• FCB-Verteidiger über Elfmeter: „Königin der Konzessionsentscheidungen“
  • Hasenhüttl kritisiert Schiedsrichter Zwayer: „Hat Niveau des Spiels nicht halten können“
  • Ulreich fühlt mit Werner: „Manchmal ist man der Held, manchmal der Depp“
  • Stöger freut sich über Pokalerfolg und hakt Schmadtke-Thema ab: „Gab kein Vertrauensbruch“

    Unterföhring, 25. Oktober 2017
    - Die wichtigsten Stimmen zu den Mittwochspartien in der 2. Runde des DFB-Pokals, u.a. mit RB Leipzig – FC Bayern München (5:6 n.E.) und Hertha BSC – 1. FC Köln (1:3), bei Sky.

    Ralph Hasenhüttl (Trainer RB Leipzig) ...

    ... zur Niederlage:
    „Über die Leistung meiner Mannschaft bin ich nicht enttäuscht. Es war unfassbar, was sie für einen heroischen Kampf geliefert haben. Das möchten die Zuschauer von uns sehen. Ich kann nur den Hut ziehen vor den Jungs. Es ist vollkommen verständlich, dass sie jetzt sehr gefrustet in der Kabine sitzen.“

    ... zum nicht gegebenen Elfmeter in der ersten Halbzeit: „Eine Entscheidung, die ein Schiedsrichter aus drei Metern Entfernung trifft und sich dann aus 40 Metern Entfernung überstimmen lässt – dann muss ich mich schon fragen, wieso ich als Schiedsrichter auf dem Platz stehe. Er hat die Entscheidung aus voller Überzeugung getroffen und lässt dann überstimmen aus 40 Metern Entfernung. Er hat das Niveau des Spiels leider Gottes nicht halten können.“

    ... zu Schiedsrichter Felix Zwayer: „Ein über 55 Minuten überragendes Spiel wurde in einem Moment zerstört. Das wollen die Zuschauer dann nicht mehr sehen. Die zweite Gelbe Karte für Naby Keita war mit ein bisschen Fingerspitzengefühl nicht zu geben. Naby Keita bekommt für das erste Foul Gelb und wird davor dreimal gefoult ohne Konsequenzen. Das Messen mit zweierlei Maß ist für mich nur ganz schwer zu verkraften. Deswegen bin ich heute furchtbar enttäuscht, das hat die Mannschaft einfach nicht verdient. Es ist eine Tatsache, dass man in so einem Spiel solche Rückschläge einfach nicht wegstecken kann. Es ist so schon schwierig genug, gegen den FC Bayern zu gewinnen, aber ich glaube, das hätten wir heute im kreuz gehabt.“

    Mats Hummels (FC Bayern München) ...

    ... zum Spiel:
    „Wir haben in der ersten Halbzeit viele Ballverluste in der Vorwärtsbewegung gehabt. Das war eklatant. Da haben wir viele brandgefährliche Konter zugelassen. Sie haben Hochgeschwindigkeitsfußballer, die wirklich hervorragende Konter spielen. Da war Leipzig die bessere Mannschaft, da hätten sie das 1:0 machen können oder müssen. Heute haben wir in einigen Situationen das nötige Glück gehabt. Allgemein sind wir in einer besseren körperlichen Verfassung und spielen auch besseren Fußball. Es ist aber noch nicht so, dass wir alles an die Wand spielen. Ganz im Gegenteil, wir müssen hart kämpfen für unsere Punkte.“

    ... zum Elfmeter für Leipzig: „Aus meiner Sicht war das die Königin der Konzessionsentscheidungen. Das habe ich Herrn Zwayer auch so gesagt. Ich glaube, dass er wusste, dass er vielleicht einen geben musste.“

    ... zur Diskussion mit Ralf Rangnick: „Es geht nicht, dass er mit dem Handy zum Schiedsrichter geht, um in Szenen zu zeigen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das erlaubt oder gewollt ist. Sonst haben die Schiedsrichter demnächst in der Halbzeit nur noch Verantwortliche um die Ohren, die ihnen Szenen zeigen wollen. Ich habe Herrn Rangnick gesagt, dass er das nicht nötig hat und das es unsportlich ist. Es war relativ sachlich von meiner Seite aus. Es gab dann ja auch nicht für mich ein Innenraumverbot.“

    Sven Ulreich (Torwart FC Bayern München): „Natürlich ist es für uns schön, für Timo ist das nicht so toll. Das ist leider Fußball. Manchmal ist man der gefeierte Held, manchmal ist man der Depp. Ich kenne das Gefühl auch, aber so ist es leider im Fußball.“

    Sky Schiedsrichter-Experte Peter Gagelmann zu Ralf Rangnick: „Wenn ein Verantwortlicher von der Tribüne in den Innenraum geht und dem Schiedsrichter eine Szene auf dem Handy zeigen möchte, dann finde ich das außerordentlich schlimm. Das kann nicht sein und das geht nicht. Es gab dann ja auch den Innenraumverweis, der völlig korrekt ist.“

    Peter Stöger (Trainer 1. FC Köln) ...

    ... zum Sieg in Berlin:
    „Natürlich freue ich mich, es tut gut. Wenn man viele Dinge immer wieder predigt und man nimmt nichts mit, dann wird es irgendwann schwer, dass die Jungs wirklich dran glauben.“

    ... zur aktuellen Situation beim 1. FC Köln (vor dem Spiel): „Es ist schwierig. Wenn man eine Situation hat, mit der man nicht rechnet, dann ist es immer etwas Außergewöhnliches. Darauf muss man sich einstellen. Wir haben mit unseren sportlichen Gedanken genug zu tun.“

    ... zur Frage, wieso er keinen Kontakt zu Jörg Schmadtke gehabt habe (vor dem Spiel): „Ich war in dem Gremium dabei, als die Entscheidung bekanntgegeben wurde. Jörg hat das für sich so bewertet, dass er mit mir das Gespräch nicht sucht. Da bin ich ihm nicht böse. Er wird seine Gründe haben, es ist für ihn momentan vielleicht auch nicht einfach. Wenn er mir das erklären wollte, dann hätte er die Möglichkeit gehabt. Deshalb brauche ich ihm nicht nachlaufen. Es ist seine Entscheidung und die Entscheidung des Vereins. Das akzeptiere ich, respektieren muss ich es sowieso. Das ist es.“

    ... zur Frage, wann es einen Vertrauensbruch mit Schmadtke gegeben habe (vor dem Spiel): „Ich verstehe die Frage nicht. Einen Vertrauensbruch gab es nicht. Bis zum Sonntagabend haben wir unsere sportlichen Dinge durchdiskutiert. In dem Bereich war es in Ordnung.“

    ... zu seiner möglichen neuen Funktion als Teammanager nach englischem Vorbild (vor dem Spiel): „Auch wenn Sie mir das nicht glauben, darüber habe ich mir überhaupt noch keine Gedanken gemacht. Vielleicht ist es schwer zu verstehen, dass man hier 20 Jungs hat, mit denen man versucht, aus dem Keller rauszukommen. Das ist relativ viel Arbeit, und man muss den Fokus darauf haben.“

    Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg): „Wenn man einmal in Berlin war, dann will man wieder dahin, weil es einfach ein unglaubliches Gefühl war. Schneller als im DFB-Pokal kann man einen Wettbewerb nicht gewinnen. Aber das ist keine Kampfansage an alle anderen. Wir gehen Schritt für Schritt weiter.“

    Martin Harnik (Hannover 96): „Die bessere Mannschaft ist ausgeschieden. Wir haben viele Möglichkeiten liegenlassen. Es ist ganz bitter, in der zweiten Runde bei einem Konkurrenten aus der Bundesliga so auszuscheiden.“

    Christian Streich (Trainer SC Freiburg): „Die Haltung war heute sehr gut. Wir haben einen Rückstand umgebogen, dass braucht man dann auch mal. Wir sind sehr zufrieden.“

    Uwe Neuhaus (Trainer Dynamo Dresden): „Bei unserer Spielweise müssen wir in Kauf nehmen, dass Fehlentscheidungen getroffen werden. Mit der Art und Weise bin ich natürlich nicht einverstanden. So viele Fehlentscheidungen darfst du nicht treffen.“

    Alexander Nouri (Trainer Werder Bremen): „Wir haben heute ein richtig gutes Spiel gemacht und auch verdient gewonnen.“

    Kerem Demirbay (TSG 1899 Hoffenheim): „Das ist einfach Elfmeter und Punkt. Den muss man geben. Ich bin im Strafraum, drei oder vier Meter vor dem Tor und auf einmal bekomme ich einen Knoten in den Fuß. Sie merken, dass ich wütend bin.“

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