• Eurosport Experte kritisiert passive Hamburger: „Antrag stellen und ohne Ball spielen“
  • HSV-Boss Bruchhagen verspricht: „Werden alles tun, um Arp an den Verein zu binden“
  • Hamburgs Mathenia rechtfertigt Spielweise: „Wollen einfachen und effektiven Fußball spielen“
  • SCF-Coach Streich zufrieden, aber „Abschluss und Präzision fehlen“

    München, 1. Dezember 2017 –
    Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie eine Stimmensammlung zum Freitagsspiel am 14. Spieltag der Fußball-Bundesliga zwischen dem SC Freiburg und dem Hamburger SV (0:0) im Eurosport Player.

    Eurosport Experte Matthias Sammer ...
    ... zur WM-Auslosung:
    „Das ist eine interessante Gruppe. Man sollte die Gegner ernst nehmen, das wird auch der Trainer machen und dann sagen, aber Erster werden wollen wir trotzdem. Man schaut als Trainer schon ein bisschen auf potenzielle Achtel-, Viertel- und Halbfinalgegner, weil man Zeit hat, sich damit auseinanderzusetzen. Selbst wenn es den Trainer nicht interessiert, kann er gar nicht verhindern, dass ihm die Leute in seinem Umfeld sagen, was alles passieren kann.“
    ... zu Gespräch mit Christian Streich: „Christian Streich ist für mich eine faszinierende Persönlichkeit, absolut bodenständig. Er gehört in die Region. Es war so schön und angenehm. Meine Faszination für ihn war vorher schon groß, aber dieses Gespräch hat nochmal gezeigt, dass hier alles gut zusammenpasst. Der Verein zu ihm, aber auch umgekehrt.“
    ... zur Auswärtsschwäche des Hamburger SV: „Fußball ist nicht nur Taktik und Heimspiel und rennen. Das ist auch ganz viel Persönlichkeit, Ausstrahlung, Geschlossenheit. Du bist zu Hause als Mannschaft mit der Unterstützung der Fans getrieben und gehst nochmal einen Schritt weiter. Das auf dem hohen Niveau auswärts zu halten, braucht Kommunikation. So weit scheint der HSV dann noch nicht zu sein.“
    ... zu Jann-Fiete Arp: „Man muss unterscheiden zwischen einem großen Talent, das in der Entwicklung ist, und der Spitze. Die Argumente von außen, er sei der Hoffnungsträger, geben der Entwicklung gar keinen Spielraum mehr. Die sagen jetzt, das ist das Ende, der ist es.“
    ... zur Spielweise des HSV bei eigenem Torabstoß: „Man kann den Ball mal lang spielen. Aber nicht sieben oder acht Mal. Ich kann das nicht akzeptieren. Ich hasse den Begriff Fehlervermeidung, aber ich habe das in der Bundesliga gelernt. Aber sie wollen gar nicht richtig Fußball spielen. Ich muss immer versuchen, im Rahmen meiner Möglichkeiten Fußball zu spielen.“
    ... zum Spiel: „Ich bin schon ein wenig enttäuscht. Freiburg kann mit dem Punkt eigentlich nicht leben. Für mich ist das schwierig zu akzeptieren. Und die Hamburger sollen doch den Antrag stellen, dass sie ohne Ball spielen. Eine Mannschaft, die so gut im Rhythmus ist und hier dann so auftritt, das ist für mich für die Bundesliga zu wenig. Sie waren total passiv und wollten das zu null hinten nur absichern.“

    Christian Streich (Trainer SC Freiburg) gegenüber Eurosport ...
    ... zum Spiel:
    „Wir betreiben viel Aufwand, aber in der Abschlusssituation haben wir nicht die Ruhe und die Präzision gehabt. Mit vielen Dingen bin ich total zufrieden, aber mit so viel Druck musst du klarer abschließen. Das ist die Problematik und darum stehen wir da, wo wir stehen.“
    ... zur Taktik des SC Freiburg (vor dem Spiel): „Wir müssen Ruhe bewahren und haben uns Sachen zurechtgelegt. Wir müssen einfach versuchen, das Spiel zu bestimmen. Der HSV muss es schwer haben, den Zugriff zu finden.“

    Nils Petersen (SC Freiburg) gegenüber Eurosport: „Es ist ärgerlich, es war ein 6-Punkte-Spiel. Hamburg musste nicht und konnte sich auf dem Punkt ausruhen. Das haben sie auch gemacht. Am Ende ist uns dann ein bisschen die Kraft ausgegangen. Dann ist es zumindest auch eine Qualität, das Spiel nicht zu verlieren.“

    Christian Günter (SC Freiburg) gegenüber Eurosport: „Wir haben viele gute Möglichkeiten kreiert, die wir leider nicht genutzt haben. Dann muss man sich mit dem Punkt begnügen. Wir müssen uns ankreiden, dass wir die Chancen nicht genutzt haben. In den Zweikämpfen waren wir sehr aggressiv. Wenn wir so weitermachen, dann werden wir die nötigen Punkte holen.“

    Mike Frantz (SC Freiburg) gegenüber Eurosport (vor dem Spiel) ...
    ... zu Streich:
    „Wir sehen uns jeden Tag, reden dann aber weniger über Fußball. Man hat das Gefühl, dass er da ist, wenn man Hilfe braucht. Ich bin froh, dass ich so einen Trainer habe und jeden Tag mit ihm zusammenarbeiten darf. Es ist auch schön zu sehen, dass da jemand sitzt, der nicht dauernd schaut wo die Kamera ist, sondern Fußball auslebt und das ist schön.“
    ... zu Freiburgs Möglichkeiten: „Beim Etat können wir mit vielen anderen Mannschaften nicht mithalten und haben dann junge Spieler, die dann natürlich auch noch nicht so weit sind. Aber Christian Streich versucht, jeden Spieler zu verbessern.“

    Heribert Bruchhagen (Vorstandsvorsitzender Hamburger SV) gegenüber Eurosport (vor dem Spiel)...
    ... zur Auswärtsschwäche des Hamburger SV: „Es ist offenkundig, dass wir 2017 auswärts nur acht Punkte geholt haben. Das ist ein beachtenswertes Ergebnis. Wir rätseln nicht, wir ahnen, worin die Gründe liegen und sind dabei, das zu verbessern. Irgendwo ist es eine Frage der Qualität, denn es ist ja kein Zufall wenn man sich zu Hause und auswärts so unterschiedlich darstellt.“
    ... zu Youngster Jann-Fiete Arp: „Wir müssen vorsichtig sein. Er ist ein tolles Talent und sehr HSV-geprägt. Er ist ja schon mit elf Jahren zu uns gekommen. Aber der Weg zu einem gestandenen Mittelstürmer in der Bundesliga ist ein ganz weiter. Da schauen wir alle auch ein bisschen in die Glaskugel.“
    ... zu Arps Vertragssituation: „Es gibt niemanden, der sich nicht wünscht, Arp in Hamburg zu halten. Er entscheidet selbst, was für ihn das Richtige ist und er und sein Berater und seine Eltern werden eine verantwortliche Entscheidung treffen. Wir werden alles dafür tun, ihn an den Verein zu binden. Das ist doch selbstverständlich, dass man will, dass er in Hamburg bleibt, aber ganz ohne Druck. In England wäre er einer von Fünfen. Das Finanzielle ist kein entscheidendes Kriterium, auch für Fiete Arp nicht. Die Gehälter in der Bundesliga sind alle existenzsichernd.

    Markus Gisdol (Trainer Hamburger SV) gegenüber Eurosport ...
    ... zum Spiel:
    „Der Punkt überwiegt. Heute haben wir sicherlich nicht unser bestes Spiel gemacht. Fußballerisch war sicher einiges an Defiziten da, aber kämpferisch haben wir alles reingeworfen. Ich bin happy, dass wir den Punkt geholt haben. Wir müssen das Positive herausarbeiten, wir haben zu null gespielt.“
    ... zur Auswärtsschwäche (vor dem Spiel): „Auswärts tun sich die meisten Mannschaften schwerer. Für uns ist wichtig, dass wir auswärts den einen oder anderen Punkt mitnehmen. Deswegen wollen wir uns an der Leistung der vergangenen Woche orientieren. Hier in Freiburg ist immer eine besondere Atmosphäre und im nächsten Moment sind die Freiburger voll da. Sie sind immer gefährlich bei Standardsituationen, deshalb müssen wir da auf der Hut sein.“
    ... zu Jann-Fiete Arp (vor dem Spiel): „Er weiß selbst, dass er noch ganz viel lernen muss, aber wir sind ganz froh, dass wir so einen Burschen haben. Dass in Hamburg dann so ein Hype entsteht, wenn ein Junge aus den eigenen Reihen kommt, ist klar. Aber er kann sich nur so präsentieren, weil ihn die Älteren anleiten.“

    Dennis Diekmeier (Hamburger SV) gegenüber Eurosport: „Es war ein sehr schwieriges Spiel, wir sind am Ende zufrieden mit dem Punkt. Die letzten Auswärtsspiele haben wir nichts mitgenommen. Fußballerisch war es nicht das beste Spiel, aber kämpferisch waren wir da. Wichtig ist, dass wir den Punkt mitgenommen haben.“

    Christian Mathenia (Torwart Hamburger SV) gegenüber Eurosport: „Wir haben heute kein allzu gutes Spiel gesehen. Aber wir sind glücklich, dass wir einen Punkt mitgenommen haben. Wir haben unser Spiel ein bisschen verändert. Wir haben klipp und klar gesagt, dass wir einfachen und effektiven Fußball spielen wollen.“


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    Eurosport Presse

    Dominik Mackevicius (dominik_mackevicius@discovery.com)
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