• Österreicher bezwingt Croxall-Brüder, Trunzo gewinnt erneut bei den Frauen

    Jyväskylä, Finnland, 04. Februar 2018 – Spektakuläre Sprünge, heftige Crashs, unfassbare Überholmanöver und das frühe Aus einiger Topstars bestimmten das zweite Red Bull Crashed Ice Rennen der Saison, das einen ganz neuen Sieger hervorbrachte: Luca Dallago (Graz). Der Österreicher gewann auf dem tückischen, natürlichen Eistrack im eiskalten Finnland und bei strahlend blauem Himmel sein erstes Red Bull Crashed Ice Rennen überhaupt und entschied ein packendes und aggressives Brüder-Duell für sich. Es war das erste Rennen überhaupt in der Geschichte des Sports, das bei Tageslicht stattfand. Platz zwei sicherte sich der Kanadier Scott Croxall. Dessen älterer Bruder Kyle und Lucas älterer Bruder Marco Dallago, Sieger zuletzt beim Red Bull Crashed Ice in St. Paul (USA), wurden wegen Schiebens und Drängelns disqualifiziert. Kyle Croxall hatte die Ziellinie zwar als Erster überquert, wurde dann aber disqualifiziert und auf Platz drei zurückgestuft. Marco Dallago wurde aufgrund seiner Fouls, die er früh im Rennen begangen hatte, Vierter.


    Marco Dallago, der beim Saisonauftakt in Saint Paul, Minnesota, vor zwei Wochen triumphiert hatte, verteidigte seinen Spitzenplatz in der Gesamtwertung (1.790 Punkte) vor Scott Croxall (1.400), der sich auf Rang zwei vorschob, und Luca Dallago (1.019), der auf Rang drei kletterte.

    Die US-Amerikanerin Amanda Trunzo gewann auf dem 630 Meter langen, kräftezehrenden Track das Rennen bei den Frauen vor den beiden Kanadierinnen Myriam Trepanier und Tamara Kajah sowie der Finnin Miisa Klemola. Für Trunzo war es bereits der zweite Sieg in Folge. Damit führt sie das WM-Gesamtranking vor dem dritten Stopp der Saison in zwei Wochen in Marseille souverän an.

    Seinen fünften Sieg in Folge feierte der finnische Lokalmatador Mirko Lahti im Junioren-Wettbewerb. Der Junioren-Weltmeister verwies seinen Landsmann Jesse Sauren und den Polen Lukasz Korzestanski auf die Plätze.

    In einem packendem Rennen an einem bitterkalten Nachmittag in Finnland erwischte Scott Croxall im Finale den besten Start, setzte sich an die Spitze, stürzte dann aber in der ersten Kurve, nachdem er sich mit Marco Dallago verhakt hatte. Die Führung des Österreichers hielt allerdings nur kurz, zerrte ihn Kyle Croxall doch nur wenige Kurven später zu Boden. Kyle Croxall behauptete dann im Duell mit Luca Dallago, dem einzigen Fahrer, der fehlerfrei und unversehrt blieb, seine Spitzenposition bis ins Ziel. Doch nur kurze Zeit später wurde Kyle Croxall von den Schiedsrichtern disqualifiziert, weil er Marco Dallago ins Gesicht gegriffen hatte. Auch Marco Dallago selbst wurde aufgrund eines Bodychecks gegen Scott Croxall kurz nach dem Start disqualifiziert.

    "Ich habe nur versucht, ein gutes Rennen hinzulegen und wollte bis zum Ziel auf den Beinen bleiben", so Luca Dallago, der vom Ergebnis und seinem Sieg überrascht war. Er erklärte, dass er sich durch die zurückliegenden harten Brüder-Duelle, insbesondere im Halbfinale im vergangenen Jahr in Saint Paul, nicht habe aus der Ruhe bringen lassen, obwohl solch ein Brüder-Duell kaum an Spannung zu überbieten ist. "Ich habe versucht, all das vor dem Rennen hinter mir zu lassen. Ich bin nur so gut wie möglich gefahren. Es ist schon ein bisschen verrückt."

    Auf dem tückischen und mit Rillen gespickten natürlichen Eistrack in Jyväskylä war es in der Tat einmal mehr ein verrücktes Rennen mit vielen Stürzen. So erwischte es auch den zweimaligen Weltmeister Cameron Naasz (USA), der im Viertelfinale sicher in Führung liegend und ohne Bedrängnis über eine Rille stolperte und ausschied.

    Trunzo, die aktuell in einer anderen Liga fährt, baute ihre Führung in der Ice Cross Downhill Meisterschaft mit ihrem Sieg in Finnland weiter aus. Trepanier belegt aktuell Platz zwei im Gesamtklassement, Titelverteidigerin Jacqueline Legere ist Dritte.

    Jyväskylä Ergebnisse

    Männer:
    1. Luca Dallago (AUT), 2. Scott Croxall (CAN), 3. Kyle Croxall (CAN), 4. Marco Dallago (AUT), 5. Mirko Lahti (FIN), 6. Tommy Mertz (USA), 7. Matt Johnson (USA), 8. Denis Novozhilov (RUS), 9. Jim DePaoli (SUI), 10. Gabriel Renaud (FRA)

    WM-Gesamtwertung: 1. Marco Dallago (AUT) 1790,00 Punkte, 2. Scott Croxall (CAN) 1400,00, 3. Luca Dallago (AUT) 1019,50, 4. Michael Iulianello (USA) 991,50, 5. Cameron Naasz (USA) 950,00, 6. Kyle Croxall (CAN) 760,00, 7. Jim De Paoli (SUI) 705,00, 8. Denis Novozhilov (RUS) 697,50, 9. Paavo Klintrup (FIN) 644,00, 10. Mirko Lahti (FIN) 591,00

    Frauen: 1. Amanda Trunzo (USA), 2. Myriam Trepanier (CAN), 3. Tamara Kajah (CAN), 4. Miisa Klemola (FIN), 5. Anais Morand (SUI), 6 Maxie Plante (CAN), 7. Sandrine Rangeon (FRA), 8. Veronika Windisch (AUT)

    WM-Gesamtwertung: 1. Amanda Trunzo (USA) 2000,00 Punkte, 2. Myriam Trepanier (CAN) 1300,00, 3. Jacqueline Legere (CAN) 1090,00, 4. Veronika Windisch (AUT) 920,00, 5. Tamara Kajah (CAN) 920,00, 6. Anais Morand (SUI) 850,00, 7. Maxie Plante (CAN) 850,00, 8. Elaine Topolnisky (CAN) 550,00, 9. Missa Klemola (FIN) 500,00, 10. Junko Yamamoto (JPN) 480,00

    Ice Cross Downhill Weltmeisterschaft 2017/18 Kalender:
    16. Dezember 2017: Riders Cup, Wagrain-Kleinarl, Österreich
    12./13. Januar 2018: Riders Cup, Crans-Montana, Schweiz
    19./20. Januar 2018: Red Bull Crashed Ice, Saint Paul, USA
    27. Januar 2018: Riders Cup, St Petersburg, Russland
    03. Februar 2018: Red Bull Crashed Ice, Jyväskylä-Laajis, Finnland
    10. Februar 2018: Riders Cup, Saariselka, Finnland
    16./17. Februar 2018: Red Bull Crashed Ice, Marseille, Frankreich
    24. Februar 2018: Riders Cup, Minnesota, USA
    03. März 2018, Riders Cup, La Sarre, Kanada
    09./10. März 2018: Red Bull Crashed Ice, Edmonton, Kanada

    Red Bull Crashed Ice
    Red Bull Crashed Ice gibt es seit 2001 und wurde im Jahr 2010 als Weltmeisterschaft etabliert. Es ist das Top-Event, bei dem vier Athleten gleichzeitig schmale mit Hindernissen bestückte Eisbahnen hinabrasen, die bis zu 600 Meter lang sind und wobei die Athleten bis zu 80 km/h schnell werden. Ziel des Rennens ist es, als erster oder zweiter die Ziellinie zu erreichen, um in die nächste Runde zu kommen. Der weltweit schnellste Sport auf Eisskates gehört zur ATSX Ice Cross Downhill Weltmeisterschaft. Athleten aus mehr als 20 Ländern und fünf Kontinenten nehmen teil. Die Rennen finden auf Kunsteisbahnen oder natürlichem Eis auf Hängen im Zentrum großer Städte oder Skiresorts in Europa und Nordamerika statt.

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