• FC-Sportdirektor: „Trainerfrage stellt sich momentan nicht“
  • RB-Coach Hasenhüttl macht Kampfansage: „Haben noch Luft nach oben“
  • Hamann bemängelt fehlende Weitsicht des FCB: „Probleme aufgeschoben, nicht aufgehoben“
  • Hitzfeld rät: „Nagelsmann sollte weiter Erfahrungen in Hoffenheim sammeln“

    Unterföhring, 15. Oktober 2017 - In „Wontorra – der Fußball-Talk“ sprachen u.a. Jörg Schmadtke und Dietmar Hamann bei Sky Sport News HD über aktuelle Themen.

    Jörg Schmadtke (Sportdirektor 1. FC Köln) ...
    … zur Frage, ob sich alles gegen den 1. FC Köln verschworen habe:
    „Wenn man oberflächlich drauf schaut, dann kann den Eindruck haben, dass sich alles gegen uns verschworen hat. Wir müssen die Situation annehmen und das Beste daraus machen.“
    … zum Videobeweis: „Vom Grundsatz her bin ich ein Befürworter des Videobeweises. Aber das Problem ist, dass der Videoassistent eingeführt worden ist, um weniger Diskussionen und mehr Fairness zu haben. Da muss man am 8. Spieltag sagen, dass das nicht gelungen ist. Es verändert den Spielfluss und es kommt eine psychologische Komponente hinzu. Dazu hat sich Netto-Spielzeit verlängert.“
    … zur aktuellen Situation beim 1. FC Köln und möglichen Fehlentscheidungen: „Wir haben Entscheidungen getroffen und man muss feststellen, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt Probleme mit diesen Entscheidungen haben. Deswegen haben wir nur einen Punkt. Das alles erklärt aber nicht 17 Gegentore. Es spielen mehrere Faktoren eine Rolle, ein Faktor ist auch die Transferpolitik.“
    … zur Jobgarantie für Trainer Peter Stöger: „Zum jetzigen Zeitpunkt stellt sich Frage nicht. So lange ich ein gutes Gefühl habe, so lange gibt es keine Diskussion.“
    … zur Trainerpersönlichkeit Jupp Heynckes: „Jupp Heynckes ist nicht nur eine Autorität für die Triple-Sieger von damals. Er ist doch eine Autorität für jeden, egal wo er steht.“

    Ralph Hasenhüttl (Trainer RB Leipzig) ...
    … zum Sieg in Dortmund:
    „Wir wollten etwas Großartiges leisten und ein Spektakel bieten. Das Spiel war Werbung für die Bundesliga. Für uns war es ein wichtiges Ausrufezeichen, deswegen sind wir heute sehr glücklich. Wenn wir den heißen Herbst überstehen, dann haben wir noch Luft nach oben. Ich mache mir um uns keine Sorgen.“
    … zum Trainercomeback von Jupp Heynckes: „Jupp hat einen überragenden Einstand gehabt. Man wird sehr schnell seine Handschrift erkennen. Sie waren gestern schon wieder viel kompakter und haben weiniger zugelassen. Wir werden versuchen, sie ein bisschen zu kitzeln, damit sie immer top Leistungen bringen müssen.“
    … zu seiner Zukunft und einem möglichen Job beim FC Bayern: „Das ist für mich im Moment überhaupt kein Thema. Ich habe hier eine wunderschöne Aufgabe zu erfüllen und bin dabei, mir meine nächsten Sporen als Trainer zu verdienen. Ich fühle mich in Leipzig pudelwohl. Wir haben hier eine richtig geile Truppe am Start. Deswegen mache ich mir darüber im Moment überhaupt keine Gedanken.“

    Sky Experte Dietmar Hamann ...
    … zum Trainercomeback von Jupp Heynckes:
    „Ich glaube, dass die Probleme des FC Bayern nur aufgeschoben und nicht aufgehoben sind. Vor fünf Jahren wurde Heynckes vor der Rückrunde mitgeteilt, dass er sechs Monate später nicht mehr im Amt sein wird. Vier oder fünf Jahre später wird er als Allheilsbringer verkauft. Ich war überrascht, dass es nicht mehr Kritik gab. Mich wundert schon die fehlende Weitsicht des Klubs. Die Champions-League-Sieger von damals sind im Spätherbst ihrer Karriere. Nur mit moderieren kannst du diese Mannschaft nicht zum Erfolg führen. Es werden Rückschläge kommen.“
    … zu den Aufgaben beim FC Bayern: „Der entscheidende Punkt wird sein, dass sie wieder auf dem Platz erfolgreich sind. Sie müssen Leute finden, die die Mannschaft in den nächsten Jahren führen. Das ist eine Herkules-Aufgabe für den Sportdirektor. Hasan Salihamidzic hat die wichtigste Position im ganzen Verein. Er ist verantwortlich dafür, welcher Trainer und welche Spieler geholt werden. In den letzten Wochen war es beim FC Bayern wie in der großen Koalition, das war Stillstand.“
    … zum Anforderungsprofil für den neuen Trainer des FC Bayern: „Er muss nach oben und unten moderieren. Wichtig ist das Thema Kaderplanung, das ist die größte Frage. Wenn du die Mannschaft nicht hast, dann kannst du einen Tuchel, Nagelsmann oder einen Löw hinsetzen. Dann wird es für alle schwer.“

    Ottmar Hitzfeld (ehemaliger Erfolgstrainer) ...
    … zu Julian Nagelsmann als Bayern-Trainer:
    „Für Julian Nagelsmann wäre es vielleicht gut, wenn er noch ein paar Jahre bei Hoffenheim bleibt und auch internationale Erfahrung sammelt. Bei Bayern wird alles untersucht, da sind überall Detektive, die suchen nach den kleinsten taktischen Fehlern. In einem kleineren Verein kann man noch Fehler machen. Irgendwann wird sein Weg sowieso zu Bayern München führen.“


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