• Österreicher setzt sich im actiongeladenen Finale durch
  • US-Amerikanerin Trunzo macht Heimsieg perfekt

    Saint Paul, 21. Januar (pps) - Der Österreicher Marco Dallago hat das Feld beim Saisonauftakt der Red Bull Crashed Ice Weltmeisterschaft in Saint Paul am Samstag von hinten aufgerollt. Der 27 Jahre alte Weltmeister von 2014 kämpfte sich im Finale des schnellsten Sports auf Schlittschuhen von Platz vier auf eins vor und entschied das Rennen in einem dramatischen Finish und vor einem begeisterten Publikum für sich. Bei den Frauen sicherte sich die US-Amerikanerin Amanda Trunzo den Sieg am Ice Cross Downhill Hotspot in den USA.


    Dallago, Weltmeister 2014, sorgte damit für den ersten europäischen Sieg bei einem Red Bull Crashed Ice Rennen seit 2014. In den vergangenen vier Jahren hatten die Athleten aus den USA und Kanada das Geschehen fast nach Belieben dominiert. Michael "Iggy" Iulianello (USA) sicherte sich trotz eines heftigen Crashs in der letzten Kurve Rang zwei, der Kanadier Scott Croxall, Weltmeister 2015, wurde Dritter. Der zweimalige Weltmeister und Titelverteidiger in der Ice Cross Downhill Weltmeisterschaft, Cameron Naasz (USA), führte das Rennen lange an, stürzte dann aber und musste mit Platz vier vorliebnehmen.

    "Ich habe einfach von den vielen Fehlern vor mir profitiert", erklärte Dallago, dem gar nicht bewusst war, dass er am 22. März 2014 in Quebec für den bis dato letzten europäischen Sieg beim Red Bull Crashed Ice gesorgt hatte.

    Zunächst sah alles nach einem Durchmarsch und dem neunten Rennsieg von Naasz aus. Der US-Amerikaner hatte die K.o.-Runden nach Belieben dominiert, erwischte auch im Finale den besten Start und setzte sich vor seinem Dauerrivalen Croxall an die Spitze. Dann aber stürzte der zweimalige Weltmeister, den Zuschauern stockte der Atem und Croxall, Iulianello und Dallago zogen an Naasz vorbei. Der Österreicher schien im weiteren Verlauf des Rennens aussichtslos im Hintertreffen, gab aber nicht auf, nutzte die Stolperer seiner beiden Kontrahenten gnadenlos aus und flog an den Gestrauchelten vorbei zum Sieg.

    "Als ich gesehen habe, dass Cameron ausgerutscht ist, wusste ich, dass ich Dritter werden kann. Dann ist auch noch Scott gestürzt und Mike hat die Kurve zu eng genommen. Plötzlich war ich an der Spitze", erklärte Dallago, der selbst in der ersten Kurve gestürzt und deshalb zunächst am Ende des Feldes war. "Jeder ist gestürzt. Irgendwie war es ein Déjà-vu. Zu gewinnen, ist immer gut."

    Bester Deutscher war der Rosenheimer Luca Engler auf Rang 53. Michael Hoffmann aus Lörrach fuhr auf Platz 62, Justin Docherty wurde 66.

    Den Sieg bei den Frauen sicherte sich Lokalmatadorin und Vize-Weltmeisterin Amanda Trunzo, deren hartes Training in der Saisonpause jetzt erste Früchte trug. Die US-Amerikanerin duellierte sich im Finale bei den Frauen von Beginn an hart mit Weltmeisterin Jacqueline Legere, setzte sich aber schon in der ersten Haarnadelkurve an die Spitze und gab diese auf dem 340 Meter langen Track nicht mehr ab. Legere (Kanada), die wie Naasz in diesem Jahr ihren dritten Titel WM-Titel in der zehn Stationen umfassenden Saison - vier Red Bull Crashed Ice Rennen und sechs Riders Cup Rennen - in Folge holen will, verteidigte ihren zweiten Platz vor der Österreicherin Veronika Windisch.

    "Es ist unglaublich", sagte Trunzo nach ihrem zweiten Saisonsieg. "Ich bin einfach nur begeistert. Ich wollte konzentriert bleiben, so schnell wie möglich die Führung übernehmen und dort bleiben. Und es hat funktioniert."

    Ergebnisse:

    Männer: 1. Marco Dallago (AUT), 2. Michael Iulianello (USA), 3. Scott Croxall (CAN), 4. Cameron Naasz (USA), 5. Paavo Klintrup (FIN), 6. Shayne Renaud (CAN), 7. Steven Cox (CAN), 8. Pacome Schmitt (FRA), 9. Derrek Coccimiglio (CAN), 10. Daniel Bergeson (USA).

    WM-Gesamtwertung: 1. Marco Dallago (AUT) 1290 Punkte, 2. Michael Iulianello (USA) 925, 3. Cameron Naasz (USA) 750, 4. Scott Croxall (CAN) 600, 5. Shayne Renaud (CAN) 490, 6. Derek Wedge (SUI) 490, 7. Steven Cox (CAN) 455, 8. Paavo Klintrup (FIN) 450, 9. Jim De Paoli (SUI) 415, 10. Derrek Coccimiglio (CAN) 365

    Frauen: 1. Amanda Trunzo (USA), 2. Jacqueline Legere (CAN), 3. Veronika Windisch (AUT), 4. Myriam Trepanier (CAN), 5. Maxie Plante (CAN), 6. Anais Morand (SUI), 7. Michaela Michaelson (USA), 8. Tamara Kajah (CAN), 9. Elaine Topolnisky (CAN), 10. Junko Yamamoto (JPN)

    WM-Gesamtwertung: 1. Amanda Trunzo (USA) 1000 Punkte, 2. Jacqueline Legere (CAN) 800, 3. Veronika Windisch (AUT) 600, 4. Myriam Trepanier (CAN) 500, 5. Maxie Plante (CAN) 450, 6. Anais Morand (SUI) 400, 7. Michaela Michaelson (USA) 360, 8. Tamara Kajah (CAN) 320, 9 Elaine Topolnisky (CAN) 290, 10. Junko Yamamoto (JPN) 260

    Ice Cross Downhill Weltmeisterschaft 2017/18 Kalender:
    16. Dezember 2017: Riders Cup, Wagrain-Kleinarl, Österreich
    12./13. Januar 2018: Riders Cup, Crans-Montana, Schweiz
    19./20. Januar 2018: Red Bull Crashed Ice, Saint Paul, USA
    27. Januar 2018: Riders Cup, St Petersburg, Russland
    03. Februar 2018: Red Bull Crashed Ice, Jyväskylä-Laajis, Finnland
    10. Februar 2018: Riders Cup, Saariselka, Finnland
    16./17. Februar 2018: Red Bull Crashed Ice, Marseille, Frankreich
    24. Februar 2018: Riders Cup, Minnesota, USA
    03. März 2018, Riders Cup, La Sarre, Kanada
    09./10. März 2018: Red Bull Crashed Ice, Edmonton, Kanada

    Verwendung der Bilder kostenlos für redaktionelle Zwecke: Mihai Stetcu, Jörg Mitter, Red Bull Content Pool

    Red Bull Crashed Ice
    Red Bull Crashed Ice gibt es seit 2001 und wurde im Jahr 2010 als Weltmeisterschaft etabliert. Es ist das Top-Event, bei dem vier Athleten gleichzeitig schmale mit Hindernissen bestückte Eisbahnen hinabrasen, die bis zu 600 Meter lang sind und wobei die Athleten bis zu 80 km/h schnell werden. Ziel des Rennens ist es, als erster oder zweiter die Ziellinie zu erreichen, um in die nächste Runde zu kommen. Der weltweit schnellste Sport auf Eisskates gehört zur ATSX Ice Cross Downhill Weltmeisterschaft. Athleten aus mehr als 20 Ländern und fünf Kontinenten nehmen teil. Die Rennen finden auf Kunsteisbahnen oder natürlichem Eis auf Hängen im Zentrum großer Städte oder Skiresorts in Europa und Nordamerika statt.

    Pressekontakt
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