• Stöger nach Sieg gegen das Ex-Team: "Kein Spiel für schwache Nerven"
  • Torschütze Schürrle: "Jetzt bekomme ich mehr und mehr das Vertrauen"

    München, 03. Februar 2018
    - Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie eine Stimmensammlung zum Freitagsspiel am 21. Spieltag der Fußball-Bundesliga zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Dortmund (2:3) bei Eurosport und im Eurosport Player.

    Peter Stöger (Trainer Borussia Dortmund) gegenüber Eurosport ...

    ... zum Spiel:
    "Klar, es war ein wichtiges Spiel. Wir sind punkte- und spieletechnisch nicht optimal in die Saison gekommen. Wenn das negativ ausgegangen wäre, hätten wir mehr Diskussionen gehabt. Das war ein ganz wichtiger Sieg, wir haben ein paar Sachen ordentlich gemacht und dagegengehalten. Es war kein Spiel für schwache Nerven."

    ... zum neuen Stürmer Michy Batshuayi (nach dem Spiel): "Er ist ein guter Junge. Von dem, was wir brauchen, bringt er viel mit. Der Einstand ist so, wie wir es erhofft haben. Das erträumt man sich nach den Wochen der Diskussionen und des ganzen übergeordneten Themas, wo wir uns wenig auf Sport konzentriert haben. Wir haben einen Stürmer bekommen, der einen tollen Einstand gemacht hat."

    ... zum Empfang in Köln (vor dem Spiel): "Es war ganz ruhig. Es waren wenige Menschen da. Ich freue mich, wir haben eine lange Zeit gut zusammengearbeitet. Es ist ungewohnt, mit dem Wissen, hier sehr lang gearbeitet zu haben. Ich weiß nicht, ob es so viele Trainer gibt, die in Köln viereinhalb Jahre arbeiten werden. Das war eine sehr schöne Zeit. Jetzt kommst du nach relativ kurzer Zeit wieder her - das ist schon speziell."

    ... zum neuen Stürmer Michy Batshuayi (vor dem Spiel): "Wir erwarten uns, dass er seine Qualitäten umsetzt. Er ist ein Zentrumsstürmer. Jemand, der Quote hat. Er passt gut zu uns. Mal schauen, was er abliefern kann. Es wird nicht ganz so einfach sein nach den wenigen Trainingseinheiten. Aber man sieht, dass er etwas kann, und davon sind wir überzeugt."

    ... zu André Schürrle (vor dem Spiel): "Er hat ein unglaubliches Potenzial. Wir wollen ihn unterstützen, dass er das wieder zeigt. Er ist jemand der im Abschluss gefährlich sein kann und Speed hat. Es läuft nicht optimal in der Saison für ihn. Aber von mir bekommt er das Vertrauen, in der Hoffnung, dass er einen Schritt nach vorne machen kann."

    Stefan Ruthenbeck (Trainer 1. FC Köln) gegenüber Eurosport ...

    ... zum Spielverlauf:
    "Wir haben die Tore zu einfach bekommen. Wenn du gegen Dortmund zweimal zurückkommst, darfst du das nicht mehr aus der Hand geben. Vielleicht waren wir nach dem 2:2 einen Tick zu euphorisch und haben dann versucht, auf Sieg zu spielen. Wir haben nicht die Ruhe ins Spiel bekommen, Dortmund hat sehr gut gekontert und die Qualität ausgespielt. Das war schwer zu verteidigen."

    ... zu den Auswirkungen der Niederlage: "Über 94 Minuten waren wir nicht die schlechtere Mannschaft. Du kannst das Spiel 3:2 gewinnen oder 3:3 spielen. Du kannst zu Beginn in Führung gehen - vielleicht musst du auch in Führung gehen. Dann ist es ein anderes Spiel. Heute, und ich betone heute, sind wir mit Borussia Dortmund auf Augenhöhe gewesen. Das nehmen wir mit. Aber wir können uns davon nichts kaufen, heute hätten uns ein Punkt oder drei Punkte gutgetan."

    ... zum Gegner Borussia Dortmund (vor dem Spiel): "Wir treffen auf eine gute Mannschaft. Ich höre immer was von Krise beim BVB. Das habe ich so nicht gesehen. Natürlich haben sie ein paar Spiele nicht gewonnen, aber für uns zählen nur Siege. Diesen Gegner zu schlagen, ist sehr schwierig. Wir müssen die richtige Balance finden."

    ... zur Rückkehr von Peter Stöger nach Köln (vor dem Spiel): "Das ist mir egal. Er hat hier gute Arbeit geleistet in den letzten Jahren. Ich zolle ihm riesigen Respekt. Für mich geht es darum, das Spiel zu gewinnen. Alles andere möchte ich ausblenden, das geht mich auch nichts an."

    André Schürrle (Borussia Dortmund) gegenüber Eurosport (nach dem Spiel) ...

    ... zu seiner persönlichen Situation beim BVB:
    "Es ist schon extrem. Ob verdient oder unverdient, ist immer die Frage, aber es ist auch nicht wichtig. Ich habe schon öfter eine schwere Situation in meiner Karriere gehabt. So etwas bringt einen immer weiter. Ich versuche, immer da zu sein. Ich habe immer versucht, positiv zu sein - auch wenn es schwer ist. Ich habe eine gute Form. Jetzt bekomme ich mehr und mehr das Vertrauen. Ich brauche Spiele, dann kann ich auch in meine Form und in meinen Rhythmus kommen."

    ... zum Dortmunder Sieg in Köln: "Für die Mannschaft war es extrem wichtig. Wir haben unter der Woche viel gesprochen. Wir hatten viel Theater wegen der Transfers. In den letzten Tagen ist es weniger geworden, wir hatten weniger Themen in der Mannschaft. Das Wichtigste sind dann Siege in solchen Momenten. So ein hart erkämpfter Sieg tut dann extrem gut. Den müssen wir jetzt mitnehmen."

    Jonas Hector (1. FC Köln) gegenüber Eurosport (nach dem Spiel): "Insgesamt waren wir auf Augenhöhe und hätten zumindest einen Punkt verdient gehabt. So ist es leider nicht im Fußball. Wir haben die Gegentore zu leicht hergegeben, und dann verliert man eben gegen so eine Mannschaft. Wir müssen jetzt die nächsten Wochen weiter punkten und Gas geben, wie wir es heute auch gemacht haben. Wir müssen die dummen Fehler abstellen, dann ist mehr drin."

    Michy Batshuayi (Borussia Dortmund) gegenüber Eurosport (nach dem Spiel): "Ja, ich bin sehr glücklich. Aber das Wichtigste ist der Sieg. Das war das erste Spiel, es war schwierig. Wir wollen in der Tabelle so weit wie möglich nach oben kommen und am Ende natürlich auch in die Champions League einziehen."

    Hans-Joachim Watzke (Geschäftsführer Borussia Dortmund) gegenüber Eurosport (vor dem Spiel) ...

    ... zur Ablösesumme von Pierre-Emerick Aubameyang:
    "Er wird in diesem Jahr 29. In dem Moment, in dem man jetzt Pierre-Emerick verpflichtet, weiß man, dass man ihn nicht mehr verkauft bekommen wird. Maximal, wenn er selbst Bock hat, oder wenn er nach China will. Aber bei dem, was er nun bei Arsenal London verdient, muss er ja nicht mehr nach China. Es ist ein Unterschied, ob du einen 24-Jährigen oder einen 29-Jährigen verpflichtest. Das ist der Grund, weshalb die Ablösesumme nicht höher war. Und abgesehen davon: Wir haben auch nie ein höheres Angebot erhalten."

    ... zur Rückkehr von Peter Stöger nach Köln "Emotional merkt man es ein Stück weit. Aber auch nicht zu sehr, er ist ja eher rational. Aber es ist für ihn schon etwas Besonderes. Er hat hier eine fantastische Zeit gehabt mit vier super Jahren, in denen es immer nur aufwärtsgegangen ist. Das lässt du nicht hinter dir, das ist ja klar."

    ... zum neuen Stürmer Michy Batshuayi: "Er ist ein klassischer Neuner, den brauchten wir. Wir haben zwei in der Verlosung gehabt- Giroud und Batshuayi. Jetzt hat sich das mit Batshuayi ergeben. Er hat diesen Torinstinkt. Er hat eine tolle Torquote. Bei Chelsea hat er viel Konkurrenz gehabt, also war es nicht einfach, sich dort durchzusetzen."

    ... zum Spiel beim 1. FC Köln und zur Situation von Borussia Dortmund: "Wir haben in Köln die vergangenen Jahre, in denen Stöger hier Trainer war, nie gewonnen. Obwohl wir immer Favorit gewesen sind. Fakt ist: Wir waren im vergangenen Jahr Dritter und DFB-Pokalsieger. Nehmen Sie die Erfolge von Borussia Dortmund in diesem Jahr - und dann stellen Sie mal alle anderen deutschen Klubs nach Bayern dagegen. Du wirst nicht Zweiter im deutschen Fußball durch eine Tabelle am 21. Spieltag. Das musst du dir über fünf oder zehn Jahre erarbeiten. Da müssen alle anderen noch eine Menge beisteuern, um irgendwann mal von einer Wachablösung zu sprechen."

    ... zur finanziellen Situation des BVB nach den Spielerverkäufen: "Die Leute vergessen immer, dass man auch Steuern bezahlen muss, wenn man ordentlich wirtschaftet. Wir haben gesagt, wir machen solide Sachen und keine Schulden.Die ganz, ganz großen Vereine wie Real Madrid und Bayern München stürzen sich auf unsere Spieler. Wir sind nicht unendlich weit weg - wir haben jetzt eine Woche lang auf Augenhöhe mit dem FC Arsenal verhandelt. Fakt ist: Wir wollen in die Champions League, und abgerechnet wird am Schluss."

    Armin Veh (Geschäftsführer 1. FC Köln) gegenüber Eurosport (vor dem Spiel) ...

    ... zur Feier seines Geburtstags:
    "Hatte eine leichte Grippe, daher konnte ich den Wein nicht so genießen. Der schmeckt dann nämlich nicht."

    ... zu seiner Situation als Geschäftsführer: "Man muss schon abgeschlossen haben mit dem Trainerdasein. Man kann nicht daran denken, dass man wieder anfängt. Bei mir ist das so. Ich kann ihm eine Hilfe sein, wenn er will. Wir tauschen uns aus. Als Trainer muss man unheimlich viel organisieren. Es hilft dir, zu wissen, wie die da unten fühlen und denken. Dann kann man die Gespräche so führen, dass man es auf Augenhöhe macht."

    ... zu Trainer Stefan Ruthenbeck: "Ich habe mir angesehen, wie er mit der Mannschaft umgeht und wie er trainiert. Das hat mir gut gefallen. Daher gab es gar keine Diskussion."

    ... zur Frage, ob er Peter Stöger begrüßen werde: "Wir haben uns früher als Trainer öfter gesehen, aber nie einen Berührungspunkt gehabt. Daher sehe ich keinen Grund, dass ich heute hingehe und ihn begrüße."

    Eurosport Experte Matthias Sammer ...

    ... zur Situation beim 1. FC Köln:
    "Aufgrund des Leistungsvermögens und des Potenzials und auch mit Blick auf die Bank, die jetzt wieder mit gestandenen Spielern besetzt ist, sind sie gut gewappnet. Was mich skeptisch macht, ist allerdings: In guten Spielen musst du dich belohnen. Die Spiele werden weniger. Mein Instinkt sagt mir, dass noch nichts verloren ist. Die Hamburger und die Bremer müssen auch erst mal ihre Punkte sammeln. Dementsprechend einfach weitergehen - wie es der Coach gesagt hat."


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    Dominik Mackevicius (dominik_mackevicius@discovery.com)
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