• BVB-Kapitän Reus moniert: „Uns hat heute die Gier gefehlt“
  • Fortuna-Trainer Funkel warnt: Der Sieg „bringt auch nur drei Punkte“
  • Augsburgs Kapitän Baier: „Wir haben mit Mann und Maus verteidigt“
  • Sky Experte Dietmar Hamann über Dortmund: „Ich bin überrascht, wie schwer sie sich getan haben“

    Unterföhring, 18. Dezember 2018 -
    Die wichtigsten Stimmen zu den Dienstagspartien der Fußball-Bundesliga am 16. Spieltag bei Sky.

    Marco Reus (Kapitän Borussia Dortmund): „Uns hat heute die Gier, das Spiel gewinnen zu wollen, gefehlt. Wir wussten vorher, dass Düsseldorf viel über Konter kommen wird. Wir machen einen dummen Fehler im Spielaufbau, verlieren den Ball und dann steht es 0:1. Dann läufst du gegen eine Wand an. Dann kriegst du durch einen Sonntagsschuss das 0:2. Dann wird es natürlich schwierig. Im Großen und Ganzen muss man sagen, dass wir die Niederlage verdient haben, weil wir viel zu wenig investiert haben.“

    Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund): „Sie haben uns sehr gut ausgekontert, das haben sie wahrscheinlich so geplant. Wir sind beim ersten Tor überrascht. Wir wussten das, aber wir können das nicht immer vermeiden. Danach haben sie sehr tief gestanden, wir haben die Lücke einfach nicht gefunden.Sie haben taktisch gut gespielt.“

    Friedhelm Funkel (Trainer Fortuna Düsseldorf): „Wie sie von der ersten Sekunde umgesetzt hat, was wir uns vorgenommen haben, das ist schon bemerkenswert. Wir wollten es ähnlich machen wie in München: immer wieder Nadelstiche nach vorne zu setzen über Dodi Lukebakio. Dass du dann nach hinten gerückt wirst, ein bisschen Glück und so einen Sonntagsschuss von Jean Zimmer brauchst, gehört einfach dazu. Dass wir die ersten sind, die Dortmund schlagen, ist schön, aber bringt auch nur drei Punkte.“

    Roman Bürki (Torhüter Borussia Dortmund): „Ich hatte schon angenehmere Spiele. Wir haben verdient verloren, weil wir zu wenig investiert haben. Die Leidenschaft hat gefehlt, wenn man sieht wie Düsseldorf aufgetreten ist. Wir haben leider zu wenig aufs Tor geschossen, um gefährlich werden zu können.“

    Jean Zimmer (Torschütze Fortuna Düsseldorf): „Der Sieg ist viel wichtiger als mein Tor. Natürlich freue ich mich, aber die drei Punkte tun sehr gut – gerade in der englischen Woche.“

    Markus Weinzierl (Trainer VfB Stuttgart): „Wir haben zwei Gegentore bekommen, die du natürlich nicht bekommen darfst. Es war eigentlich klar besprochen. Wir wussten um die Kopfballstärke und die Größe beim Gegner. Es war schlecht verteidigt.“

    Bruno Labbadia (Trainer VfL Wolfsburg): „Es ist definitiv ein schönes Gefühl. Wir wollten uns unbedingt mit einem Heimsieg von den heimischen Fans in die Winterpause verabschieden. Das ist uns sehr eindrucksvoll gelungen. Wir wollten Stuttgart nie ins Spiel kommen lassen, weil wir gesehen haben, wenn sie Platz haben, können sie sehr gefährlich werden. Das haben wir gut gemacht.“

    Daniel Ginczek (VfL Wolfsburg): „Wir haben jetzt 25 Punkte und eine gute Serie mit fünf Spielen, die wir nicht verloren haben. Da waren gute Gegner dabei. Leider ist noch nicht Pause. Wir haben noch ein ekliges Spiel in Augsburg. Das ist immer sehr unangenehm. Dann sind wir froh, wenn Urlaub ist, aber erst einmal wollen wir die 28 Punkte auf der Habenseite.“

    Pal Dardai (Trainer Hertha BSC): „Wir haben wieder Tore hergeschenkt. Ein Tor nach einer Standardsituation und das zweite Tor – wenn man das nochmal sieht, ist das unmöglich. Wir haben in der ersten Halbzeit stark gespielt, in der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft gekämpft, aber auf dem Platz war es schwierig, Fußball zu spielen. Es war ein richtiger Fight. Das Unentschieden müssen wir akzeptieren.“

    Daniel Baier (Kapitän FC Augsburg): „Am Ende haben wir mit Mann und Maus verteidigt. Die Tore spiegeln gerade ein bisschen die Situation wider: Wir gehen in Führung und auf einmal steht es ein paar Minuten später 2:1 für den Gegner. Trotzdem haben wir nicht aufgegeben und Moral gezeigt.“

    Dieter Hecking (Trainer Borussia Mönchengladbach) ...
    ... zum Spiel:
    „Ich denke, jeder hat heute den Sieg erwartet und wir haben auch nicht viel zugelassen. Nürnberg hat versucht mitzuspielen. Wir haben trotzdem eine Ordnung gehabt. Danach hatten wir einige hundertprozentige Chancen, da musst du das zweite Tor früher machen. Wir wollten diesen Sieg heute unbedingt, wir haben ihn eingefahren. Jetzt gilt es, kurz durchzuatmen und sich dann auf Freitag Abend vorzubereiten.“
    ... über sein 400. Bundesliga-Spiel als Trainer: „Natürlich ist das eine schöne Zahl, ich bin sehr weit vorne mit meinen Einsätzen dabei. Es sind vierhundertmal tolle Herausforderungen gewesen und ich möchte kein Spiel missen.“
    ... über die Partie gegen Borussia Dortmund am kommenden Freitag: „Wir spielen bei der momentan besten Mannschaft in Deutschland, die es hervorragend macht. Aber wir sind auch eine gute Mannschaft und das wollen wir am Freitag zeigen.“

    Michael Köllner (Trainer 1. FC Nürnberg)...
    … zum Spiel:
    „Das Spiel kann man auf ein paar spielentscheidende Szenen reduzieren: In den ersten Minuten haben wir zwei Riesenchancen gehabt. Der Elfmeter gegen uns war ein harter Maßstab. Wenn der Schiedsrichter diesen Maßstab wählt, ist das okay, aber das war heute mit zweierlei Maß gemessen. Dann müssen wir in der zweiten Hälfte den identischen Elfmeter bekommen. Wenn er den ersten pfeift, muss er ihn bei uns auch pfeifen.“
    ...zur Frage, ob das Schiedsrichtergespann Nürnberg heute um einen Punkt gebracht hat: „Ja, für mich schon. Das nützt es mir auch nichts, wenn der Schiedsrichter sich nach dem Spiel bei mir entschuldigt. Das ist enttäuschend.“

    Georg Margreitter (1. FC Nürnberg) …
    ... zum Spiel:
    „Wir haben wirklich ein gutes Auswärtsspiel gemacht. Es war ein enges Spiel. Das Bittere ist heute, dass wir nach drei Standards für uns, drei Riesenchancen für Gladbach zugelassen haben und zweimal hat es geklingelt. Das darfst du dir in der momentanen Situation nicht erlauben. Das schmerzt besonders. Wir müssen uns aufbauen an der Leistung, die wir heute das ganze Spiel geboten haben.“
    ... über ein erstes Fazit der Hinrunde: „Das Gute ist, wir können am Samstag alles in die richtige Richtung reißen. Mit dem Heimspiel haben wir eine riesige Chance und dann fällt das Fazit auch viel positiver aus.“

    Yann Sommer (Borussia Mönchengladbach): „Der Lauf ist hoffentlich noch nicht vorbei. Ich bin sehr happy, wie wir das bis jetzt machen. Wir haben acht Heimspiele gewonnen, das ist nicht selbstverständlich. Jetzt freuen wir uns auf Freitag.“

    Tim Leibold (1. FC Nürnberg)...
    ... zum Spiel:
    „Wir haben eine ordentliche erste Halbzeit gezeigt. Wenn wir unsere ein, zwei Gelegenheiten vorne konsequenter zu Ende spielen, gehen wir vielleicht mit einer Führung in die Halbzeit, aber wir geraten durch eine eigene Standardsituation in Rückstand. Dann ist es schwierig, in Gladbach zurückzukommen. Es ist keine Schande, hier zu verlieren.“

    Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach) …
    … über seinen Genesungsprozess:
    „Man sieht es noch ein bisschen, aber ich habe keinerlei Schmerzen mehr. Seit einer Woche bin ich im individuellen Training, kann alles machen außer Zweikämpfe und Kopfballduelle. Heute habe ich eine Maske bekommen und hoffe, dass ich morgen oder übermorgen das eine oder andere Training mitmachen kann. Für Dortmund am Freitag wird es wahrscheinlich nicht mehr reichen, aber zur Rückrunde steige ich wieder ein. Außer meiner Sicht würde es gehen, aber aus ärztlicher Sicht ist das Risiko natürlich zu hoch.“
    … über seine Entwicklung seit seinem Wechsel nach Gladbach: „Ich fühle mich sehr, sehr wohl hier. In Dortmund war auch nicht alles schlecht. Ich habe in den drei Jahren auch über 100 Spiele gemacht, aber ich hatte nie das Gefühl, dass ich als Stammspieler gesehen werde, weil ich auf vielen Positionen gespielt habe, was als junger Spieler auf so einem Niveau auch nicht schlecht ist. Aber für mich war vor eineinhalb Jahren der Zeitpunkt gekommen, an dem ich mich auch als Persönlichkeit auf einer festen Position weiterentwickeln wollte und da war es für mich eigentlich eine leichte Entscheidung hierherzukommen. Man sieht, was hier für ein Potenzial schlummert.“

    Hans Meyer (Präsidiumsmitglied Borussia Mönchengladbach) (vor dem Spiel)…
    ... über Trainer Dieter Hecking:
    „Wenn Sie mit ihm zu tun hätten, mit ihm auch mal ein Bierchen trinken und sich mit ihm über Gott und die Welt unterhalten, bekommen Sie mit, wie gestanden er ist, wie viel Erfahrung er hat und was bei ihm im Kopf und im Herzen stimmt. Es kommt darauf an, mit den Jungs ein gutes Verhältnis aufzubauen. Das gibt er automatisch her. Man spürt jeden Tag, dass da Respekt und Achtung da ist.“
    ... über die Neuzugänge: „Max Eberl hat wieder einmal ein paar richtig gute Griffe gemacht. Er hat Florian Neuhaus aus Düsseldorf zurückgeholt, der hat richtig gut eingeschlagen. Er holt mit Alassane Pléa einen Mittelstürmer aus Nizza, den ich nicht kannte, auch wenn er in Nizza nicht Mittelstürmer gespielt hat. Wegen dieses verrückten Mario Balotelli, musste er ausweichen. Und was unser Spieler aus Basel (Michael Lang, d. Red.) bisher als Rechtsverteidiger gespielt hat, das ist richtig stark. Das passt!“
    ... zum Videobeweis: „Ich persönlich halte all diese Dinge für nicht notwendig, weil ich denke, dass die Entscheidung auch auf Video immer wieder unklar ist. Das bekommt man ja mit, wie viele Fachleute sich auch danach uneinig sind. Diese Ehrlichkeit, die wir eigenartigerweise im Fußball wollen, die wir in der Gesellschaft nicht haben, das wird nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Ich habe immer Angst: Wenn wir ein Tor machen, sage ich immer, warten wir erst einmal ab, ich springe in fünf Minuten hoch. Das ist nicht gut. Ich glaube nicht, dass unser Fußball so viel ehrlicher geworden ist.“
    ... zur Hinrunde bei Gladbach: „Wir haben bisher in diesem Herbst unglaublich konstant spielen können, weil Dieter Hecking gesunde Spieler hatte. Leider gibt es jetzt in der Endphase ein paar Probleme, ich hoffe wir schaffen es noch bis unter den Weihnachtsbaum.“

    Sky Experte Dietmar Hamann...
    ... zur Dortmunder Niederlage in Düsseldorf:
    „Einige Düsseldorfer haben das Spiel ihres Lebens gemacht: Einsatzbereitschaft, Laufwillen, sie haben sich im Sechzehnmeterraum in die Schüsse geschmissen. Nach vorn haben sie hervorragend gespielt. Viel besser kann man nicht spielen. Für einen Aufsteiger so dominant zu sein und so wenig zuzulassen gegen so eine gefährliche Mannschaft – ich war sehr beeindruckt. Nach vorn hat Dortmund die Durchschlagskraft gefehlt. Das ist gegen tiefstehende Mannschaften nicht das erste Mal. Ich war überrascht, wie schwer sie sich getan haben.“
    ... über den VfL Wolfsburg: „Sie haben mit Wout Weghourst einen guten Mann im Sturm dazubekommen. Sie haben in der Führung mit Bruno Labbadia und Jörg Schmadtke zwei Leute, die sehr erfahren und respektiert sind in der Fußball-Szene, die Ruhe in den Laden bekommen haben. Was ihnen in den vergangenen Jahren gefehlt hat, war der unbedingte Wille, Spiele zu gewinnen.“

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