Unterföhring, 20. September - Nachdem sich der Bezirksligist SV Wilhelmshaven vor Gericht gegen die FIFA durchgesetzt hat, ist die Erleichterung bei dem „kleinen“ Verein groß. „Es ist ein wundervolles, befreiendes Gefühl, dass dieser lange Weg durch die Instanzen heute ein erfolgreiches Ende genommen hat. Wir haben wieder eine Zukunft, die wir vorher nicht hatten“, sagte SVW-Präsident Dr. Hans Herrnbeger in einem exklusiven Telefoninterview mit Sky Sport News HD: „Das ist keine Selbstverständlichkeit, dass man sich als kleiner Verein gegen die großen Verbände DFB und FIFA durchsetzt. Hier hat wirklich David gegen Goliath gewonnen. Natürlich werden wir die Wiedereingliederung in die Regionalliga und einen entsprechenden Schadensersatz verlangen.“

Das Urteil des BGH hat laut Herrnberger Folgen für die Verbände: „Wie jedes große Unternehmen müssen auch die Sportverbände auf Veränderungen reagieren, die sich durch europäisches oder deutsches Recht ergeben, und in den entsprechenden Satzungen anpassen.“

Der SV Wilhelmshaven musste nach der Zahlungsverweigerung einer Ausbildungsentschädigung für einen seiner Spieler im Jahr 2012 einen Zwangsabstieg aus der Regionalliga verkraften und wurde in der Folge bis in die siebte Liga durchgereicht.


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