- Klassiker sollen es reißen

Chicago.
Mit einer 33-köpfigen Mannschaft ist Deutschland bei der Weltmeisterschaft der Fallschirmspringer in Chicago vertreten. Bis zum 20. September werden die Weltbesten in den meisten Fallschirmdisziplinen ermittelt. Die deutschen Hoffnungen auf Medaillen ruhen vor allem auf den Klassikern. Ihre diesbezüglichen Ambitionen haben die Athleten der Sportfördergruppe der Bundeswehr aus Altenstadt im Verlauf der Saison nachhaltig unterstrichen. „So wie unser Team zuletzt drauf war, ist bei den Klassikern einiges an Edelmetall möglich“, schätzt Helmut Bastuck, Geschäftsführer des Deutschen Fallschirmsportverbandes (DFV), ein. So habe im Zielspringen Stefan Wiesner gute Chancen auf einen Platz auf dem Treppchen. Elischa Weber sowie der beim FSV Eilenburg trainierende Marco Pflüger sind exzellente Figurenspringer und könnten bei der Vergabe der Medaillen ein Wörtchen mitreden. Auch in der Kombinationswertung aus Ziel- und Figurenspringen hält Bastuck einen Platz Deutschlands unter den ersten Drei für schaffbar.

Im Freifall-Formationsspringen wollen sich die Airbus-Teams, Vierer und Achter sind national seit Jahren nicht zu schlagen, achtbar aus der Affäre ziehen. „Im Gegensatz zu den internationalen Spitzenteams betreiben wir den Sport nicht profimäßig“, sagt Thomas Mack (Marksuhl), Mitglied im Airbus-Vierer und -Achter. Direkter Hauptwidersacher sowohl im Vierer- als auch im Achter-Wettbewerb seien die Engländer. Mit dem Vierer ist das Halbfinale der letzten zehn Teams das Pflichtprogramm. Im Achter hält Mack den 5. Platz für realistisch.

Mindestens im vorderen Drittel sieht DFV-Geschäftsführer Bastuck die Chancen von Moritz Friess im Speedskydiving. Der für den FSC Remscheid springende Ulmer hatte bei der WM 2014 im tschechischen Prostejov immerhin Silber geholt. Allerdings ist in dieser noch recht jungen Fallschirmsportdisziplin im doppelten Sinne viel Bewegung drin. „Mit der entsprechenden Tagesform und einer ordentlichen Portion Glück ist für Moritz eine Medaille aber im Bereich des Möglichen“, so Bastuck. DFV-Athleten gehen auch im Freefly und Kappenformationsspringen an den Start, zählen aber nicht zur Weltspitze.


Kontaktadresse für weitere Informationen:
Deutscher Fallschirmsportverband (DFV) e.V.

c/o Helmut Bastuck
Tel.: 06836-92307 oder 0178-6804686
e-mail: hb@dfv.aero