• Bayer-Coach nimmt Dragovic in Schutz
  • Völler: Atlético war besser und hat uns weh getan
  • Brandt kämpferisch: „Fahren nach Madrid, um zu gewinnen“
  • Labbadia: „Abgezockheit ist Aléticos unfassbare Stärke“

    Unterföhring, 21. Februar 2017 -
    Die wichtigsten Stimmen zu den Achtelfinal-Hinspielen der Champions League am Dienstag, u.a. mit Bayer Leverkusen – Atlético Madrid (2:4), bei Sky.

    Roger Schmidt (Trainer Bayer Leverkusen) ...
    ... zur Niederlage:
    „Wir haben uns natürlich gewünscht, dass wir das Spiel gewinnen. Aber wir haben heute gesehen, auf was für einen Gegner wir getroffen sind. Atlético war nicht umsonst in den letzten drei Jahren zweimal im Finale. Sie sind sehr schwierig zu spielen. Wir haben heute nicht unsere allerbeste Tagesform gehabt und haben Fehler gemacht, die zu zwei Gegentoren geführt haben. In der Halbzeit haben wir uns nochmal gesammelt. Ich muss der Mannschaft ein großes Kompliment machen, dass sie nie aufgesteckt hat und Kampfgeist gezeigt hat. Leider haben wir das 3:3 nicht gemacht und mussten dann das 4:2 noch schlucken. Das muss man so akzeptieren.“
    ... zur Leistung von Abwehrspieler Aleksandar Dragovic: „Ich will das jetzt nicht an Drago festmachen. Natürlich war er in zwei Situationen beteiligt an den Gegentoren, aber es ist auch nicht so einfach gegen diese Spieler.“
    ... zum Rückspiel: „Jetzt haken wir erst einmal das Spiel ab. Wir haben jetzt die Aufgabe, uns sehr schnell zu regenerieren und uns gut auf das wichtige Spiel am Samstag gegen Mainz vorzubereiten. Ich denke, dass wir die positiven Sachen in den Vordergrund rücken sollten. Natürlich sind wir enttäuscht, dass wir verloren haben, aber es gab sicher auch bemerkenswerte Minuten, in denen sich diese junge Mannschaft extrem gewehrt hat. Das nehmen wir mit. Dann kommt irgendwann das Rückspiel, aber da möchte ich jetzt noch gar nicht hingucken.“
    ... zur Frage, was man bringen muss, um einem erneuten Elfmeterschießen vorzubeugen (vor dem Spiel): „Wenn wir in drei Wochen ein Elfmeterschießen in Madrid haben, dann wäre das ein Traum. Das wäre fantastisch und dann würden wir versuchen, zu gewinnen. Wenn wir so weit kommen, dann haben wir zwei gute Spiele gemacht. Aber wir wollen jetzt noch nicht an das Rückspiel denken. Wir wollen das mit offenen Visier volles Rohr durchziehen.“

    Rudi Völler (Sportdirektor Bayer Leverkusen) ...
    ... zur Niederlage:
    „Atlético hat vor allen Dingen in der ersten Halbzeit tollen Fußball gezeigt. Wir haben uns in der zweiten Halbzeit nochmal toll gewehrt und am 3:3 geschnuppert. Am Schluss haben sie uns dann noch einmal richtig weh getan. Atlético war heute sicher die bessere Mannschaft. Ich habe aber im Fußball schon so viel erlebt. Wir werden nicht nach Madrid fahren, um uns freiwillig zu ergeben.“

    Ömer Toprak (Kapitän Bayer Leverkusen): „Wir haben uns alle sehr gefreut, aber in der ersten Halbzeit haben wir überhaupt kein gutes Spiel gemacht. In der zweiten Halbzeit wollten wir es besser machen und haben es auch besser gemacht. Wir wussten, dass es ein schwieriges Spiel werden wird. Jetzt wird es sehr schwierig, aber wir werden es probieren.“

    Julian Brandt (Bayer Leverkusen): „Vom Ergebnis her ist es unnötig. Wir hatten heute gute Chancen, dass Spiel zu gewinnen oder zumindest Unentschieden zu spielen. Chancenlos waren wir heute nicht, wir haben nie aufgegeben. Es ist natürlich ärgerlich, wenn du am Ende 4:2 verlierst. Jetzt ist es eine sehr schwierige Nummer. Wir fahren nach Madrid, um zu gewinnen. Zu was es dann reicht, das werden wir sehen.“

    Karim Bellarabi (Bayer Leverkusen): „Heute war mehr drin für uns. Die erste Halbzeit war nicht so gut von uns, aber in der zweiten Halbzeit haben wir ganz gut reagiert. Man muss aber auch sagen, dass Atlético es richtig gut gemacht hat. Wir wissen, dass es jetzt eine schwierige Situation ist, aber wir werden nicht aufgeben und das Beste geben.“

    Bruno Labbadia (Ex-Trainer Hamburger SV, davor auch Bayer Leverkusen) …
    … zur Bayer-Niederlage:
    „Man hat heute die Abgezocktheit von Atlético gesehen. Das ist einfach ihre unfassbare Stärke. Man muss aber festhalten, dass Bayer zu viele individuelle Fehler gemacht hat. Zwei Tore musst du erst mal machen gegen Atlético, und es war sogar noch mehr drin. Das Ergebnis ist natürlich absoluter Mist.“
    … zu Spekulationen um ein Engagement bei Werder Bremen: „Ich kann nicht verhindern, dass ich immer wieder genannt werde. Aber ich äußere mich nie zu Spekulationen rund um Vereine, bei denen ich nicht arbeite. Das ist der nötige Respekt, den man haben muss. Ich habe mich sehr gefreut, dass Werder am Wochenende gewonnen hat. Es war ein unfassbar wichtiges Spiel für sie. Ich wünsche dem Verein, dass er drin bleibt, denn er gehört in die Bundesliga.“

    Sky Experte Marcell Jansen …
    … zur Bayer-Niederlage:
    „Leverkusen hat sich zu sehr auf das Spiel von Atlético eingelassen. Das war der Fehler.“


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