Unterföhring, 20. Dezember (pps) - Christian Heidel, Sportvorstand bei Fußball-Bundesligist Schalke 04, ist bereit, für die Top-Spieler Leon Goretzka und Max Meyer alle notwendigen finanziellen Mittel aufzubringen. „Ja, ich würde sagen, dass es ans finanzielle Limit geht. Aber Fakt ist auch, nicht über das Limit hinweg. Das könnte ich nicht verantworten", sagte Heidel im exklusiven Interview mit Sky Sport News HD: „Ich kann es mir ja einfach machen. Wenn es nur um das Geld ginge, dann muss ich das ganz klar sagen: Dann würde ich irgendwelche Phantasiesummen anbieten. Aber ich habe die Aufgabe, etwas Gutes für Schalke 04 zu tun. Und niemand wird mich drei bis vier Monate später noch loben, wenn irgendwann die Kasse so ist, dass sie nicht mehr stimmig ist und Schalke in Probleme kommt. Das liegt auch in meiner Verantwortung und den Schritt wird es nie geben.“

Weitere Aussagen des 54-Jährigen…

…zu Chef-Trainer Domenico Tedesco und die Entwicklung einzelner Spieler: „Er ist ein Trainer, der sich ungemein mit den einzelnen Spielern beschäftigt. Ich glaube, es gibt momentan keinen Spieler in dieser Mannschaft, der unter ihm nicht besser geworden ist. Er verfügt über ein enormes Fachwissen. Das würde ich heute auch sagen, wenn wir Neunter oder Achter wären. Weil ich tagtäglich sehe, wie er sich da reinkniet, wie er quasi jede Spielszene hinterfragt. Wie er sich die Jungs einzeln ins Büro holt, mit denen sich eine Stunde lang die Videoszenen anguckt, damit Fehler nicht ein zweites Mal passieren. Wenn sie ein zweites Mal passieren, redet er wieder mit den Spielern, damit sie nicht ein drittes Mal passieren. Ich glaube, dass die Spieler das Gefühl haben, dass jeder für ihn wichtig ist und die Jungs geben das dann einfach zurück.“

…zu seinem ersten Jahr auf Schalke:„Wenn man neu in so einen großen Klub geht und nach dem fünften Spiel abends in die Toreinfahrt fährt und immer noch keinen Punkt hat, das ist ein sehr unangenehmes Gefühl. Da muss ich sagen, da habe ich teilweise gar nicht mehr geschlafen. Das muss ich ganz ehrlich zugeben. Das hätte ich damals nie gesagt. Man muss ja Souveränität zeigen. Das war für mich persönlich eine schwierige Situation.“

Kontakt für Journalisten
Sportkommunikation Sky 
Tel.: +49 (0)89/9958 6883, +49 (0)89/9958 6338