Hennef/Zweibrücken, 07. September - Mitten im Herzen der Justizvollzugsanstalt Zweibrücken auf einer eigens eingerichteten „Street Soccer Arena“ des Südwestdeutschen Fußballverbandes spielten sechs Mannschaften am vergangenen Samstag um den Sepp-Herberger-Pokal der Frauen. Nach spannenden Spielen holte sich die Gastmannschaft des TuS Rimschweiler den ersten Platz. Den Siegerpokal überreichten Jürgen Veth, Kuratoriumsmitglied der Sepp-Herberger-Stiftung und 1. Vizepräsident des Südwestdeutschen Fußballverbandes, sowie Mark Rheimheimer, Pressesprecher der Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens. Erstmals fand neben dem Herren-Turnier, das bereits am 24. Juni 2017 in der JVA Neuburg-Herrenwörth ausgetragen wurde, ein eigenes Turnier für weibliche Jugendstrafgefangene statt.

Besonderer integrativer Charakter
Auf Einladung der Sepp-Herberger-Stiftung, des Südwestdeutschen Fußballverbandes und der Bundesagentur für Arbeit traten jeweils zwei Damen-Teams der JVA Zweibrücken und der JVA Köln an, die Teil der Initiative „Anstoß für ein neues Leben“ sind. Das bundesweit einzigartige Projekt der DFB-Stiftung Sepp Herberger unterstützt die Resozialisierung jugendlicher Strafgefangener. Gemeinsam mit starken Partnern bereiten sich die Teilnehmer in den Kategorien „Fußball“, „Arbeit / Beruf“ und „Soziales“ auf die Zeit nach Ihrer Inhaftierung vor.
Einen besonderen integrativen Charakter hatte die Veranstaltung durch die zusätzliche Teilnahme zweier Damen-Mannschaften des örtlichen Fußballvereins TuS Rimschweiler. „Es war toll zu sehen, wie schnell Vorurteile und Barrieren zwischen den einzelnen Teams abgebaut werden konnten. Der Fußball kann hier als Wertevermittler, aber auch als Brückenbauer in die „Fußballfamilie“, die rund 25.000 Fußballvereine in Deutschland, viel bewegen“, betonte Veth.

Spezielle Fair-Play-Regeln
Beim Turnier wurde mit speziellen Fair-Play-Regeln gespielt. So konnten die Teams Zusatzpunkte für die Einhaltung bestimmter Regeln, wie „kein Grätschen“, „Anerkennung des Anderen“, „Begrüßungen & Verabschiedung per Handschlag“, erzielen. „Über das Fußballspielen lernen die Jugendlichen bereits wichtige soziale Kompetenzen, die für ihr zukünftiges Arbeitsleben eine große Rolle spielen können. Mit unseren weiteren Maßnahmen, beispielsweise die individuellen Beratungsangebote, möchten wir Ihnen eine berufliche Perspektive bieten“, hob Rheimheimer, Vertreter der Bundesagentur für Arbeit, hervor.

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