuen FIFA-Präsidenten. „Wir sind klar gestimmt für die Wahl von Gianni Infantino. Er ist ein verlässlicher Mann, der über ein Jahrzehnt bewiesen hat, dass er eine qualitativ hochstehende Organisation wie die UEFA in einer Weise geführt hat, wie es den Vereinen und Verbänden zu Gute gekommen ist“, sagte Rauball im exklusiven Interview mit Sky Sport News HD in Zürich: „Das Standing der UEFA ist – was diese administrative Angelegenheit angeht – eigentlich so hoch, wie man sich das nur wünschen kann. Das können alle Vereine, die mit der UEFA zusammenarbeiten, und auch die Verbände bestätigen.“

Wichtigster Punkt, so Rauball, sei beim Kongress am Freitag allerdings die Durchsetzung der Reformen: „Ich bin der Meinung, dass die Reformen durchgehen werden. Alle Konföderationen sind sich darüber im Klaren, dass das im Grunde genommen das Wichtigste ist, was morgen passiert. Er werden jetzt Taten erwartet und das ist genau der Zeitpunkt, an denen man mit diesen Taten beginnen kann, aber auch beginnen muss. Was passiert, wenn das nicht durchgeht, möchte ich gar nicht in Worte fassen, da habe ich sehr düstere Gedanken.“

Die Funktionärskarrieren von FIFA-Präsident Joseph S. Blatter und UEFA-Chef Michel Platini hält Rauball dagegen endgültig für beendet: „Als Betroffener würde ich das als extreme Belastung betrachten. Ob sechs Jahre oder acht Jahre bedeutet für beide das Ende der Karriere. Ob sie damit zufrieden sind oder nicht, müssen sie selbst entscheiden.“ Die FIFA-Berufungskommission hatte am Mittwoch die Einsprüche von Blatter und Platini abgelehnt, deren Sperren allerdings um zwei auf sechs Jahre reduziert.


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