• Bayer-Sportchef glaubt weiter an Trainer Roger Schmidt
  • Leverkusens Kießling erschüttert: „Tut weh, müssen uns zusammenreißen“
  • HSV-Trainer Gisdol zufrieden: „Konzentrierte und disziplinierte Leistung“
  • Pauli-Coach Lienen besänftigt: „Kleines Zeichen für Fans gesetzt“

    Unterföhring, 25. Oktober 2016 - Die wichtigsten Stimmen zu den Dienstagspartien in der 2. Runde des DFB-Pokals, u.a. mit Sportfreunde Lotte – Bayer Leverkusen (6:5 n.E.) und Borussia Mönchengladbach – VfB Stuttgart (2:0), bei Sky.

    Ismail Atalan (Trainer Sportfreunde Lotte): „Wir haben uns in den letzten zwei Jahren eine gewisse Mentalität angeeignet. Das zeigt den Charakter der Mannschaft. Wir haben mit zehn Mann auf diesem tiefen Boden zweimal einen Rückstand gegen einen Champions-League-Teilnehmer aufgeholt. Das beweißt, dass im Fußball vieles möglich ist. Man muss sich halt nur sehr gut organisieren, dann hat man auch eine Chance. Ich freue mich unheimlich für die Truppe. Dieser Verein hat seit zwei Jahren eine Geschichte geschrieben, die ihresgleichen sucht.“

    Benedikt Fernandez (Sportfreunde Lotte): „Das kann man nicht beschreiben. So ein Gefühlschaos habe ich im Leben selten erlebt. Ich habe ja mehr als die Hälfte meines Fußballerlebens in Leverkusen verbracht. Letzte Saison sind wir knapp gescheitert. Wir haben so eine geile Mannschaft und sind zweimal zurückgekommen in Unterzahl, das ist unglaublich.“

    Rudi Völler (Sportdirektor Bayer Leverkusen): „Ich bin riesig enttäuscht. Wenn du gegen eine aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft wie Lotte in Führung gehst und ein Mann mehr bist, dann sollte normal nichts mehr anbrennen. Das war einfach schlecht und wir sind verdient ausgeschieden. Wir spielen am Samstag gegen Wolfsburg und dann haben wir Champions League. Da müssen wir natürlich anders auftreten. Wir glauben weiter an den Trainer. In den beiden anderen Wettbewerben können wir immer noch etwas gutmachen. Die Trainergeschichte ist nicht der Knackpunkt. Entscheidend ist, dass wir uns in der Verlängerung so was von dämlich angestellt haben. Dämlicher geht es nicht.“

    Stefan Kießling (Bayer Leverkusen): „Wir müssen uns langsam mal zusammenreißen. Jetzt haben wir durch die ganze Scheiße ein Ziel kaputtgemacht. Das tut schon ziemlich weh.“

    Kevin Volland (Bayer Leverkusen): „Wir haben den Kampf schon angenommen. Dass es hier schwer wird und es eine gute Mannschaft in der dritten Liga ist, das wussten wir. Trotzdem musst du hier gewinnen. Das haben wir heute nicht geschafft.“

    Fabian Johnson (Borussia Mönchengladbach): „Wir haben es verpasst, ein Tor zu machen. Wenn wir vorher das 2:0 machen, dann ist früher ein bisschen Ruhe.“

    Hannes Wolf (Trainer VfB Stuttgart): „Wir haben das ganz lange gut gemacht. Aber gegen so ein Niveau und gegen eine Champions-League-Mannschaft wie Borussia Mönchengladbach reichen dann Nuancen, damit es in eine Richtung kippt. Wir haben gut gespielt, aber wir hätten top spielen müssen, um hier etwas zu holen.“

    Christian Gentner (VfB Stuttgart): „In der ersten Halbzeit hat uns in den entscheidenden Momenten der Mut vor dem Tor verlassen und der Respekt war doch zu groß.“

    Niko Kovac (Trainer Eintracht Frankfurt): „Leider musste das Spiel heute nach 120 Minuten im Elfmeterschießen entschieden werden. Wir sind der glückliche Sieger und froh. Jetzt müssen wir gut regenerieren und dann in drei Tagen wieder ran.“

    Markus Kauczinski (Trainer FC Ingolstadt): „Elfmeterschießen ist immer so eine Sache. Insgesamt haben wir ein gutes Spiel gemacht. Wir haben gut verteidigt, über 120 Minuten zum ersten Mal zu null gespielt und ein bisschen Pech gehabt.“

    Nils Petersen (SC Freiburg): „Im Endeffekt hat sich Sandhausen das Weiterkommen verdient. Wir haben nicht schlecht gespielt, aber wir waren neu aufgestellt. Wir haben 1:3 zurückgelegen, aber wir haben uns nicht aufgegeben. Heute hatten wir in der Verlängerung keine Kraft, um das Spiel gegen einen Zweitligisten zu entscheiden. Elfmeter sind dann immer Glückssache.“

    Kenan Kocak (Trainer SV Sandhausen): „Wir waren über 120 Minuten die bessere Mannschaft und haben den Sieg vollkommen verdient.“

    Ewald Lienen (Trainer FC St. Pauli): „Man kann immer noch viele Dinge verbessern, das ist völlig klar. Aber es war der erhoffte Schritt in die richtige Richtung. Wir waren lange Zeit auf Augenhöhe und haben nur wenig zugelassen. Für unsere Fans haben wir ein kleines Zeichen gesetzt. Wir haben unsere Anhänger wieder ein bisschen zurück ins Boot geholt und das Bild der letzten Wochen ein bisschen korrigiert. So wenig zu investieren, das war nicht würdig für einen FC St. Pauli.“

    Pál Dárdai (Trainer Hertha BSC): „Wir haben uns mit uns beschäftigt. Unsere Aktionen haben wir mit Abschlüssen beendet und es gab keine Zufallsprodukte. Wir hatten alles unter Kontrolle und haben das gut hinbekommen. Die Euphorie des Gegners und des Stadions haben wir nicht aufgebaut. Wenn du alles unter Kontrolle hast, dann ist es nicht mehr so gefährlich.“

    Mitchell Weiser (Hertha BSC): „Ich habe viel von dem Stadion und den Fans gehört, aber ich hatte hier noch nie gespielt. Wir sind nicht enttäuscht worden. Ich mag es, auswärts vor gegnerischem Publikum zu spielen. Das spornt einen auch an. Es war eine schöne Kulisse heute.“

    Klaus Gjasula (Hallescher FC): „In den entscheidenden Situationen kamen wir einen Schritt zu spät oder haben uns etwas zu naiv verhalten. Die Qualität vom HSV ist bekannt, auch wenn es in der Bundesliga momentan nicht so läuft. Sie waren eiskalt.“

    Markus Gisdol (Trainer Hamburger SV): „Wir waren uns im Klaren, dass es heute eine schwere Aufgabe wird. Wir wollten eine sehr konzentrierte und disziplinierte Leistung abrufen. Das hat die Mannschaft heute über 90 Minuten gemacht. In so einem Auswärtsspiel darfst du dir überhaupt keine Nachlässigkeiten erlauben. Wir ordnen das richtig ein und ab morgen werden wir uns konzentriert auf Köln vorbereiten.“

    Pierre-Michel Lasogga (Hamburger SV): „Wir mussten in den letzten Tagen sehr viel Kritik einstecken. Heute haben wir mit dem Sieg im Pokal in Halle den ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht. Jetzt müssen wir das Spiel schon wieder abhaken, weil es am Sonntag nach Köln geht. Da wollen wir dann auch endlich mal in der Liga punkten.“

    Bernd Hollerbach (Trainer Würzburger Kickers): „Wir können heute erhobenen Hauptes vom Platz gehen. Wir haben eine klasse Leistung abgeliefert. Es ist unglücklich, dass man im Elfmeterschießen ausscheidet.“

    Kosta Runjaic (Trainer 1860 München) zur Auswahl der Elfmeterschützen: „Als sie sich beraten haben, da war ich auf der Toilette. Nach gefühlten acht Litern Wasser musste ich dringend pinkeln. Das haben die Jungs selber entschieden.“

    Pascal Testroet (Dynamo Dresden):„Das ist pure Enttäuschung. Ich hätte heute mit meinen Dingern das Spiel alleine entscheiden können. Das waren vier oder fünf dicke Chancen. Bitterer geht es gar nicht, es tut unheimlich weh.“

    Carsten Rump (Trainer Arminia Bielefeld): „Wir hatten heute definitiv das Glück auf unserer Seite. Aber in unserer Situation braucht man einfach auch mal so einen Abend. Jetzt können wir Mut schöpfen für die kommenden Tage und Aufgaben. Das ist sehr schön.“

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