Unterföhring, 31. Mai (pps) - Fußballprofi Marc Bartra von DFB-Pokalsieger Borussia Dortmund hat die Sekunden des Anschlags auf die Stars des BVB im Mannschaftsbus am 11. April vor dem Champions-League-Heimspiel gegen AS Monaco geschildert. "Wir hörten einen lauten Knall, ich habe auf einmal einen furchtbaren Schmerz in meinem Arm gespürt. Ich wusste nicht, ob sie auf mich geschossen hatten, mir schlug ein sehr starker und heißer Luftzug ins Gesicht. Das war wohl die Druckwelle. Ich war wie gelähmt und konnte mich nicht bewegen, es roch stark nach Schwarzpulver", sagte Bartra, der bei dem Anschlag eine gebrochene Speiche im rechten Handgelenk und diverse Fremdkörpereinsprengungen erlitt, in einem exklusiven Interview mit Sky Sport News HD.

"Ich hatte ein Pfeifen im Ohr und habe nichts gesehen. Ich sah gerade noch so einige Mitspieler, die sich auf den Boden warfen und mir zuriefen: ´Auf den Boden!´. Es waren zehn Sekunden, in denen wir nicht wussten, von wo es uns trifft und was da über uns hereinbricht. Ich spürte den Schmerz, war aber komplett versteinert und konnte mich nicht bewegen. Unsere Physiotherapeutin gab mir immer wieder Ohrfeigen und schrie dauernd, dass ich nicht einschlafen solle. Ich habe nur noch an meine Tochter gedacht und daran, dass ich überleben will. Diese Minuten kamen mir wie Stunden vor", sagte Bartra, der am Ende der Saison sein Comeback bei den Schwarz-Gelben feiern konnte.

Zehn Tage nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus hatten die Ermittler den Deutsch-Russen Sergej W. unter dringendem Tatverdacht festgenommen. Der 28-Jährige wollte nach Angaben der Bundesanwaltschaft mit drei Bomben und dem Tod möglichst vieler Spieler die BVB-Aktie zum Absturz bringen und dadurch abkassieren.

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