• Bayern-Boss fordert Vertragstreue: „Zeigen, wer Herr im Haus ist“
  • Eurosport Experte Sammer über Salihamidzic: „Fähigkeiten erst auf Dauer sichtbar“

    München, 18. August 2017 –
    Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie eine Stimmensammlung aus dem Vorlauf zum Saisoneröffnungsspiel der Fußball-Bundesliga zwischen dem FC Bayern München und Bayer Leverkusen im Eurosport Player.

    Uli Hoeneß (Präsident FC Bayern München) gegenüber Eurosport ...
    ... zur Frage nach seinem Verhältnis zu Matthias Sammer:
    „Das ist ganz ausgezeichnet. Ich finde es unglaublich. Wenn man mal etwas Kritisches sagt, dann wird gleich eine Feindschaft daraus gemacht. Uns kann sowieso nichts mehr trennen, weil wir so viel miteinander erlebt haben. Matthias ist ein hervorragender Fachmann, der für jede Expertenrunde gut ist. Die Zuschauer werden davon profitieren.“
    ... zur langen Sportdirektor-Suche des FC Bayern: „Ich hatte das Glück, dass ich unter Dietmar Cramer trainieren konnte. Eines habe ich mir gemerkt, das war seine Maxime: "Wenn es besser geht, dann ist gut nicht gut genug.“ Das ist etwas, dass für den FC Bayern gilt. Der Spruch gehört eigentlich prämiert.“
    ... zum Umgang mit Spielerverträgen: „Der dümmste Berater kann nichts machen, wenn der Spieler nicht mitspielt. Deswegen muss man die beiden als Team sehen. Wir müssen alle wieder zeigen, wer Herr im Haus ist. Das sind die Vereine, die hoffentlich vernünftige und wasserdichte Verträge machen. Wenn du diese Stärke in deinen Verträgen hast, dann können Spieler und Berater machen, was sie wollen. Wir müssen wieder dahin kommen, dass ein Vertrag ein Vertrag ist.“
    ... zum Streitfall Dembélé und einer möglichen Einflussnahme durch den FC Barcelona: „Wenn Dortmund 120, 130 oder 150 Millionen Euro Schmerzensgeld bekommt, dann ist Dortmund doch der Gewinner und nicht der Spieler. Es kann aber nicht sein, dass der Spieler den Preis bestimmt. Wenn Barcelona dahinter steckt, dann habe ich keine Achtung mehr vor dem Klub. Einen Spieler dazu zu veranlassen, einen Vertrag zu brechen, das ist unterste Kreisklasse. Diesen Preis zahle ich als Verein nicht.“
    ... zum Thema Gewalt im Fußball: „Natürlich bin ich für Kommunikation und nicht für Konfrontation. Man muss gemeinsam Lösungen finden. Eines muss aber auch von vornherein klar sein: Nicht die Ultras werden am Ende zu sagen haben, wie ein Fußballverein zu führen ist.“
    ... zu seiner Zukunft beim FC Bayern: „Wenn man älter wird, dann kommen die Diskussionen. Ich könnte es mir doch leicht machen. Ich bin 65, habe alles gewonnen und wahrscheinlich genug Geld, um mit meiner Familie gut bis ans Lebensende zu leben. Ich könnte mich an den Tegernsee oder auf den Golfplatz setzen. Das ist aber nicht Uli Hoeneß. Ich habe eine Lebensaufgabe, das ist der FC Bayern München. Den will ich so übergeben, dass jeder sagt „wow“. Das ist das Ziel.“

    Hasan Salihamidzic (Sportdirektor FC Bayern München) gegenüber Eurosport ...
    ... zum Lob von Uli Hoeneß:
    „Ich freue mich sehr, wenn Uli Hoeneß so etwas sagt. Ich bin mit Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge im ständigen Austausch. Wir bilden ein sehr gutes Trio.“
    ... zur Lage vor dem Saisonauftakt: „Die Vorfreude ist sehr groß. Die Spieler sind hungrig und gierig. Wir wollen einen guten Start haben. Das Spiel wird in 190 Ländern übertragen, das ist eine super Werbung für die Bundesliga und auch für uns.“

    Heiko Herrlich (Trainer Bayer Leverkusen) gegenüber Eurosport ...
    ... zur Nichtberücksichtigung von Kevin Kampl in der Startelf:
    „Kevin Kampl konnte die letzten drei Tage nicht trainieren. Er hat einen Schlag auf den Oberschenkel bekommen. Die Idee war aber auch schon Anfang der Woche, dass wir mit drei schnellen offensiven Spielern hinter Kevin Volland agieren wollen.“

    Eurosport Experte Matthias Sammer ...
    ... zu den Vorschusslorbeeren für Sportdirektor Hasan Salihamidzic:
    „Es ist irgendwo verrückt. Wir alle sind Bestandteil dieser verrückten Welt. Lassen wir ihn doch in Ruhe arbeiten. Wir müssen ihn jetzt nicht kritisieren oder loben. Seine strategischen Fähigkeiten werden erst auf Dauer sichtbar.“
    ... zur Form des FC Bayern: „Es wurde in der Vorbereitung viel über die Bayern diskutiert, da war vieles problematisch. Im Supercup gegen Dortmund war schon ein bisschen mehr Stabilität da. Im Pokal gegen Chemnitz waren sie dann schon wieder total überlegen. Das war schon der nächste Schritt. Der FC Bayern ist auf dem Weg, aber noch nicht in Topform.“
    ... zum neuen Bayer-Coach Heiko Herrlich: „Für Heiko Herrlich ist es ein großer, aber verdienter Schritt. Er ist seinen Weg stetig gegangen und hat in Regensburg einen fantastischen Job gemacht. Sie gewöhnen sich bei Bayer langsam aneinander, aber sie brauchen noch ein wenig Zeit.“
    ... zur Frage, ob Bayer Leverkusen noch Verstärkung in der Offensive benötige: „Sie bräuchten noch einen offensiven Spieler, aber du kannst ihn dir nicht schnitzen. Man muss sehen, was auf dem Markt ist. Grundsätzlich glaube ich aber, dass sie vorne noch etwas machen müssen.“
    ... zur WM-Saison und der Bedeutung für die Spieler: „Zum jetzigen Zeitpunkt ist die WM so weit weg wie die Erde vom Mond. Als Spieler konzentrierst du dich jetzt vor allem auf deine körperliche Fitness, aber die WM ist noch ganz weit weg.“



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    Eurosport Presse

    Dominik Mackevicius (dominik_mackevicius@discovery.com)
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