• BVB-Kapitän Schmelzer: „Unser Auftritt war eine absolute Frechheit“
  • Dortmund-Trainer Bosz: „Ich bin die verantwortliche Person“
  • Hasenhüttl vermisst Pfiff nach Foul an Werner: „War scheinbar eine klare Ansage aus Köln“
  • HSV-Coach Gisdol zufrieden: „Hatten Wolfsburger Offensive total im Griff“

    Unterföhring, 09. Dezember 2017 -
    Die wichtigsten Stimmen zu den Samstagnachmittagspartien des 15. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky.

    Peter Bosz (Trainer Borussia Dortmund):
    ... zum Spiel:
    „Wir werden erst morgen sprechen. Nach so einem Spiel glaube ich nicht, dass das der richtige Moment ist. Meine Enttäuschung sitzt sehr tief. Man muss zu Hause gegen Bremen gewinnen. Aber das haben wir leider nicht getan und das zu Recht, weil Bremen in der ersten Halbzeit die klar bessere Mannschaft war. Die erste Halbzeit war wirklich sehr schlecht, da bin ich die verantwortliche Person. Nach dem 1:1 habe ich noch die Hoffnung, aber dann kam ziemlich schnell das zweite Gegentor. Danach hatten wir keine sehr großen Torchancen mehr. Ich kann meine Position beim BVB nicht beurteilen. Nach einem Spiel wie heute ist die Enttäuschung da.“

    Marcel Schmelzer (Kapitän Borussia Dortmund):
    ... zum Spiel:
    „Der Auftritt heute war eine absolute Frechheit von uns Spielern, das ist der Wahnsinn. Ich rede seit Wochen immer wieder das Gleiche, und sage, wir müssen Taten folgen lassen und mit dem Bremen-Spiel die Wende schaffen und dann treten wir so auf. Das ist wirklich Wahnsinn. Ich kann mir nicht erklären, wie so eine Leistung in so einem wichtigen Spiel zustande kommt. Die Leute draußen denken sich wahrscheinlich auch, der labert immer wieder das Gleiche. Aber ganz ehrlich, es bringt nichts mehr darüber zu reden. Wir Spieler müssen dafür sorgen, dass die Situation sich ändert. In Trainerfragen bin ich der falsche Ansprechpartner. Wir können gerne darüber reden, wie wir Spieler heute aufgetreten sind. Da wiederhole ich mich gerne, dass das eine Frechheit war. Wir brauchen nicht mehr viel reden. Jeder Einzelne muss für sich auf dem Platz Taten Folgen lassen. “

    Maximilian Eggestein (Torschütze Werder Bremen): „Es freut mich, hier vor 80.000 zu treffen und der Mannschaft zu helfen. Uns geht es darum, unten rauszukommen und darum war dieser Sieg hier wichtig. Der Trainer ist Teil der Mannschaft und er stellt uns immer gut ein. Er hat großen Anteil am Sieg.“

    Jupp Heynckes (Trainer FC Bayern München):
    ... zum Spiel:
    „Man hat gesehen, dass es ein sehr schwieriges Spiel gegen einen unbequemen Gegner war. Das war ein hartes Stück Arbeit für uns. Meine Mannschaft hat sich über 95 Minuten top präsentiert. Bei solchen Spielen muss man dagegenhalten und fighten und das hat die Truppe heute gemacht.
    ... zu Arturo Vidal: „Die Szene ist schwierig zu beurteilen, aber der Schiedsrichter stand ja direkt in der Nähe. Deshalb denke ich, dass er da sehr korrekt gepfiffen hat. Natürlich weiß ich, dass er Vidal ein heißblütiger Spieler ist und deshalb habe ich ihn rausgenommen. Der Schiedsrichter ist dafür da, dass er unparteiisch pfeift. Wenn der Schiedsrichter keine Gelbe Karte zückt, ist das in Ordnung.“

    Tom Starke (Torhüter FC Bayern München): „Ich hab es ja schon ein paar Jahre gemacht, ich bin noch voll im Saft. Das war ein sehr schwieriges Spiel heute. Mit dem Ergebnis sind wir absolut zufrieden.“

    Fredi Bobic (Vorstand Sport Eintracht Frankfurt):
    ... zum geforderten Platzverweis gegen Arturo Vidal:
    „Wir wollen ja auch keine Spieler vom Platz fliegen sehen. Aber Marius Wolf setzt sich super durch, es ist ein klares Foul kurz vorm Sechzehnmeterraum. Die Ohrfeige für den Referee ist am Ende des Tages, dass der Trainer Vidal eine Minute später auswechselt. Es ist Pech, aber es ist eine menschliche Geschichte und das weiß ich auch, dass sie es nie zugeben werden, er hat das falsche Trikot an. Bei 17 anderen Bundesligisten wäre es Rot gewesen.“

    Niko Kovac (Trainer Eintracht Frankfurt): „Der Schiedsrichter hat grundsätzlich ordentlich gepfiffen bis auf die entscheidenden Szenen. Da hat er daneben gelegen.“

    Marius Wolf (1. FSV Mainz 05):
    ... zur zurückgenommenen Roten Karte:
    „Ich war schon in der Kabine, dann kam unser Teammanager und hat mich zurückgeholt und hat gesagt, dass der Schiedsrichter es sich anschaut. Für mich war es auch keine Rote Karte.“

    Ralph Hasenhüttl (Trainer RB Leipzig): „Timo Werner hat mir während des Spiels sogar gezeigt, dass er ein Loch im Schuh hat, er wird ganz klar getroffen. Dementsprechend muss der Schiedsrichter das normalerweise pfeifen. Das war scheinbar eine klare Ansage aus Köln, dass das kein Foul ist, deswegen hat er es wahrscheinlich nicht mehr der Mühe wert gefunden, in die Review Area zu gehen. Ansonsten finde ich, hat der Schiedsrichter heute ein gutes Spiel gemacht. Bei der Szene wäre es vielleicht nochmal gut gewesen, die paar Meter am Schluss nochmal zu machen.“

    Timo Werner (RB Leipzig):
    ... zum nicht gegebenen Elfmeter:
    „Er trifft mich ganz klar. Ich spiele den Ball zuerst und deshalb ist es Elfmeter für mich. Man sieht es ja an meinem Schuh.“

    Mario Gomez (Kapitän VfL Wolfsburg): „Wir können jetzt nicht jede Woche erwarten, dass wir die Gegner 3:0 aus dem Stadion schießen. Auswärts geht es ein bisschen mehr über den Fight, wir sind eine Mannschaft, die wahnsinnig gut kombinieren kann, die Tore rausspielt und dann muss man die entscheidenden Pässe mit dem Biss nach vorne spielen und nicht mit Schön-Schön. So müssen wir mit dem Punkt leben.“

    Markus Gisdol (Trainer Hamburger SV): „Ganz einfach auf den Punkt gebracht: Wir haben unsere Chancen nicht genutzt. Gutes Spiel von uns, wir haben dem Gegner fast nichts erlaubt. Wir hatten Wolfsburgs gute Offensive total im Griff und haben selbst viele gute Chancen rausgespielt. Das war eine gute Leistung und hätte drei Punkte verdient gehabt.“


    Für Rückfragen
    O-Ton-Service Sky/eh
    eMail: Sky-Sport-PR@sky.de
    Mehr Informationen unter www.sky.de