• Borussias Sportdirektor lobt Liga: „Talente können sich entwickeln“#
  • Eberl spricht sich für Ausbildung zum Sportdirektor aus
  • Hamann: „Bürki-Diskussion kann nicht mit Vertragsverlängerung beendet werden“
  • Sky Experte sieht Heynckes-Effekt, aber „mittel- und langfristige Wirkung muss man abwarten“

    Unterföhring, 22. Oktober 2017
    - In „Wontorra – der Fußball-Talk“ sprachen u.a. Max Eberl und Dietmar Hamann bei Sky Sport News HD über aktuelle Themen.

    Max Eberl (Sportdirektor Borussia Mönchengladbach) ...

    … zur 1:5-Heimpleite gegen Bayer Leverkusen:
    „Die Zeit von 16.30 bis 17.15 Uhr hat uns alle maßlos geärgert. In der ersten Halbzeit haben wir die beste Halbzeit der Saison gespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir alles nicht mehr gemacht und in acht Minuten drei Gegentore bekommen. Wir müssen stabil werden.“

    … zum Gladbacher Weg: „Wir haben eine Idee, die wir verfolgen. Die Fohlen-Philosophie gibt es in Gladbach seit den 1970er Jahren. Sie hat den Klub einzigartig gemacht und ihm eine ganz besondere DNA gegeben. Es war schwierig, diese DNA 40 Jahre später wiederzufinden. Unsere Idee war kein Hexenwerk, aber es ist unser Ansatz. Wir wollen junge Spieler finden, fördern und mit ihnen erfolgreich sein. Unsere Konkurrenten in der Bundesliga machen das auch sehr gut, die Idee haben wir nicht exklusiv. Talente können sich bei uns in Deutschland gut entwickeln, sie kommen auch aus Frankreich und England zu uns. Wir haben uns einen Namen erarbeitet, das ist gut für die Bundesliga.“

    … zur Frage, ob er eine Ausbildung zum Sportdirektor für sinnvoll halte: „Ich habe damals vier Jahre die Akademie leiten, praxisnah arbeiten und auch Fehler machen dürfen. Das war für mich wie eine Ausbildung. Nach einer Tätigkeit im Jugendbereich ist es einfacher, den Übertrag in dieses Showbusiness Fußball zu schaffen. Ich plädiere dafür, dass es eine Ausbildung oder ein Studium gibt. Oder zumindest die Jugendakademien zu leiten, weil das die beste Ausbildung ist, die man haben kann.“

    … zu den Spekulationen um einen Wechsel zum FC Bayern im vergangenen Frühjahr: „Ich möchte über diese Thematik nicht mehr reden. Ich habe mich damals im Mai für etwas entschieden und meinen Vertrag bis 2022 verlängert. Mein Klub hat mir eine Wertschätzung gegenüber gemacht, über die ich mich sehr gefreut habe.“

    … zum HSV: „Die Unruhe der letzten Jahre fängt man nicht in einem Jahr auf. Mit Heribert Bruchhagen hat man jemanden geholt, der versucht, Ruhe reinzubringen. Markus Gisdol macht einen sehr guten Job. Sie haben keine schlechte Mannschaft, sie sind auf dem richtigen Weg. Ich glaube, dass es richtig ist, an Markus Gisdol festzuhalten.“

    … zur Frage nach den Titelanwärtern in der Liga: „Leipzig ist für den FC Bayern und Borussia Dortmund ein großer Herausforderer. Sie bekommen alle Spieler gut und frisch auf den Platz. Ich glaube, dass Leipzig den Bayern in dieser Saison sehr gefährlich werden kann.“

    Sky Experte Dietmar Hamann ...

    … zur Vertragsverlängerung von Roman Bürki:
    „Die Kritik an Roman Bürki war sachlich in den letzten Wochen, da muss er sich selber wieder rausholen. Die Diskussion über diese Personalie mit einer Vertragsverlängerung zu beenden, das halte ich für die falsche Lösung. Wenn ich schlechte Phasen hatte, dann hat leider keiner der Vereine meinen Vertrag verlängert.“

    … zur ersten Bilanz von Jupp Heynckes: „Die Spieler haben kein Alibi mehr. Sie stehen mehr in der Verantwortung und nehmen das an. Es scheint so zu sein, dass man wieder einen Trainer hat, an den man mehr glaubt als an Ancelotti. Die erste Wasserstandsmeldung kann man aber erst in einigen Wochen machen. Jetzt stehen die Leipziger mit ihrer gefährlichen Mannschaft vor der Türe. Der Trainerwechsel hat kurzfristig gefruchtet, ob das mittel- und langfristig so sein wird, das muss man abwarten.“

    … zur Situation beim Hamburger SV: „Auf die Leistung gegen den FC Bayern können sie aufbauen. Sie haben den Bayern einen großen Kampf geliefert und sich hoffentlich auch ein bisschen Selbstvertrauen zurückgeholt. Selbst wenn es in Berlin nicht so laufen sollte glaube ich, dass Gisdol Trainer bleiben wird.“

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