Unterföhring, 31. Mai (pps) - DFB-Vizepräsident Rainer Koch hat sich zum heftigen Pfeifkonzert beim Halbzeitauftritt von Helene Fischer während des DFB-Pokalfinales zwischen Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt geäußert. "Wir waren letzte Woche der Meinung, dass die Fans das toll finden, das war vielleicht etwas blauäugig. Jetzt haben wir mitbekommen, dass es an diesem Samstag wohl nicht das Richtige war und daraus werden wir lernen und das auch gegebenenfalls nicht wiederholen", sagte Koch in einem exklusiven Interview mit Sky Sport News HD: "Es bleibt der Umstand, dass die Gesellschaft eventisiert ist. Aber das Warnsignal ist auch ernst zu nehmen, wir dürfen es nicht überdrehen."

Die Halbzeit-Show von Schlagerstar Helene Fischer im Pokalendspiel, das der BVB 2:1 gewann, wurde von lautstarken Schmähgesängen und einem Pfeifkonzert begleitet.

Für Koch geht die wachsende Kritik am DFB und an der Kommerzialisierung des Fußballs nicht von der Mehrheit der Fans aus. "Wir haben eine überragende Mehrzahl an Fans, die sich für friedlichen Fußball einsetzen. Diejenigen, die dem DFB den Krieg erklären, sind diejenigen, die gestern in München die Sitze herausgerissen haben, auf den Platz geworfen haben, zehn Polizisten verletzt und sich am Tag zuvor in Braunschweig den Polizisten entgegengestellt haben."

Beim Zweitliga-Relegationsspiel gegen Jahn Regensburg hatten Ultras von 1860 München Sitzschalen, Stangen und andere Gegenstände in den Strafraum geworfen und eine 14-minütige Unterbrechung provoziert. Zuvor kam es in der Erstliga-Relegation gegen den VfL Wolfsburg zu einem Platzsturm durch Braunschweig-Anhänger.

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