• Werder-Coach Nouri: "Müssen Erfolgserlebnis im Pokal erzwingen"
  • Sportdirektor hält 'Schmadtke-Raus-Rufe' aus: "Werde nicht depressiv"
  • Werder-Boss Bode steht weiter hinter Trainer: "Kein Endspiel für Alex Nouri"
  • Eurosport Experte Sammer: Müller wird FCB sportlich und hierarchisch fehlen

    München, 22. Oktober 2017
    - Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie eine Stimmensammlung zum Sonntagsspiel am 9. Spieltag der Fußball-Bundesliga zwischen dem 1. FC Köln und Werder Bremen (0:0) im Eurosport Player.

    Peter Stöger (Trainer 1. FC Köln) gegenüber Eurosport ...

    ... zum Spiel:
    "Es ist schwierig, das war etwas für einen Vegetarier. Das ist nicht Fisch nicht Fleisch, damit kannst du nichts anfangen. Die Jungs haben alles gegeben, da war Leidenschaft drin. Da war alles dabei, das man braucht, um da unten rauszukommen. Wir können jammern wie wir wollen, es waren Chancen genug da. Wenn du die nicht nutzt, dann wird es schwierig."

    ... zur Frage nach der sportlichen Perspektive: "Wenn ich unsere Möglichkeiten sehe und wenn wir die Tore machen, dann können wir da unten rauskommen. Da wäre ich gerne dabei."

    ... zur Ausgangslage (vor dem Spiel): "Es ist ein wichtiges Spiel für uns, das wissen wir. Aber es gibt auch andere Perspektiven. Wir setzen uns seit Wochen mit der Situation auseinander. Spiele werden durch Kleinigkeiten entschieden. Wenn man zu viele Fehler macht, dann ist es keine Überraschung, dass wir da unten stehen. Dass wir mit einem Punkt da unten stehen, das spiegelt das Ganze nicht wieder. Aber im Grunde stehen wir zu Recht da unten. Von der Stimmung und der Emotion ist es heute wie ein Endspiel für uns."

    Dominic Maroh (1. FC Köln) gegenüber Eurosport: "Unsere Fans waren extrem positiv und extrem gepusht. So kenne ich sie auch. Wir alle haben uns das ein bisschen anders vorgestellt. Auch heute haben wir uns alle wieder reingehauen, aber wir hauen uns das Ding wieder selber von der Linie. Wir machen aus zwei Riesenchancen gar nichts. Das ist unfassbar und tut mir weh. Es bringt nichts, wir müssen weitermachen und die Ruhe bewahren."

    Jörg Schmadtke (Sportdirektor 1. FC Köln) gegenüber Eurosport (vor dem Spiel)

    ... zu seiner Gefühlslage vor der Partie:
    "Wir sind positiv aufgeladen und in guter Erwartung, dass wir ein kampfbetontes Spiel mit einem guten Ausgang für uns sehen."

    ... zur Frage, wie er mit den 'Schmadtke-Raus-Rufen' umgehe: "Ich nehme sie zur Kenntnis, ich möchte es nicht haben, aber es gehört dazu. Aber ich fange nicht an, depressiv zu werden oder mich zu verabschieden. Es mögen Dinge falsch gelaufen sein, aber wir müssen auch das Recht haben, diese zu korrigieren."

    ... zur Situation des Trainers und seiner Idee: "Die Idee im Moment ist, dass es keine Trainerdiskussion gibt."

    Alexander Nouri (Trainer Werder Bremen) gegenüber Eurosport ...

    ... zum Spiel:
    "Wir müssen weiter intensiv an den Dingen arbeiten. Auf beiden Seiten hat die Leichtigkeit gefehlt, aber die Einstellung und die Moral haben gestimmt. Beide wollten gewinnen, zum Schluss war es ein offener Schlagabtausch. Irgendwann müssen wir dieses Erfolgserlebnis einfach erzwingen. Am besten schon am Mittwoch im Pokal."

    ... zum Kurztrainingslager vor der Partie in Köln (vor dem Spiel): "Es ging darum, den Fokus auf das Spiel zu lenken und Zeit miteinander zu verbringen. Es war eine gute Maßnahme, ich denke, dass sich das auszahlen wird. Ich bin ein positiver Typ und glaube an die Mannschaft. Wir sind davon überzeugt, dass wir wieder in die Erfolgsspur zurückfinden."

    Max Kruse (Werder Bremen) gegenüber Eurosport ...

    ... zum Spiel:
    "Es war schon sehr vorsichtig und von Taktik geprägt. Köln hatte über 90 Minuten die besseren Torchancen. Wir hätten hinten raus auch das eine Tor machen können. Wir sind im Moment nicht dafür bekannt, dass wir viele Torchancen rausspielen. Die wenigen muss man dann nutzen. Am Sonntag müssen wir gegen Augsburg einen Dreier holen."

    ... zu seiner Verfassung: "Ich habe sehr viel dafür gearbeitet, dass ich nach fünf Wochen wieder auf dem Platz stehen kann. 100 Prozent habe ich noch nicht, aber vom Fitnessstand bin ich schon sehr weit."

    Marco Bode (Aufsichtsratsvorsitzender Werder Bremen) gegenüber Eurosport (vor dem Spiel) ...

    ... zur Situation von Trainer Alexander Nouri:
    "Er macht einen entspannten Eindruck und ist positiv. Die Spekulation, dass es ein Endspiel für Alex Nouri sein könnte, das kam ja nicht von uns. Wir wollen Druck rausnehmen und glauben, dass wir heute einen Schritt machen können. Alles Andere wird man sehen. Das ist kein Endspiel für Alex. Ich glaube, dass es ein wichtiges Spiel ist, aber ich glaube auch, dass beide Klubs im Falle einer Niederlage ruhig bleiben werden."

    ... zum Kurztrainingslager vor der Partie in Köln: "Uns ist der Ernst der Situation bewusst. Das Trainerteam wollte in der Organisation noch eine kleine Veränderung einbauen. Es ist kein Aktionismus, wenn man einen Tag vorher anreist. Da ist eine gute Balance gefunden worden."

    Eurosport Experte Matthias Sammer ...

    ... zum Spiel:
    "Es war ein großer Kampf und ein großer Fight. Die Bremer können damit leben, für die Kölner ist es zu wenig. Sie haben einfach im Moment nicht das Spielglück."

    ... zur Ausgangslage vor dem Spiel: "Es kribbelt, weil der Druck groß ist und alle dem Spiel entgegenfiebern. Es ist brutal, dass es so früh in der Saison schon solche Existenzkämpfe gibt. Ich möchte nicht in der Haut der Verantwortlichen stecken."

    ... zur sportlichen Krise beim 1. FC Köln: "Sie haben eher eine Ergebniskrise als eine spielerische Krise. Das spielerische Element der Kölner wurde bislang nicht belohnt, das macht mich auch ein bisschen wahnsinnig. Die Ergebnisse sind im Moment sehr ärgerlich."

    ... zur Bedeutung von Max Kruse für Werder Bremen: "Er ist sehr wichtig für Werder. Fußballerisch betrachtet fehlt er, weil er ein Schleicher ist, der die Bälle schleppt. Er ist für diese Mannschaft ein stabilisierender Faktor. Wenn er nicht spielt, dann geht viel Qualität verloren."

    ... zur Situation beim BVB: "Wenn du als Spitzenmannschaft 2:0 führst und das dann herschenkst, das würde mich beunruhigen. Die Wechsel haben für mich nichts damit zu tun. Für mich ist es eine Frage der Reife."

    ... zum Sieg des FC Bayern in Hamburg: "Die Leichtigkeit hat gefehlt, aber die Null stand hinten wieder. Spielerisch war es keine Glanzleistung, aber sie haben 1:0 gewonnen. Das ist eine Aussage. "

    ... zur Bedeutung einer möglichen Verletzung von Thomas Müller: "Die Hacke ist immer ganz gefährlich für den hinteren Muskel. Ein Müller-Ausfall wäre für den FC Bayern sportlich und hierarchisch ärgerlich."

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    Eurosport Presse

    Dominik Mackevicius
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