• Der VfB-Sportvorstand: „Stimmung wird uns in den nächsten Wochen tragen“
  • Mainzer Schröder lobt Trainer Schwarz: „Mit voller Überzeugung“
  • Rudi Völler: „Bayern spielt seine ganz eigene Saison“
  • Sky Experte Hamann: „Dortmund kommt nicht unter die besten Vier“

    Unterföhring, 04. Februar 2018 - In „Wontorra – der Fußball-Talk“ sprachen u.a. Michael Reschke, Sportvorstand des VfB Stuttgart, Bayer Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler, Rouven Schröder (Sportvorstand des FSV Mainz 05) und Sky Experte Dietmar Hamann bei Sky Sport News HD über aktuelle Themen.

    Michael Reschke (Sportvorstand VfB Stuttgart) ...
    … zum 1:1 beim VfL Wolfsburg:
    „Das hat gutgetan. Nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Leistung der Mannschaft. Das hat Spaß gemacht. Nach dem Rückstand war es wichtig, eine Reaktion zu zeigen. Die Leistung gibt Anlass zur Hoffnung.“
    … zum Kampf um den Klassenerhalt: „Es gibt in der Bundesliga keinen Klub mehr, der nicht über einen guten und sinnvoll zusammengestellten Kader verfügt. Das ist die Herausforderung: Am Ende des Tages drei dieser Klubs hinter sich zu lassen. Das ist für den VfB mindestens so viel wert wie der Aufstieg im vergangenen Jahr.“
    … zur Verpflichtung von Tayfun Korkut als neuen Trainer: „Wenn man so lange im Geschäft ist wie ich, kann man Trainer einschätzen und weiß mehr als das in der Öffentlichkeit vielleicht rüberkommt. Die Entscheidung für dieses Trainerteam ist mit einer tiefen Überzeugung nach Gesprächen mit Tayfun getroffen worden.“
    ... zu seinen ersten Eindrücken von Tayfun Korkut: „Wir haben einen absoluten Wunschkandidaten verpflichtet. Tayfun arbeitet super professionell, sehr intelligent und durchdacht. Der Faden zur Mannschaft ist jetzt schon sehr eng geknüpft. Da sind ein sehr guter Dialog und ein sehr gutes Stimmungsbild. Das ist entscheidend und wird uns in den nächsten Wochen tragen.“
    … zur jüngsten Kritik der Fans: „Dass sich die Fans Sorgen machen und den Verein intensiv leben, bekomme ich jeden Tag mit. Das Umfeld lebt diesen Klub mit einer Intensität, die beeindruckend ist. Dann machen sich Menschen Sorgen. Das kanalisiert sich dann in Aussagen, die teilweise ein bisschen grenzwertig sind in ihrer Schärfe, aber das muss man respektieren. Alle unsere Entscheidungen waren ausgewogen aus unserer Sicht. In der Bundesliga gibt es nur eine Währung, und das sind Punkte. Daran werden wir arbeiten, dass wir die nötigen Punkte holen werden. Das ist das Wesentliche und Wichtige, und darauf konzentrieren wir uns jetzt.“
    … zu den Lobes-Hymnen der Bayern-Boss auf Trainer Jupp Heynckes: „Jupp macht einen sehr, sehr guten Job bei den Bayern. Das ist eine Art Weichklopfen, das stattfindet und eine Respektbekundung für Jupp Heynckes. Das kann man als eine tiefe Verbeugung bewerten.“
    ... zur Neuausrichtung des FC Bayern: „Uli Hoeneß hat definitiv keine Angst vor der Zukunft und vor jungen Leuten und Erneuerungen. Dieses Thema, wie stelle ich den FC Bayern für die Zukunft auf, beschäftigt ihn sehr professionell und sehr gewissenhaft.“

    Rudi Völler (Sportdirektor Bayer Leverkusen) ...
    ... zum weiteren Saisonverlauf:
    „Wir tun gut daran, von Spieltag zu Spieltag zu schauen. Wir spielen eine gute Saison und sind stabil. Kleinigkeiten sind in der Liga entscheidend. Nicht nur hinten, also im Abstiegskampf, sondern auch vorne wird es ganz eng bleiben.“
    ... zur Dominanz des FC Bayern: „Die Distanz zu den Bayern ist so extrem hoch, weil auch Borussia Dortmund nicht die Rolle spielt, die man der Borussia vielleicht zugetraut hat. Nach den ersten Spielen waren sie Tabellenführer. Und in Dortmund ist der Anspruch so, dass man der gefühlte Zweite ist. Die anderen versuchen, ihre Ziele zu erreichen. Da gehören wir zu, und wir machen es ganz ordentlich. Die Bundesliga ist einfach eine schwierige Liga – ausgenommen Bayern München. Die spielen mit ihren Möglichkeiten ihre eigene Saison.“
    ... zum DFB-Pokal: „Wenn man das Schicksal hat, in einer Liga mit den Bayern zu spielen, ist der Pokal vielleicht der Wettbewerb, in dem man auch mal gegen die Bayern eine Chance hat und sie schlägt. Das wollen wir erreichen.“

    Rouven Schröder (Sportvorstand FSV Mainz 05) ...
    … zu möglicher Abstiegsangst in Mainz:
    „Von Angst kann nicht die Rede sein. Das ist ein völlig falsches Wort. Wir sind uns der Situation bewusst und sind fokussiert. Den Relegationsrang blenden wir aus. Es ist falsch, über Negatives zu sprechen. Wir haben eine absolut intakte Mannschaft. Wir müssen jetzt punkten und auch auswärts die Leistung bringen. Wir analysieren die Dinge sehr intensiv. Aber wichtig ist: Intern und mit der nötigen Ruhe.“
    … zur Kritik der Fans: „Es ist mittlerweile Gang und Gäbe. Man muss sich davon freimachen und auf das Wesentliche fokussiert sein. Wenn man jeden Satz liest, wird es schwer. Das ist kein Phänomen Mainz 05. Jeder wird das erzählen können. Wenn es mal nicht so läuft, wird es negativ. Du darfst dich nicht von anderen Leuten beeinflussen lassen. Das gilt auch für Sandro. Es ist normal, dass Menschen Kritik äußern. Das dürfen sie natürlich tun. Uns ist im Vorhinein bewusst gewesen, dass es eine schwierige Saison wird. Wir sind jetzt auf dem Relegationsrang. Das ist Fakt, aber wir haben genügend Spiele, um das umzubiegen.“
    ... zu einer möglichen Frist für Trainer Sandro Schwarz: „Das ist immer die Zeitschiene im Sport, von der die Leute sprechen. Das gibt es bei uns nicht. Wir haben das nächste Spiel in Frankfurt, und darauf schauen wir jetzt. Ich sehe jeden Tag, wie Sandro und sein Team arbeiten. Ich kann keinerlei Anzeichen erkennen, dass diese Mannschaft gewissen Dingen nicht folgt. Sandro und ich sind so eng beieinander: Wir gucken uns in die Augen und wissen ganz genau, wie die Situation aussieht. Wir beide zusammen mit Mainz 05 in die richtige Richtung.“
    ... zu Frage, ob Sandro Schwarz bis zum Saisonende auf der Trainerbank sitzen werde: „Das ist die Frage, auf die ich gewartet habe. Sandro Schwarz ist unser Trainer. Wir fahren nach Frankfurt. Da gibt es keine Ultimaten oder sonstiges. Das werden sie von mir nicht hören. Noch einmal: Mit vollster Überzeugung mit Sandro Schwarz.“

    Sky Experte Dietmar Hamann ...
    … zur Dominanz des FC Bayern:
    „Es ist schon erstaunlich, mit welcher Souveränität und Entschlossenheit der FC Bayern unter dem Trainer-Rückkehrer Heynckes spielt. Sie sie sind zu dominant für die Liga. In der Form haben sie auch in der Champions League sehr, sehr gute Karten. Es erinnert ein bisschen an die Form in der Triple-Saison.“
    … zur einer Bayern-Zukunft mit Jupp Heynckes als Trainer: „Wenn man Uli Hoeneß zuhört in dieser Woche, dann liegt die Chance bei zehn Prozent. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Heynckes noch ein Jahr macht. Mit jeder Charmeoffensive von Uli Hoeneß wird es aber auch unwahrscheinlicher, dass Thomas Tuchel kommt. Die Chancen eines Thomas Tuchel bei Bayern München im nächsten Jahr gehen gegen Null. Ich glaube, dass die Bayern einen Trainer verpflichten werden, der jetzt noch unter Vertrag steht.“
    ... zur Frage, ob Niko Kovac ein Bayern-Kandidat wäre: „Er hat bislang noch nicht in der Champions League trainiert, aber er hat sein Land zu einer WM geführt und sich dort gut verkauft. Von der Größe, Wucht und Macht eines FC Bayern würde er sich nicht beeindrucken lassen. Was er in Frankfurt derzeit macht, ist beeindruckend.“
    ... zur Situation bei Borussia Dortmund: „Ich glaube, dass Anspruch und Wirklichkeit bei Borussia Dortmund sehr weit auseinanderliegen. Ich glaube deshalb, dass sie nicht unter die ersten Vier kommen werden.“

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