• Eurosport Experte kritisiert Bundesliga-Klubs: „Nur wenige wollen mit Ball agieren“
  • Schalke-Boss Heidel will „neue Identifikationsfiguren entwickeln“
  • Goretzka selbstkritisch nach vergebener Großchance: „Den hätte meine Oma gemacht“
  • Bayer-Coach Herrlich zufrieden: „Tolle Moral gezeigt“

    München, 29. September 2017 –
    Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie eine Stimmensammlung zum Freitagsspiel am 7. Spieltag der Fußball-Bundesliga zwischen dem FC Schalke 04 und Bayer 04 Leverkusen (1:1) im Eurosport Player.

    Christian Heidel (Vorstand Sport FC Schalke 04) gegenüber Eurosport (vor dem Spiel) ...
    ... zu Trainer Domenico Tedesco:
    „Es gibt keinen Verein, der nicht davon träumt, Kontinuität reinzubringen und fünf, sechs oder sieben Jahre erfolgreich mit einem Trainer zu arbeiten. Domenico ist kein typischer Bundesligatrainer. Er ist ein Trainer, der einen anderen Weg gegangen ist. Tedesco hat zehn Jahre Trainererfahrung, er ist kein unerfahrener Trainer. Er ist ein sehr intelligenter und auch autoritärer Typ. Der hat keine Angst und ist zu 100 Prozent authentisch. Wir werden aber trotzdem Fußballspiele verlieren, auch er braucht Zeit. Die Ruhe, die er ausstrahlt, imponiert mir. Deswegen habe ich da insgesamt ein gutes Gefühl.“
    ... zu Identifikationsfiguren auf Schalke: „Wir hatten in den letzten zehn bis 14 Monaten schon einen Umbruch auf Schalke. Ich kann die Sehnsucht der Fans nach Identität nachvollziehen. Deswegen ist mir wichtig, dass wir viel Geld in die Hand nehmen und in die Knappenschmiede investieren. Mit Weston McKennie haben wir jetzt einen hochgezogen. Er hat mit 19 Jahren schon Bundesliga-Qualität. Wir haben vor, Talente nach oben zu bringen. Es müssen sich neue Identifikationsfiguren entwickeln.“
    ... zur Investition in die Infrastruktur: „Die Infrastruktur stand nie im Vordergrund, es wurde immer auf den kurzfristigen sportlichen Erfolg geschaut. Der Fußball hat sich aber brutal verändert. Andere Vereine haben uns überholt. Wir haben den Druck, da aufzuholen. Unser Anspruch ist es aber, dass wir trotz der Investitionen in die Infrastruktur besser als Platz zehn abschneiden.“
    ... zum Startelf-Comeback von Breel Embolo: „Breel hat eine fürchterliche Verletzung gehabt. Da war eigentlich alles durch und nicht wenige haben an seiner Rückkehr gezweifelt. Wie er sich wieder ran gekämpft hat, das ist unglaublich. Am siebten Spieltag der Vorsaison hat er sich verletzt, jetzt kehrt er am siebten Spieltag in die Startelf zurück. Er ist wie ein Neuzugang für uns.“

    Domenico Tedesco (Trainer FC Schalke 04) gegenüber Eurosport ...
    ... zum Schiedsrichter und zum Videobeweis:
    „Es ist gut, dass sich der Schiedsrichter die Szene selber nochmal angeschaut hat. Ich finde das gut, das ist ein Fortschritt.
    ... zum Spiel: „Wir sind auf einem guten Weg. Aber wir haben es heute gegen einen sehr guten und ballsicheren Gegner nicht gemacht. Die Chancen waren da, um das Spiel zu gewinnen. Wir nehmen den Punkt mit. Wer weiß, wofür er gut ist.“
    ... zur Bedeutung des Spiels gegen Bayer und der Schalker Ausrichtung auf Ballbesitz (vor dem Spiel): „Jedes Spiel ist wichtig. Wir sind in einem positiven Entwicklungsprozess, das möchten wir unterstreichen. Ballbesitz haben wir trainiert. Aber er nutzt dir nur etwas, wenn man schnell Torgefahr ausstrahlt. Das wollen wir in jedem Spiel sehen.“

    Leon Goretzka (FC Schalke 04) gegenüber Eurosport: „Es fühlt sich wie zwei verlorene Punkte an. Für die Fans war es aber ein attraktives Spiel. Ich habe noch eine riesen Torchance, die ich eigentlich machen muss. Ich drehe mich und verliere ein bisschen die Orientierung. Meine Oma hätte den wohl gemacht. Ansonsten hatten wir viele Gelegenheiten, die wir konzentrierter zu Ende spielen müssen. Wenn wir das 2:0 machen, dann ist das Ding gegessen.“

    Heiko Herrlich (Trainer Bayer 04 Leverkusen) gegenüber Eurosport ...
    ... zum Spiel:
    „Es war ein Kampfspiel, beide Mannschaften haben mit offenem Visier gespielt. Wir sind natürlich zufrieden, dass wir nach zwei Auswärtsniederlagen nun auf Schalke einen Punkt mitgenommen haben. Mit dem Ergebnis und der Leistung bin ich zufrieden. Die Mannschaft hat tolle Moral gezeigt und versucht, das Spiel zu drehen.“
    ... zu Schalke-Trainer Domenico Tedesco (vor dem Spiel): „Großes Kompliment, ich habe Respekt vor seiner Arbeit. Damals in Stuttgart und auch in Aue hat er einiges geleistet.“

    Lars Bender (Bayer 04 Leverkusen) gegenüber Eurosport: „Wir sind gut reingekommen, verlieren dann aber den Faden und geraten in Rückstand. Dann ist es auf Schalke schwer. Umso schöner, dass wir heute mal Moral gezeigt haben und zurückgekommen sind. Das Unentschieden geht in Ordnung. Wir müssen heute mit dem Punkt zufrieden sein.“

    Eurosport Experte Matthias Sammer ...
    ... zum Leverkusener Spiel:
    „Bailey war der Dosenöffner. Bellarabi zu wenig, Brandt zu wenig. Die Körpersprache macht mich wahnsinnig. Da fehlen die letzten fünf Prozent, das macht mich rasend. Talent alleine genügt nicht. Sie bringen es nicht zu Ende.“
    ... zur Entlassung von Carlo Ancelotti beim FC Bayern: „Es ist traurig, weil es immer Menschen betrifft. Am Ende ist der Trainer immer das schwächste Glied. Man hatte am Ende nicht mehr das Gefühl, dass es noch eine Einheit ist. Dann muss man Konsequenzen ziehen.“
    ... zu den Unstimmigkeiten zwischen Rummenigge und Hoeneß: „Karl-Heinz und Uli haben Großes geleistet und leisten immer noch Großes. Der Klub ist wahnsinnig gut aufgestellt, aber in der Führung müssen wieder die totale Einheit und der Zusammenhalt spürbar sein. Das wird auch die Mannschaft spüren und die nötigen Prozentpunkte bringen. Das ist nicht viel, aber elementar.“
    ... zur Arbeit von Christian Heidel auf Schalke: „Die Mannschaft ist auf dem Weg, aber es gibt noch einiges zu tun. Die Grundlage scheint gegeben, aber die Frage ist, wie viel Zeit man hier hat.“
    ... zum Leverkusener Kai Havertz: „Havertz ist ein Riesentalent. Er hört den ganzen Tag, dass er ein wunderbarer Fußballer ist. Aber Talent alleine reicht nicht mehr. Wenn du international spielen willst, dann gehört mehr dazu.“
    ... zum deutschen Fußball im internationalen Vergleich: „Ich glaube, dass er nur durchschnittlich ist. Im ganzen Durchschnittsbrei ist allgemein eine Tendenz erkennbar, diesen abzusichern. Damit wird man sportlich und auch vom Geist her keine Entwicklung in Gang setzen. Nur ganz wenige Mannschaften versuchen mit dem Ball zu agieren. Es sind vielleicht vier oder fünf in der Bundesliga. Alle anderen versuchen, zu verteidigen oder das Spiel zu zerstören. Das ist zu wenig.“


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    Dominik Mackevicius (dominik_mackevicius@discovery.com)
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