Weltmeister Matthias Dolderer hat den Sprung auf das Siegerpodest bei der dritten Station der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft in Chiba knapp verpasst. Der 46-Jährige traf in Japan im Final 4 ein Pylon, musste damit seine Sieg-Hoffnungen begraben und mit Rang vier vorliebnehmen. „Am drittletzten Gate hat mich der Wind reingeschoben und ich habe es touchiert. Das ist Racing“, so Dolderer. Den Sieg sicherte sich Lokalmatador Yoshihide Muroya, der seinen Triumph aus dem Vorjahr vor seinen heimischen Fans wiederholen konnte. Die Plätze zwei und drei gingen in die Tschechische Republik: Petr Kopfstein wurde Zweiter, Martin Šonka Dritter.

Chiba (JPN), 04. Juni 2016
– Der deutsche Pilot Matthias Dolderer hat den Sieg bei der dritten Station der Red Bull Air Race Saison 2017 im japanischen Chiba vor 55.000 begeisterten Zuschauern am Renntag (90.000 am gesamten Rennwochenende) knapp verpasst. Im Final 4 traf der 46-Jährige – wie bereits beim Rennen in San Diego – ein Pylon und kassierte dafür eine Drei-Sekunden-Strafe. „Es war eigentlich eine perfekte Woche, aber am drittletzten Gate hat mich der Wind reingeschoben und ich habe es touchiert. Das ist Racing“, so der Tannheimer. „Aber es ist ärgerlich, dass ich wieder so kurz vor Schluss den zweiten oder ersten Platz weggegeben habe.“

Am Ende blieb die Uhr für Dolderer inklusive der Drei-Sekunden-Strafe nach 57,943 Sekunden stehen. Den Sieg sicherte sich Lokalmatador Yoshihide Muroya in 55,288 Sekunden. Der Japaner profitierte bei seinem Erfolg nicht nur vom Mißgeschick Dolderers, sondern auch von einem Fehler von Martin Šonka aus der Tschechischen Republik. Der bisherige WM-Spitzenreiter erzielte die schnellste Netto-Zeit, kassierte aber eine Zwei-Sekunden-Strafe und wurde in 56,533 Sekunden hinter seinem Landsmann Petr Kopfstein (55,846) Dritter.

Muroya übernimmt WM-Führung vor Šonka und Dolderer

Für Muroya, der durch den Sieg mit nunmehr 30 Punkten die Führung im WM-Ranking vor Šonka (ebenfalls 30) übernommen hat, war es der zweite Sieg in Folge bei seinem Heimrennen. Dolderer belegt im Gesamtklassement aktuell mit 23 Zählern den dritten Rang: „Wir sind jetzt sieben Punkte hinter den beiden Spitzenreitern. Die können auch Fehler machen, aber ich darf mir jetzt keine Fehler mehr erlauben.“

In der ersten K.-o.-Runde des Tages, der Round of 14, hatte sich Dolderer souverän gegen Cristian Bolton aus Chile durchgesetzt. Nach einem fehlerfreien Lauf blieb die Uhr für den Tannheimer nach 55,805 Sekunden stehen. Damit war er über drei Sekunden schneller als sein Kontrahent. Es folgte die Round of 8 und damit das Duell gegen den Qualifying-Sieger Pete McLeod. Dolderer musste vorlegen, flog in 55,333 Sekunden eine sehr gute Zeit und setzte den Kanadier damit unter Druck. Der war zwar bei der ersten Zwischenzeit noch schneller als der Deutsche, riskierte dann aber zu viel, überschritt das G-Limit und erhielt ein DNF (Did Not Finish).

Chiba war zum dritten Mal in Folge Austragungsort eines Red Bull Air Race und ist unter den Piloten allein schon aufgrund der vielen Fans an der Strecke sehr beliebt. Beim Red Bull Air Race navigieren die Piloten ihre äußerst leichten und extrem manövrierfähigen Rennflugzeuge mit einer Geschwindigkeit von bis zu 370 km/h und Fliehkräften von bis zu 10G nur wenige Meter über dem Boden durch einen Parcours, der aus 25 m hohen aufgeblasenen Pylonen besteht.

Die nächste Station in der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2017 ist Budapest am 1./2. Juli. Das Rennen feiert in diesem Jahr ein Jubiläum, ist die ungarische Hauptstadt doch bereits zum zehnten Mal Gastgeber eines Red Bull Air Race. Aufgrund der einzigartigen Kulisse mit dem Parlamentsgebäude im Hintergrund gehört Budapest zu den beliebtesten Locations unter den Piloten und bei den Fans. Im vergangenen Jahr triumphierte Matthias Dolderer an gleicher Stelle.

Am Dienstag, den 6. Juni, gibt es im Free-TV auf Sport1 ab 13.30 Uhr nochmal die Highlights von Chiba. Alle Neuigkeiten und weitere Informationen www.redbullairrace.com.

Ergebnisse Rennen Chiba:
1. Yoshihide Muroya (JPN), 2. Petr Kopfstein (CZE), 3. Martin Šonka (CZE), 4. Matthias Dolderer (GER), 5. Michael Goulian (USA), 6. Matt Hall (AUS), 7. Pete McLeod (CAN), 8. Kirby Chambliss (USA), 9. Mikael Brageot (FRA), 10. Juan Velarde (ESP), 11. François Le Vot (FRA), 12. Peter Podlunšek (SLO), 13. Nicolas Ivanoff (FRA), 14. Cristian Bolton (CHI)

WM-Ranking:
1. Yoshihide Muroya (JPN) 30, 2. Martin Šonka (CZE) 30 Punkte, 3. Matthias Dolderer (GER) 23, 4. Petr Kopfstein (CZE) 17, 5. Pete McLeod (CAN) 14, 6. Michael Goulian (USA) 14, 7. Juan Velarde (ESP) 13, 8. Peter Podlunšek (SLO) 12, 9. Kirby Chambliss (USA) 10, 10. Nicolas Ivanoff (FRA) 10, 11. Matt Hall (USA) 8, 12. Cristian Bolton (CHI) 4, 13. Mikael Brageot (FRA) 4, 14. François Le Vot (FRA) 3


Red Bull Air Race Kalender 2017:
10./11. Februar: Abu Dhabi, UAE
15./16. April: San Diego, USA
3./4. Juni: Chiba, Japan
1./2. Juli: Budapest, Ungarn
22./23. Juli: Kazan, Russland
2./3. September: Porto, Portugal
16./17. September: Lausitzring, Deutschland
14./15. Oktober: Indianapolis, USA

Über das Red Bull Air Race:
Gegründet 2003 und seit 2005 die offizielle Weltmeisterschaft des Air Racing, feierte das Red Bull Air Race beim Saisonauftakt 2017 in Abu Dhabi sein insgesamt 75. Rennen. In der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft treffen die weltbesten Piloten in einem Motorsportwettkampf der Extraklasse aufeinander, in der Geschwindigkeit, Präzision und Geschick über Sieg und Niederlage entscheiden. Die Piloten navigieren ihre äußerst leichten und extrem manövrierfähigen Rennflugzeuge mit einer Geschwindigkeit von bis zu 370 km/h und Fliehkräften von bis zu 10G nur wenige Meter über dem Boden durch einen Parcours, der aus 25 m hohen aufgeblasenen Pylonen besteht. Seit 2014 neu im Programm ist der Challenger Cup. Dieser ermöglicht aufstrebenden Talenten nicht nur den Einstieg in die Rennserie, sondern auch die Chance, in die Master Klasse aufzusteigen, in der es um den WM-Titel geht.

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