Hennef/Leipzig, 05. Juli - In der Egidius-Braun-Sportschule in Leipzig starten am heutigen Mittwoch die diesjährigen Fußball-Ferien-Freizeiten der DFB-Stiftung Egidius Braun. Bis Anfang September treffen sich auf Einladung der Stiftung an sechs Standorten insgesamt 80 Fußballvereine mit zusammen rund 1.000 teilnehmenden Jugendlichen im Alter von 13 bis 15 Jahren. Die Einladung ist Dank und Anerkennung für herausragendes ehrenamtliches Engagement in den teilnehmenden Fußballvereinen.

Die Freizeiten selbst waren zu Beginn der 1990er-Jahre eine Idee des heutigen DFB-Ehrenpräsidenten Egidius Braun. Der Aachener wollte den Fußball nie nur für die Großen – gerade die „kleinen Vereine“ sollten den DFB erleben. „Bis heute werden damit Fußballvereine für ihr vielfältiges, ehrenamtliches Bemühen ausgezeichnet. Die Vereine werden in ihrer Heimatregion abgeholt, zu den Freizeitstandorten transferiert, dort untergebracht, verpflegt und betreut. Dafür stehen 750.000 Euro im Haushalt zur Verfügung“, erklärt Stiftungsschatzmeister Dr. Stephan Osnabrügge. „Das Vorschlagsrecht haben die 21 DFB-Landesverbände“, so Dr. Osnabrügge weiter.

Für das neue Freizeitjahr wurden konzeptionelle Veränderungen vorgenommen. So werden die teilnehmenden Fußballvereine künftig in den Sportschulen der DFB-Landesverbände in Bad Malente (Schleswig-Holstein), Edenkoben (Rheinland-Pfalz), Grünberg (Hessen), Hennef (Nordrhein-Westalen), Karlsruhe-Schöneck (Baden-Württemberg) und Leipzig (Sachsen) untergebracht. Zudem wurde die Zielgruppe auf 13- bis 15-jährige Spielerinnen und Spieler fokussiert. „Wir setzen in den Freizeiten künftig gezielt darauf, die Jugendlichen für ehrenamtliche Betätigungen im Fußball zu begeistern, daher die Ausrichtung auf ältere Jugendjahrgänge“, erklärt Tobias Wrzesinski. „Wir wollen gezielt für Trainer- und Schiedsrichter-Tätigkeiten oder auch Funktionen in der Vereinsadministration werben“, so der Stiftungsgeschäftsführer.

Mitarbeiterteam gut vorbereitet

Natürlich steht der Fußball in seinen verschiedenen Spielformen im Vordergrund, die Veranstalter legen jedoch auch großen Wert darauf, das Rahmenprogramm so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten: Besuche in Freizeit- oder Kletterparks finden ebenso statt wie gemeinsame Wanderungen oder unterschiedliche Abenteuer-Erlebnis-Sportangebote. Wichtig ist das Miteinander, wie Klaus Heise betont. Der Westfale koordiniert im Auftrag der Stiftung seit Anbeginn die Freizeiten: „Wir legen viel Wert auf das gemeinschaftliche Erleben. Das beginnt schon mit dem gemeinsamen Essen.“

Das Gelingen der Freizeiten sichert Heise mit einem rund 70-köpfigen Mitarbeiterteam, das sich Anfang Juni im SportCentrum Kamen-Kaiserau zur Jahrestagung getroffen und sich auf den Einsatz in den Freizeiten sorgfältig vorbereitet hat. „Uns ist es ein großes Anliegen, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich für ihre Tätigkeit qualifiziert sind“, unterstreicht Stephan Osnabrügge. In diesem Jahr wurde durch Experten eine Kinderschutzschulung durchgeführt. Gerade dieses Thema ist für die Freizeiten bedeutungsvoll. So ist beispielsweise die Vorlage eines aktuellen erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses für die Mitarbeit in einer Freizeit selbstverständlich.

Bei der Tagung in Kamen-Kaiserau bekamen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei einer Praxiseinheit zudem vertiefte Einblicke in den Hallenfußball nach FIFA-Regeln. Der frühere Nationaltrainer Paul Schomann vermittelte in einer Trainingsstunde aktuelle Tipps und Hinweise aus dem Futsal, die in den Freizeiten an die Fußballvereine weitergegeben werden.

Übersicht über die teilnehmenden Vereine unter www.egidius-braun.de

DFB-Stiftung Egidius Braun
Tobias Wrzesinski
Geschäftsführer
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53773 Hennef
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