• Leverkusen sichert Klassenerhalt, aber Korkut muss am Saisonende gehen
  • FCI-Coach Walpurgis nach Abstieg: „Brutal hart – erst einmal sacken lassen“
  • Tuchel wünscht sich Ruhe und möchte „das Ding weiter trainieren“
  • Schalkes Heidel zu Goretzka-Wechselgerücht: „Kein Kontakt zum FC Bayern“

    Unterföhring, 13. Mai 2017 - Die wichtigsten Stimmen zu den Partien des 33. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky.

    Martin Schmidt (Trainer 1. FSV Mainz 05): „Das waren die schlimmsten 20 Minuten, die ich als Trainer erlebt habe. Du machst ein riesen Spiel und drehst ein 2:0 um und bist eigentlich in der Liga geblieben. Plötzlich kommt die 20-minütige Pause in Wolfsburg, in der du noch einmal warten musst. Für mein Herz war das gar nichts, aber jetzt ist es umso schöner. Ich habe das dem Team immer zugetraut und in den letzten Wochen schon gesagt, dass Vertrauen und Strategie mehr sind, als Hektik und schlechte Kritik.“

    Andries Jonker (Trainer VfL Wolfsburg): „Ich habe persönlich riesig Schiss vor Gewitter und war froh, dass unterbrochen wurde. Aber es war richtig Scheiße für uns, denn wir waren kurz vor dem 2:1. Wir müssen es jetzt in Hamburg einfach selber machen.“

    Mario Gomez (VfL Wolfsburg): „Dieses Gewitter passt zur bisherigen Saison. Wir sind absolut am Drücker und dann kommt so etwas dazwischen. Ich glaube, dass wir kurz davor waren, dass zweite Tor zu machen. Wir steigen nicht ab, das ist für mich ganz klar und keine Frage. Aber es ist noch Spannung da.“

    Dieter Hecking (Trainer Borussia Mönchengladbach): „Wir müssen unsere Spiele gewinnen. Heute haben wir wie in der letzten Woche auch zwei Punkte liegenlassen. Wenn wir nur zwei Punkte mehr hätten, dann wäre unsere Situation deutlich besser. Wir wollen gegen Darmstadt gewinnen und hoffen, dass Mainz und Dortmund auch noch einmal Vollgas geben.“

    Manuel Baum (Trainer FC Augsburg): „Emotionslos wäre gelogen, aber ich bin in der Kabine noch einmal einen Kilometer rauf und runter gelaufen. Aber man kann ja nichts ändern. Wir fahren positiv nach Hoffenheim, aber es wird schwierig genug dort.“

    Thomas Tuchel (Trainer Borussia Dortmund) ...
    ... zum Spiel und seinen Erwartungen an die Woche:
    „Mehr Ruhe, ja bitte. Ich bin mir sehr sicher, dass es jetzt ruhiger wird, weil es nicht lauter geht. Die Themen sind durchgekaut. Wenn der Sturm tobt, dann ist es im Auge manchmal ganz ruhig.“
    ... zu seiner persönlichen Situation beim BVB (vor dem Spiel): „Es ist komplex. Heute ist Spieltag, und wir machen die ganze Kiste nicht wieder auf. Ich glaube nicht, dass so viel hängen bleibt. Aber ich würde lügen, wenn ich sage, das prallt alles komplett an mir ab. Ich fühle eine Verpflichtung meiner Mannschaft gegenüber und empfinde uns als Einheit. Ich habe große Lust, das Ding hier weiter zu trainieren. Wir werden abwarten müssen. Ich bin ja nur Angestellter und habe Vertrag. Es liegt ja nicht alles in meiner Macht.“

    Marco Reus (Borussia Dortmund): „Man hat gesehen, dass sie immer an uns dran waren. Wir haben es nicht geschafft, schnell zu spielen. Es war sehr schwierig heute, Augsburg hat das gut gemacht. Eigentlich hätten wir hier gewinnen müssen.“

    Maximilian Philipp (SC Freiburg): „Nach der heutigen Leistung hätten wir es nicht verdient gehabt zu gewinnen. Es war das erwartet eklige Spiel mit viel Kampf, viel Härte und vielen Fouls. Unter dem Strich geht das Unentschieden in Ordnung.“

    Maik Walpurgis (Trainer FC Ingolstadt): „Wir haben natürlich immer wieder auf die anderen Ergebnisse geschaut. Das war schon unglücklich für uns. Mit einem Schalker Sieg hätten wir nächste Woche noch ein Endspiel gehabt. Es war sehr bitter für die Mannschaft, aber so ist der Sport. Wenn man so viel Energie reinsteckt und so hart arbeitet, dann ist es für jeden eine brutal harte Situation. Das müssen wir jetzt erst einmal sacken lassen. Im Moment spielt die Zukunft überhaupt keine Rolle. Jetzt geht es darum, das zu verarbeiten.“

    Marvin Matip (Kapitän FC Ingolstadt): „Es gab zum Ende hin sehr viele Fehlinformationen, das ist sehr bitter. Aber das ganze Spiel war sehr bitter. Wir hatten heute die große Chance, das Ding zu gewinnen. Leider haben wir das versäumt. Dann ist es irgendwann klar, dass es nicht mehr reicht.“

    Tayfun Korkut (Trainer Bayer Leverkusen): „Wir Trainer sind diejenigen, die bereit sein müssen, wenn sie einen Job bekommen. Alles andere kann ich nicht entscheiden. Ich kann nicht den Vertrag aufsetzen und ihn auch noch selber unterschreiben.“

    Michael Schade (Geschäftsführer Bayer Leverkusen): „Tayfun Korkut hat uns in der schwierigen Situation geholfen und mit der Mannschaft durchaus erfolgsversprechende Ansätze gezeigt. Aber natürlich ist Fußball ein Erfolgsspiel, bei dem es auf die Resultate und die Erfolge ankommt. Die haben wir leider nicht gehabt. Es wird natürlich zum Ende der Saison eine Beendigung der Zusammenarbeit geben.“

    Stefan Kießling (Bayer Leverkusen): „Wir sind erleichtert, dass wir im Derby so eine Leistung abliefern konnten. Köln hat zwei Torschüsse und macht zwei Tore, das kann es einfach nicht sein.“

    Timo Horn (Torwart 1. FC Köln): „Man hat heute gesehen, was Leverkusen für eine individuelle Klasse hat. Deswegen nehmen wir den Punkt gerne mit. Jetzt wollen wir im Heimspiel gegen Mainz noch einmal einen raushauen und mit den Fans einen Sieg feiern.“

    Max Kruse (Werder Bremen): „Im Endeffekt hat man heute gesehen, dass wir es nicht verdient haben, europäisch zu spielen. Heute und in der letzten Woche hat man große Defizite gesehen. Der Kampfgeist ist da, aber wir haben zu viele Fehler gemacht.“

    Julian Nagelsmann (Trainer 1899 Hoffenheim): „Wir können auch acht oder neun machen hier. Da kann man nicht so viel verkehrt gemacht haben. Natürlich hätten wir gerne noch mehr für das Torverhältnis getan.“

    Ralph Hasenhüttl (Trainer RB Leipzig): „Leider haben wir heute keine Punkte geholt, aber wir sind trotzdem die zweitbeste Mannschaft Deutschlands. Für den Besten reicht es noch nicht ganz und weiter geht es.“

    Philipp Lahm (Kapitän Bayern München): „Wenn man keine Balance hat zwischen Abwehr und Angriff, dann schaut so ein Spiel so aus. Für die Zuschauer war es sicher sehr schön. Man hat heute gesehen, dass wir schon ein bisschen in der Sommerpause sind.“

    Markus Weinzierl (Trainer FC Schalke 04): „Es muss besser werden, das ist klar. Wir müssen uns intensiv zusammensetzen und die Dinge analysieren. Wir sind maximal unzufrieden, das ist auch klar. Im Endeffekt haben wir fünf oder sechs Punkte zu wenig. Das müssen wir uns ankreiden lassen.“

    Klaas-Jan Huntelaar (FC Schalke 04) zu seinem Abschied: „Es waren sieben Jahre Arbeit hier auf Schalke. Wir haben ein paar Sachen gewonnen. Aber auf Schalke gewinnt man nicht so viel wie bei Bayern. Ich weiß noch gar nicht, wo es hingeht.“

    Christian Heidel (Sport-Vorstand FC Schalke 04, vor dem Spiel) ...
    ... zur sportlichen Situation:
    „Klar ist, dass wir uns sicherlich ein paar Punkte mehr gewünscht haben und deswegen nicht zufrieden sind.“
    ... zu Spekulationen um einen Wechsel von Leon Goretzka zum FC Bayern: „Das ist dummes Zeug, diese Meldung ist völlig ohne Boden. Ich finde es nicht anständig, wenn Sky eine Stunde vor dem Spiel so eine Meldung rausgibt. Das gehört sich nicht. Der FC Bayern hat bislang überhaupt keinen Kontakt zum FC Schalke aufgenommen. Ich habe mit Leon und seinem Berater sehr ausführlich gesprochen. Dass der Leon Goretzka irgendwann mal zu einem Klub wechseln wird, der sportlich über dem FC Schalke steht, das kann durchaus sein. Aber ich glaube, dass es bei ihm auf den Zeitpunkt ankommt. Er hat hier die große Chance, das Gesicht von Schalke 04 zu werden. Wir sind im Austausch und wenn er sich entschieden hätte, zu einem anderen Verein zu wechseln, dann hätte er mir das gesagt.“

    Markus Gisdol (Trainer Hamburger SV): „Wir sind noch nicht durch, wir haben uns nur ein Endspiel besorgt. Zuhause können wir es klarmachen, dass wir in der Liga bleiben. Den letzten Schritt müssen wir noch gehen.“

    Heribert Bruchhagen (Vorstandsvorsitzender Hamburger SV): „Es ist nervlich nicht auszuhalten. Es gibt Situationen wie heute, da geht es in Richtung Unmenschlichkeit. Am Ende haben wir ganz klar verdient einen Punkt geholt.“

    Dennis Diekmeier (Hamburger SV): „Wir probieren als Team voll da zu sein. Das haben wir heute gezeigt. Jeder war für jeden da. Wenn wir so weiterarbeiten, dann bin ich felsenfest davon überzeugt, dass wir in der ersten Liga bleiben. Das wird ein Mega-Endspiel. Aber wir wissen, dass wir zuhause eine Macht sind. Ich bin sicher, dass wir gewinnen und ein überragendes Spiel abliefern.“

    Pierre-Michel Lasogga (Hamburger SV): „Ich bin überglücklich, dass ich hier noch das Tor geschossen habe. Das war enorm wichtig, um nächste Woche noch die Chance zu haben, direkt in der Liga zu bleiben. Ich bin überglücklich, es war ein scheiß Jahr für mich. Wenn wir so nächste Woche gegen Wolfsburg spielen, dann bleiben wir hoffentlich in der Klasse.“

    Torsten Frings (Trainer SV Darmstadt 98): „Wir wollten den Fans noch einmal drei Punkte schenken. Das hat heute leider nicht geklappt, aber trotzdem haben es die Jungs verdient, dass sie vernünftig verabschiedet werden. Sie haben in der Rückrunde Charakter gezeigt.“

    Pál Dárdai (Trainer Hertha BSC): „Wir müssen jetzt mit unserem Publikum ein gutes Heimspiel abliefern. Wir sind bereit und werden alles tun dafür.“


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