Scott Croxall aus Kanada hat sich an einem dramatischen und actiongeladenen Samstagabend auf dem schweren, natürlichen Eistrack in Finnland den Sieg beim zweiten Red Bull Crashed Ice Rennen der Saison gesichert. Zur Halbzeit der Saison bahnt sich damit ein Dreikampf zwischen Croxall und den beiden US-Amerikanern Maxwell Dunne und Cameron Naasz um die WM-Krone an.

JYVÄSKYLÄ-LAAJIS, Finnland, 22. Januar 2017
– Der Kanadier Scott Croxall war am Samstag der unbestrittene Champion auf der schwierigen Natureis-Piste im eiskalten Finnland. Er gewann nicht nur das zweite Red Bull Crashed Ice Rennen der Saison, sondern macht mit seinem Triumph auch die Ice Cross Downhill Weltmeisterschaft spannend und zu einem Dreikampf: Nach der Hälfte der Saison liegen Croxall sowie die US-Amerikaner Maxwell Dunne und Cameron Naasz mit jeweils 1600 Punkten gleichauf. Dunne belegte wie schon vor einer Woche in Marseille Rang zwei, Naasz wurde nach seinem Sieg in Frankreich nun Dritter. Es war eine Ice Cross Downhill Nacht mit reichlich aufregender und intensiver Action, die allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Proteste, Überholmanöver und Fotofinishs sorgten für ein wahrlich spektakuläres Event. Croxall, Weltmeister 2015, hat sich dabei in seinem typischen Style und in eindrucksvoller Manier auf dem 630 Meter langen Eistrack in Finnland zurückgemeldet. Finnland ist für den Kanadier ab sofort ein ganz besonderes Land, war es doch der dritte Sieg in Folge für Croxall im hohen Norden, der ihm zudem 1000 WM-Punkte bescherte.
"Es ist viel harte Arbeit, es ist der längste Track in der Welt, und ich bin einfach nur glücklich, dass ich es wieder auf das Podium geschafft habe", sagte Croxall nachdem er seine drei Kontrahenten im Halbfinale und Finale jeweils hinter sich gelassen hatte.

Es war eine ganz besondere Nacht im eiskalten Norden Finnlands, einem Land, das eine ganz besondere Begeisterung für diesen Sport zeigt. Mit Mirko Lahti und Paavo Klintrup erreichten in einem unglaublich extremen Ice Cross Downhill Rennen gleich zwei Finnen die Halbfinals. Lahti wurde am Ende Siebter, Klintrup belegte Rang acht.

Die beiden Finnen haben ihren guten Kenntnisse der Strecke und örtlichen Bedingungen auch dazu genutzt, die großen Zuschauerscharen in Ekstase zu versetzen. Hinter Croxall, der sein Halbfinale und später auch das Finale dominierte, war der Kampf um Platz zwei sehr intensiv. Es gab packende Action und erstaunlich viele Überholmanöver – vom Start bis zum Ziel. Naasz, der in den Zeitläufen am Freitag noch der Schnellste war, belegte in einem unvergesslichen Kampf um die Podiumsplätze Rang drei.

"Es war das wildeste Rennen, das wir je erlebt haben", erklärte Naasz, der mit fünf Siegen aus den letzten sechs Red Bull Crashed Ice Rennen nach Finnland gekommen war.

Wie bereits beim Saisonauftakt in Marseille schieden die deutschen Athleten auch in Finnland in Runde eins aus. „So schlecht war der Tag nicht. Es war ein guter Lauf, aber es hat eben nicht gereicht. Die beiden Franzosen haben keinen Fehler gemacht, da war kein Zentimeter Platz, um vorbeizukommen“, erklärte der Weltmeister von 2010, Martin Niefnecker (Garmisch-Partenkirchen), der seinen Blick bereits nach vorne gerichtet hat: „Es folgen komplett andere Stopps in Übersee, und die Karten werden neu gemischt. Aber ich gehe ohne große Erwartungen in das nächste Rennen in Saint Paul.“ Andreas Wirnstl (Saaldorf-Surheim)belegte Rang 60, Manuel Warda (Siegburg) Platz 87.

In der zunehmend härter werdenden Frauen-Konkurrenz gelang der US-Amerikanerin Amanda Trunzo im Finale ein perfekter Lauf. Mit dem Sieg übernahm sie auch in der WM-Gesamtwertung mit 1800 Punkten die Führung. Platz zwei ging an Camilla Ojapalo aus Finnland, Dritte wurde die Französin Sandrine Rangeon. Die Deutsche Katrina Buesch belegte Rang 16.

Ergebnisse Männer: 1. Scott Croxall (Kanada), 2. Maxwell Dunne (USA), 3. Cameron Naasz (USA), 4. John Fisher (Kanada), 5. Marco Dallago (Österreich), 6. Dan Witty (USA), 7. Mirko Lahti (Finnland), 8. Paavo Klintrup (Finnland), 9. Tristan Dugerdil (Frankreich), 10. Daniel Bergeson (USA).

WM-Gesamtwertung Männer: 1. Dunne 1600 Punkte, 2. Croxall 1600, 3. Naasz 1600, 4. Dallago 1200, 5. Witty 800, 6. Dugerdil 640, 7. Bergeson 580, 8. Fisher 536, 9. Mark Taru (Estland) 482, 10. Guillaume Bouvet-Morrissette (Kanada) 479.

Ergebnisse Frauen: 1. Amanda Trunzo (USA), 2. Camilla Ojapalo (Finnland), 3. Sandrine Rangeon (Frankreich), 4. Veronika Windisch (Österreich), 5. Jacqueline Legere (Kanada)

WM-Gesamtwertung Frauen: 1. Trunzo 1800, 2. Legère 1450, 3. Windisch 1110, 4. Sydney O’Keefe (USA) 960, 5. Ojapalo (Finnland) 930

Red Bull Crashed Ice Saisonkalender:
  • 13./14. Januar - Marseille/Frankreich
  • 20./21. Januar – Jyväsklyä-Laajis/Finnland
  • 3./4. Februar - Saint Paul/USA
  • 3./4.März – Ottawa/Kanada

    Riders Cup Kalender:
  • 10. Dezember - Wagrain-Kleinarl/Österreich
  • 28. Januar – Rautalampi/Finnland
  • 4. Februar – Moskau/Russland
  • 18. Februar – LaSarre/Kanada
  • 25. Februar – Bathurst/Kanada

    Verwendung der Bilder kostenlos für redaktionelle Zwecke: Daniel Grund, Sebastian Marko, Red Bull Content Pool

    Red Bull Crashed Ice:
    Red Bull Crashed Ice gibt es seit 2001 und wurde im Jahr 2010 als Weltmeisterschaft etabliert. Es ist das Top-Event, bei dem vier Athleten gleichzeitig schmale mit Hindernissen bestückte Eisbahnen hinabrasen, die bis zu 600 Meter lang sind und wobei die Athleten bis zu 80 km/h schnell werden. Ziel des Rennens ist es, als erster oder zweiter die Ziellinie zu erreichen, um in die nächste Runde zu kommen. Der weltweit schnellste Sport auf Eisskates gehört zur ATSX Ice Cross Downhill Weltmeisterschaft. Athleten aus mehr als 20 Ländern und fünf Kontinenten nehmen teil. Die Rennen finden auf Kunsteisbahnen oder natürlichem Eis auf Hängen im Zentrum großer Städte oder Skiresorts in Europa und Nordamerika statt.


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