• BVB-Coach sucht nach Gründen für Misere: „Angst und fehlendes Vertrauen“
  • Sky Experte Hamann erschrocken über BVB-Leistung: „Tote Mannschaft, Auflösungserscheinungen und Rückschritt in die Steinzeit“
  • RB-Coach Hasenhüttl nach Sieg in Monaco zufrieden: „Mit Abstand beste Leistung in der Königsklasse“
  • Doppeltorschütze Werner: „CL-Achtelfinale wäre Kirsche auf das Eis“

    Unterföhring, 21. November 2017 -
    Die wichtigsten Stimmen zu den Dienstagspartien des 5. Spieltages der Champions-League-Gruppenphase, u.a. mit Borussia Dortmund – Tottenham Hotspur (1:2) und AS Monaco – RB Leipzig (1:4), bei Sky.

    Peter Bosz (Trainer Borussia Dortmund) ...
    ... zum Spiel:
    „Nach dem 1:1 hat den Spielern das Vertrauen gefehlt. In der ersten Halbzeit haben wir es ganz ordentlich gemacht, wir haben kompakt verteidigt und einige Torchancen herausgespielt. Nach dem 1:1 haben wir das nicht mehr gemacht. Vielleicht war da doch auch Angst in der Mannschaft. Man darf nicht so viele Fehler machen, das darf auf unserem Niveau nicht passieren.“
    ... zur Frage, was der Mannschaft zurzeit fehle: „Wenn man so lange nicht gewinnt, dann ist das Vertrauen nicht mehr sehr groß. Das ist logisch.“
    ... zur Frage, was das anstehende Derby für die Mannschaft und seine Position bedeute: „Wir müssen das Derby gewinnen. Ich weiß, dass es wichtig ist, dass wir das Spiel gegen Schalke gewinnen. Auch für meine Position, das ist klar.“
    ... zur Anforderung an die Spieler (vor dem Spiel): „Alle wissen, dass wir in einer schwierigen Phase sind. Wichtig ist, dass wir die Fans so schnell wie möglich hinter uns bringen. Das bekommt man nur, wenn man von Anfang an hart arbeitet. Die Fans müssen sehen, dass wir alles dafür tun, um das Spiel zu gewinnen.“

    Michael Zorc (Sportdirektor Borussia Dortmund) ...
    ... zum Austausch mit Pierre-Emerick Aubameyang (vor dem Spiel):
    „Wir haben viele Gespräche geführt, auch mit unserem Freund Auba. Wir haben das ja nicht aus Spaß gemacht oder weil wir nichts Besseres zu tun hatten. Es war einfach notwendig. Wir haben es deutlich gemacht, und ich glaube, dass er es verstanden hat.“
    ... zur Frage, ob Borussia Dortmund den freien Fall aufhalten könne (vor dem Spiel): „Das ist unser Wunsch, dafür werden wir alles tun. Wir haben jetzt in den nächsten vier Tagen zwei sehr wichtige Heimspiele. Heute gegen Tottenham und dann das Derby gegen Schalke. Da wollen wir den Turnaround schaffen und auch mit den Ergebnissen wieder nach oben blicken.“

    Gonzalo Castro (Borussia Dortmund): „Uns fehlt das Erfolgserlebnis, die letzten Wochen sind nicht spurlos an uns vorbeigegangen. Nach dem 1:1 sind wir ein bisschen eingebrochen und kassieren dann noch ein dummes 1:2.“

    Ralf Hasenhüttl (Trainer RB Leipzig) ...
    ... zum Spiel:
    „Wir waren von Anfang an sehr fokussiert. Ich habe schon beim Warmmachen gemerkt, dass die Jungs sehr scharf sind. Es war heute auswärts eine sehr gute Leistung, wir waren sehr cool. Das Gegentor beim Standard schieben wir mal kurz zur Seite. Ich bin eigentlich rundum zufrieden, das war mit Abstand die beste Leistung in der Königsklasse. Es war ein sehr souveräner Auftritt von uns.“
    ... zur Leistung von Doppeltorschütze Timo Werner: „Er weiß selber, dass er überall noch ein bisschen zulegen kann. Im Tempo vielleicht nicht. Vor dem Tor ist er eine Granate, das wissen wir.“
    ... zur Verletzung von Marcel Sabitzer: „Es schaut nicht gut aus. Er wird uns wahrscheinlich länger fehlen. Das ist sicher das Bitterste am heutigen Abend.“
    ... zu den Chancen auf das Achtelfinale: „Es kann passieren, dass wir mit zehn Punkten ausscheiden. Das wäre der Wahnsinn. Wir wollen auf jeden Fall zuhause gegen Istanbul gewinnen. International werden wir überwintern, das ist enorm wichtig für unsere Entwicklung. Ob es in der Champions oder in der Europa League ist, das haben wir nicht mehr in der eigenen Hand.“
    ... zum Ergebnis der Begegnung Besiktas Istanbul gegen den FC Porto (vor dem Spiel): „Ich habe das Spiel nicht verfolgt, aber ich habe das Ergebnis gehört. Das ist nicht unser Wunschergebnis, aber wir müssen erst einmal unsere Aufgabe erledigen. Jetzt schauen wir einmal, dass wir unseren Job heute machen.“

    Timo Werner (RB Leipzig) ...
    ... zum Spiel:
    „Die Vorzeichen vor dem Spiel standen nicht so gut, weil Porto in Istanbul unentschieden gespielt hat. Wir mussten gewinnen, um überhaupt noch eine kleine Chance zu haben. Das haben wir heute sehr gut gemacht, wir haben verdient gewonnen. Das Ergebnis aus Istanbul wurde bewusst von der Mannschaft weggehalten. Ein oder zwei Spieler hatten ihr Handy in der Kabine noch an, aber die haben es sich dann auch für sich behalten.“
    ... zu den Chancen auf das Achtelfinale: „Es ist schade, dass wir es nicht mehr selber in der Hand haben. Aber wir geben unser Bestes und wollen unseren Fans daheim nochmal ein gutes Spiel schenken. Wenn es dann am Schluss noch die Kirsche oben auf das Eis gibt, dann ist es umso besser. Wenn nicht, dann freuen wir uns auf die Europa League.“
    ... zur Frage, was er noch besser machen könne: „Mehr Tore schießen. Mehr geht immer, das sieht man an vielen Stürmern in der Bundesliga. Ich bin froh, dass ich getroffen habe und wir gewonnen haben. So kann es weitergehen.“

    Sky Studiogast Rouven Schröder (Sportvorstand 1. FSV Mainz 05) …
    … zum Wechsel von Naby Keita im Sommer zum FC Liverpool:
    „Es ist auch für Leipzig eine Auszeichnung, dass so ein Spieler geht. Liverpool ist eine sehr gute Adresse, aber viele Top-Vereine waren an ihm dran.“

    Sky Experte Dietmar Hamann …
    … zur Leistung von Timo Werner:
    „Es ist viel auf ihn eingestürzt in den letzten 15 Monaten. Die Nationalmannschaft und die Champions League sind Neuland für ihn. Wie er diese Aufgaben bewältigt und seine Tore macht, das ist sehr beeindruckend.“
    … zur Leistung des BVB: „Das war ein Rückschritt in die Steinzeit. Es war erschreckend. Die erste halbe Stunde war okay, da hat Tottenham wenig gemacht. In der zweiten Halbzeit gab es Auflösungserscheinungen. Das war eine tote Mannschaft heute. Als Dortmund-Fan würde ich mir große Sorgen wegen Samstag machen.“


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