Yoshihide Muroya neuer Weltmeister

Indianapolis, 16. Oktober 2017 - Der Deutsche Matthias Dolderer hat mit einem fantastischen zweiten Platz beim Red Bull Air Race Saisonfinale auf dem Indianapolis Motor Speedway in den USA einen versöhnlichen Saisonabschluss gefeiert. Auf dem „Heiligen Gral“ des Motorsports musste sich der Tannheimer lediglich dem neuen Weltmeister Yoshihide Muroya aus Japan geschlagen geben, der Martin Šonka aus der Tschechischen Republik den Titel in allerletzter Sekunde noch vor der Nase wegschnappte. Dritter im WM-Gesamtranking wurde der Kanadier Pete McLeod, Dritter in Indianapolis der Spanier Juan Velarde.


Was für ein Showdown bei der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2017: Mit vier Punkten Rückstand im WM-Ranking auf Spitzenreiter Šonka war Muroya in das achte und letzte Saisonrennen auf dem Indianapolis Motor Speedway gestartet. Insgesamt hatten vor dem Rennen noch vier Piloten die Chance, Weltmeister zu werden. Doch sowohl McLeod als auch Kirby Chambliss (USA) mussten ihren Traum vom Titel bereits in der ersten K.-o.-Runde des Renntages, der Round of 14, begraben. Auch Šonka musste lange zittern, schaffte nur als „Fastest Loser“ den Sprung in die Round of 8, nachdem er sein Duell gegen Muroya verloren hatte.

Nachdem beide übriggebliebenen Titelaspiranten ihre Duelle in der Round of 8 gewonnen hatten, musste die Entscheidung im Final 4 fallen. Muroya musste als erster Pilot in den Track und lieferte genau zum richtigen Zeitpunkt fulminant ab. In 1:03.026 Minuten erzielte er die schnellste Zeit des gesamten WM-Wochenendes und setzte damit seine Kontrahenten – insbesondere Šonka – unter Druck. Der Tscheche konnte dem Druck nicht standhalten, beendete das Rennen auf dem vierten Platz und musste sich damit auch im Kampf um den WM-Titel geschlagen geben. Für Muroya (74 Punkte) war es der erste WM-Triumph in seiner Karriere. Šonka (70) sicherte sich Rang zwei, McLeod (56) Rang drei.

Dolderer: „2018 will ich mir die Trophäe von Yoshi wieder zurückholen“

Platz zwei in Indianapolis sicherte sich Matthias Dolderer vor dem Spanier Juan Velarde. Für den deutschen Weltmeister von 2016 war es der erhoffte versöhnliche Saisonabschluss, nachdem es in den bisherigen sieben Rennen nur zu einem Podiumsplatz – Rang drei in San Diego – gereicht hatte. „Es ist schön, wieder auf dem Podium zu stehen. Es hat ja auch eine Weile gedauert“, erklärte der 46-Jährige bei der abschließenden offiziellen Pressekonferenz. „Ich liebe Indianapolis. Das heutige Ergebnis ist sehr wichtig für mich und das Team – vor allem mit Blick auf das kommende Jahr. Wir sind ‚back in the track‘. Wir werden die Saison jetzt erst einmal analysieren und uns dann auf das kommende Jahr fokussieren. 2018 will ich mir die Trophäe wieder von Yoshi zurückholen.“

Insgesamt verfolgten 40.750 Zuschauer das Renngeschehen auf dem Indianapolis Motor Speedway am gesamten Wochenende.

Neben den Master Class Piloten ermittelten in Indianapolis auch die zahlreichen Nachwuchstalente der Challenger Class im Challenger Cup ihren neuen Meister. Aufgrund der Wetterbedingungen musste das Rennen allerdings abgesagt werden. Der Sieger des Rennens ergab sich folglich aus dem Ergebnis des Qualifyings, das die Französin Melanie Astles für sich entschieden hatte. Den Meistertitel sicherte sich zum zweiten Mal nach 2016 der Deutsche Florian Bergér, der mit 38 Punkten den Schweden Daniel Ryfa (34) und den Polen Luke Czepiela (34) auf die Plätze verwies. „Es war eine großartige Saison, ich habe bei jedem Rennen, das ich bestritten habe, auf dem Podium gestanden“, so Bergér.

Am Samstag, den 21. Oktober, sind auf Sport1+ um 08.50 Uhr noch einmal die Highlights aus Indianapolis zu sehen. Alle Neuigkeiten und weitere Informationen, u.a. zu den Tickets: www.redbullairrace.com.

Ergebnis Master Class Rennen Indianapolis 2017:
1. Yoshihide Muroya (JPN), 2. Matthias Dolderer (GER), 3. Juan Velarde (ESP), 4. Martin Šonka (CZE), 5. Petr Kopfstein (CZE), 6. Mikaël Brageot (FRA), 7. Michael Goulian (USA), 8. Matt Hall (AUS), 9. Cristian Bolton (CHI), 10. Kirby Chambliss (USA), 11. Pete McLeod (CAN), 12. François Le Vot (FRA), 13. Nicolas Ivanoff (FRA), 14. Peter Podlunšek (SLO)

Endstand Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2017:
1. Yoshihide Muroya (JPN) 74 Punkte, 2. Martin Šonka (CZE) 70, 3. Pete McLeod (CAN) 56, 4. Kirby Chambliss (USA) 53, 5. Petr Kopfstein (CZE) 43, 6. Matt Hall (AUS) 40, 7. Matthias Dolderer (GER) 39, 8. Juan Velarde (ESP) 37, 9. Michael Goulian (USA) 28, 10. Mikaël Brageot (FRA) 24, 11. Nicolas Ivanoff (FRA) 16, 12. Peter Podlunšek (SLO) 14, 13. Cristian Bolton (CHI) 9, 14. François Le Vot (FRA) 9

Red Bull Air Race Kalender 2017:
10./11. Februar: Abu Dhabi, UAE
15./16. April: San Diego, USA
3./4. Juni: Chiba, Japan
1./2. Juli: Budapest, Ungarn
22./23. Juli: Kazan, Russland
2./3. September: Porto, Portugal
16./17. September: Lausitzring, Deutschland
14./15. Oktober: Indianapolis, USA

Über das Red Bull Air Race:
Gegründet 2003 und seit 2005 die offizielle Weltmeisterschaft des Air Racing, feierte das Red Bull Air Race beim Saisonauftakt 2017 in Abu Dhabi sein insgesamt 75. Rennen. In der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft treffen die weltbesten Piloten in einem Motorsportwettkampf der Extraklasse aufeinander, in der Geschwindigkeit, Präzision und Geschick über Sieg und Niederlage entscheiden. Die Piloten navigieren ihre äußerst leichten und extrem manövrierfähigen Rennflugzeuge mit einer Geschwindigkeit von bis zu 370 km/h und Fliehkräften von bis zu 10G nur wenige Meter über dem Boden durch einen Parcours, der aus 25 m hohen aufgeblasenen Pylonen besteht. Seit 2014 neu im Programm ist der Challenger Cup. Dieser ermöglicht aufstrebenden Talenten nicht nur den Einstieg in die Rennserie, sondern auch die Chance, in die Master Klasse aufzusteigen, in der es um den WM-Titel geht.

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