Chicago. Die deutschen Fallschirmspringer haben bei der WM in Chicago je zwei Mal Silber und Bronze durch Athleten der Sportfördergruppe der Bundeswehr aus Altenstadt errungen. Überragender Starter war dabei Zielsprungspezialist Stefan Wiesner. Der 34-Jährige lieferte sich im Duell auf die Nullscheibe ein packendes Duell mit Uros Ban. Nach zehn Runden musste sich der Deutsche bei nur 6 cm Abweichung dem Slowenen (5 cm) knapp geschlagen geben. Dahinter folgten mit je 9 cm Matej Becan, Senad Salkic (beide Slowenien) und Francesco Gullotti (Italien).

Silbermedaille für Elischa Weber

Bis zum letzten der fünf Durchgänge auf Goldkurs lag Elischa Weber im Figurenspringen. Doch im Finale konnte der 27-Jährige nicht an die zuvor hervorragenden Leistungen anknüpfen und büßte entscheidend an Boden ein. Titelverteidiger Libor Jirousek (Tschechien) konnte so mit einem Durchschnitt von 6,32 Sekunden für die Komplexe aus jeweils sechs Figuren vor Weber (6,47 s) und dem Russen Dmitrii Maksimov (6,53 s) triumphieren. „Dass er so kurz vor dem Ziel die Goldene doch noch aus der Hand gegeben hat, hat Elischa schon gewurmt. Am Ende und mit etwas Abstand auf die Ereignisse hat er sich aber auch über die Silbermedaille gefreut“, so Bundestrainer Torsten Kunke.

Bronze für Wiesner und in der Mannschaftskombination

Als Fünfter des Figurenspringens (6,74 s) stellte auch Altmeister Marco Pflüger vom FSV Eilenburg seine Klasse unter Beweis. Mit Platz neun sicherte sich Wiesner (6,98 s) nicht nur selbst eine Chance auf Edelmetall in der Einzelkombination aus Ziel- und Figurenspringen, sondern auch seinem Team in der Kombi-Wertung. Der Russe Maksimov hatte mit der Wertungszahl 9 (6. im Ziel- und 3. im Figurenspringen) das beste Gesamtergebnis, dicht gefolgt vom Tschechen Jiri Gecnuk mit 10 (6. Ziel/4. Figuren) und Wiesner mit 11 (2. Ziel/9. Figuren). Bronze gab es auch in der Mannschaftskombination für Deutschland (Stefan Wiesner, Elischa Weber, Wolfgang Lehner, Sebastian Lutz, Marco Pflüger).
Die Formationsspringer konnten nicht in den Medaillenbereich vordringen, erfüllten aber die Erwartungen. Der Vierer mit Olaf Biedermann (Furth/Oberhaching), Göran Meyer (Ludwigsburg), Thomas Mack (Marksuhl), Christian Schaefer (Heilbronn) und Videomann Andreas Trögele (Schemmerhofen) belegte den 8. Platz unter 17 Nationen.

Für den Achter mit Biedermann, Meyer, Mack, Schaefer, Thomas Spielvogel (Furth/Oberhaching), Uli Sehrbrock (Braunschweig), Steffen Schiedek (Hannover), Kai Wolf (lebt in den USA) und Videospringer Trögele wurde es der 6. Platz. Und auch der Damen-Vierer schlug sich achtbar: Janine Tillenburg (Köln), Andrea Kleinschmidt (Hamburg), Stephanie Meyer (Ludwigsburg), Sarah Mertes (Saarlouis) und Videomann Lars Naeve (Hannoversch Münden) landeten auf dem 7. Rang.

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