• Erfolgreiche Saison mit drei Siegen und neun Podiumsplatzierungen
  • Motorsportkarriere und Berufsausbildung gehen Hand in Hand
  • ADAC Stiftung Sport-Förderpilot mit Talent auf zwei und vier Rädern


    München, 08. September (pps) -
    Nur noch wenige Wochen bis zum großen Saisonfinale der ADAC Formel 4: Mike David Ortmann (16, Ahrensfelde, ADAC Berlin-Brandenburg e.V.) hat sich nach 21 von insgesamt 24 Rennen hinter Spitzenreiter Joey Mawson (20, Australien, Van Amersfoort Racing) und Mick Schumacher (17, Deutschland, Prema Powerteam) auf dem dritten Platz der Gesamtwertung etabliert. Nach Saisonsieg Nummer drei zuletzt im niederländischen Zandvoort will der gebürtige Berliner am Hockenheimring (30. September bis 02. Oktober) nochmal einen Angriff auf Rang zwei und damit den Vizetitel in der ADAC Formel 4 starten.

    Mit dem Saisonverlauf ist der ADAC Formel 4 Rookie-Vizemeister des Premierenjahrs 2015 grundsätzlich zufrieden: „Zu Beginn haben wir einige Punkte liegen lassen, aber die Rennen am Sachsenring mit dem Doppelsieg liefen dann natürlich mega“, sagt der Förderpilot der ADAC Stiftung Sport. „Das Ziel, ein Rennen zu gewinnen, erreicht zu haben, war ein tolles Gefühl.“ Selbstkritisch gibt er aber auch zu, dass es im Anschluss nicht einfach war, die Erfolgsspur zu halten. „Die Einstellung ist ok, man hat zwei Rennen gewonnen und denkt, so könnte es jetzt weiterlaufen. Aber es war schon etwas schwer, das zu verarbeiten.“

    Beim seinem Rennstall genießt Ortmann auch in seinem zweiten Jahr in der ADAC Formel 4 eine Top-Ausbildung in Sachen Rennsport. „Mein Team ADAC Berlin-Brandenburg e.V. ist ja bekannt für eine optimale Fahrerausbildung. 2015 war wirklich ein Lehrjahr, aber auch da haben wir schon früh gemerkt, dass wir vorne mitfahren können“, sagt er. „Ich persönlich habe es so erlebt, dass man die Erfahrungen, die man im Lauf der Saison macht, im Winter verarbeitet. Im ersten Jahr ist es die Performance, die man lernt. Im zweiten Jahr kommen von Rennen zu Rennen immer mehr Kleinigkeiten dazu.“

    Fortschritte stellt Ortmann auch in seiner Ausbildung zum Mechatroniker fest, der während der Rennpause seine Konzentration gilt. „Auch im Job lernt man über ein Jahr viel dazu“, stellt Ortmann fest. „Man hat ein gutes Gefühl, wenn man selbständig arbeiten darf und sieht, dass man etwas, wo man vorher nur zugeschaut hat, schon selbst erledigen kann. Das sind dann auch wichtige Erfolgserlebnisse.“

    Der Saisonverlauf brachte Erkenntnisse, die Ortmann bei den letzten drei Rennen ausnutzen möchte. Trotz 62 Punkten Abstand auf Mick Schumacher hat er sich noch einmal viel vorgenommen. „Das Qualifying ist das Entscheidende, und wir haben uns bei den Tests sehr stark darauf konzentriert.“ Und auch wenn er weiß, dass die beiden Fahrer, die vor ihm liegen, von ihrer Erfahrung profitieren, will er sich nicht einfach so zufriedengeben: „Nach hinten schaue ich nicht. Ich konzentriere mich darauf, keine Fehler zu machen. Solange es theoretisch möglich ist, nach vorne zu kommen, gebe ich alles. Mal schauen, ob noch jemand einen Fehler macht und ob es vielleicht noch einen Platz nach vorne geht. Meine Devise heißt ‚locker fahren, nicht zu verkrampft’.“

    Seit wenigen Wochen ergänzt ein nagelneues Rennrad seinen persönlichen Fuhrpark. „Meine Teilnahme bei ‚Rad am Ring’ am Nürburgring war ein guter Anlass, mir endlich diesen Traum zu erfüllen und von meinem Ersparten ein Rennrad zu kaufen“, schwärmt er. „Als ich das erste Mal auf den schmalen Reifen gefahren bin, das war schon ein tolles Gefühl.“

    An den letzten schönen Sommerwochenenden saß Ortmann dann auch regelmäßig im Sattel, selbst bei 40 Grad im Schatten. „Es ist toll, dass man das Fitnesstraining noch mit Spaß verbinden kann.“ Touren zwischen 75 Kilometern am Wochenende und mal eben noch 30 Kilometer nach Feierabend, gehören für den Azubi neben dem normalen Fitness- und Mentaltraining zur Vorbereitung auf die Rennwochenenden der ADAC Formel 4.

    Ortmanns größte Leidenschaft bleiben jedoch die Formel-4-Boliden mit vier Rädern und er weiß ganz klar, wo sein eigentlicher Schwerpunkt liegt: „Mir macht das Radfahren viel Spaß, aber die Sportart wechseln will ich nicht. Natürlich freut man sich darauf, wenn man wieder ins Auto kann. Das ist schon das ganze Leben!“


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