• Bayern-Coach poltert in der Halbzeit und kritisiert: „Kein Ruhmesblatt“
  • Debütant Friedl: „Nervosität und Träume in der Nacht“
  • Sky Experte Matthäus analysiert Dortmund-Krise: „Keine Leader im Team“
  • Denny Khedira kann sich Rückkehr in Bundesliga vorerst nicht vorstellen: „Sami ist glücklich in Turin“

    Unterföhring, 22. November 2017 -
    Die wichtigsten Stimmen zu den Mittwochspartien des 5. Spieltages der Champions-League-Gruppenphase, u.a. RSC Anderlecht – FC Bayern München (1:2), bei Sky.

    Jupp Heynckes (Trainer FC Bayern München) ...
    ... zum Spiel:
    „Das hat man immer wieder einmal. Der RSC Anderlecht hat vor einigen Wochen den Trainer gewechselt. Seitdem spielt die Mannschaft viel aggressiver, laufstärker und mit mehr Selbstvertrauen. Ich muss der gegnerischen Mannschaft ein Kompliment aussprechen. Sie haben so gespielt, wie man ein Champions-League-Spiel angehen muss. Wir sind zu unbekümmert ins Spiel gegangen und haben gedacht, dass wir das locker runterspielen. Aber das kann man heute nicht mehr. Das hat mit Konzentration zu tun. Dass wir hier 2:1 gewonnen haben, das war kein Ruhmesblatt.“
    ... zur Lautstärke bei seiner Ansprache in der Halbzeitpause: „Es ist doch klar, dass ich in der Halbzeitpause ein paar Anweisungen geben musste. Wir haben in der ersten Halbzeit sehr schlecht gespielt. Die Mannschaft war in der ersten Halbzeit nicht wiederzuerkennen. Dann muss man die Dinge ganz deutlich ansprechen.“
    ... zur Verletzung von Thiago und Arjen Robben: „Thiago hatte schon eine Verletzung von der Länderspielreise mitgebracht. Da waren die Bänder betroffen, aber vor dem Spiel war er beschwerdefrei. Er hat wohl schon eine schwere Muskelverletzung. Arjen Robben glaubt nicht, dass es ganz so schlimm ist. Für den Moment können wir uns keine Ausfälle mehr leisten, die Decke wird immer dünner.“

    Hasan Salihamidzic (Sportdirektor FC Bayern München) ...
    ... zum Startelf-Debüt von Marco Friedl (vor dem Spiel):
    „Die Champions League ist eine tolle Bühne, um sich zu zeigen. Es gibt aber kein Druck für ihn, er ist ein junger Kerl. Der Trainer hat ihm sein volles Vertrauen ausgesprochen. Er soll einfach reingehen und sich einfügen. Die Jungs werden ihn schon mitreißen.“
    ... zur vorzeitigen Vertragsverlängerung von Joshua Kimmich (vor dem Spiel): „Wir sind in sehr guten Gesprächen mit seinem Berater Herrn Ferber, der übrigens ein ganz netter Mann ist. Bei diesem Jungen brauchen wir uns keine Gedanken machen, dass er weggeht. Er weiß ganz genau, was er am FC Bayern hat und der FC Bayern wert ist. Wir werden ein gutes Ergebnis bekommen.“

    Sven Ulreich (Torwart FC Bayern München) ...
    ... zum Spiel:
    „Es war nicht so, wie wir es uns vorgestellt haben. Wir haben in der ersten Halbzeit die Zweikämpfe nicht gefunden. Über das ganze Spiel hinweg waren wir nicht stark beim Passen. Damit sind wir nicht zufrieden, und das müssen wir einfach abstellen.“
    ... zu seiner Leistung: „Natürlich freut man sich, wenn man die Bälle gehalten hat. Genauso ärgert man sich über kleine Fehler im Aufbau. Ich bin trotzdem froh, dass ich ein- bis zweimal gut halten konnte.“
    ... zur Kabinenansprache von Jupp Heynckes in der Halbzeitpause: „Es ist klar, dass er nach der ersten Halbzeit nicht zufrieden war. Dann kann er auch lauter werden. Es war klar, dass wir so nicht weitermachen können.“
    ... zur Leistung von Debütant Marco Friedl: „Es ist immer schwer, wenn du bei so einem Spiel reinkommst. Er hat seine Aufgaben super gelöst. Kompliment dafür.“

    Marco Friedl (FC Bayern München) ...
    ... zum Debüt-Spiel:
    „Ich habe es gestern nach dem Abschlusstraining erfahren. Da ist der Trainer auf mich zugekommen und hat mich gefragt, ob ich mir das zutraue. Ein bisschen geträumt habe ich vergangene Nacht schon. Über den ganzen Tag hinaus hatte ich eine gewisse Anspannung und Nervosität in mir. Ich habe mich sehr gefreut, und es war eine ordentliche Leistung.“

    Robert Lewandowski (FC Bayern München) ...
    ... zum Spiel:
    „Wir haben offensiv zu passiv gespielt. Es ist klar, dass es kein perfektes Spiel von uns war. Aber am Ende haben wir die drei Punkte. Insgesamt war das für Bayern viel zu wenig.“
    ... zur Kabinenansprache von Jupp Heynckes in der Halbzeitpause: „Er war ein bisschen lauter, das ist ganz normal.“

    Studiogast Denny Khedira (Bruder und Manager von Sami und Rani Khedira) …
    … zur Situation von Rani Khedira:
    „Rani hat letztes Jahr kein einfaches Jahr bei Leipzig gehabt. Ich bin froh, dass er jetzt seinen Platz gefunden hat und eine zentrale Rolle spielt. Er hat sicher seinen Teil dazu beigetragen, dass Augsburg bislang eine ordentliche Runde gespielt. Dass jetzt die tunesische Nationalmannschaft angefragt hat, das ist eine Wertschätzung und erfüllt einen mit Stolz. Aber wir müssen auf dem Boden bleiben. Wir haben uns vor der Saison das Ziel gesetzt, dass sich Rani in der Bundesliga etabliert. Dieses Ziel verfolgen wir nach wie vor.“
    … zur Frage, ob Sami Khedira nach seinem Vertragsende in Turin vielleicht in die Bundesliga zurückkehrt: „Nein, Sami ist sehr glücklich in Turin. Er spielt regelmäßig und bekommt auch die Anerkennung von Verein, Trainer, Mannschaft und auch der Öffentlichkeit. Auch Juventus Turin ist sehr glücklich mit ihm. Es gibt zurzeit daher wenig Grund, um über etwas Anderes nachzudenken.“

    Sky Studiogast René Weiler (Ex-Trainer RSC Anderlecht) …
    … zur Leistung des FC Bayern:
    „Sie waren in der ersten Halbzeit nicht auf dem Platz, da waren sie nicht gut. Als Anderlecht-Trainer wäre ich in der Halbzeit auch mit einer 1:0-Führung nicht glücklich gewesen. Da hätte man mindestens mit zwei Toren Unterschied führen müssen. Dann wäre es spannend geworden.“

    Sky Studiogast Andries Jonker (Ex-Trainer VfL Wolfsburg) …
    … zum Spiel:
    „Der Anderlecht-Trainer wird viel Lob bekommen aber nicht glücklich sein. Jupp Heynckes wird es abhaken und an das nächste Spiel am Samstag denken. Das ist der Unterschied.“

    Sky Experte Lothar Matthäus …
    … zur Kabinenansprache von Jupp Heynckes in der Halbzeitpause:
    „Ich hatte Jupp Heynckes sechs Jahre als Trainer. Ich weiß, dass er laut werden kann. Aber musste die Mannschaft wachrütteln. Nur mit sanften Worten hätte er das nicht hinbekommen. Unter seiner Leitung waren es die schlechtesten 45 Minuten. Aber sie haben das Recht, auch mal schwächer zu spielen.“
    … zur Situation bei Borussia Dortmund: „Es gab kein Aufbäumen. Sie haben keine Leader in der Mannschaft, die die Mannschaft pushen und mitnehmen. Dazu funktionieren die einzelnen Mannschaftsteile nicht miteinander. Bei Dortmund funktioniert zurzeit vieles nicht.“


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