• Salihamidzic über Hernandez-Einigung: „Das sind Gerüchte“
  • Heldt attackiert DFB-Präsident: „Dass Herr Grindel nicht unbedingt viel Ahnung von Fußball hat, das weiß ja jeder“
  • Schwegler droht Straftraining an Weihnachten: „Ich habe schon einen Anruf bekommen, ob unser Fondue wieder abbestellt werden muss“
  • Sky Experte Dietmar Hamann: „Die neun Punkte sind nur noch sechs“

    Unterföhring, 19. Dezember 2018 -
    Die wichtigsten Stimmen zu den Mittwochspartien der Fußball-Bundesliga am 16. Spieltag bei Sky.

    Thomas Müller (FC Bayern München): „Wir haben uns mit dem Ball nicht ganz so viel zugetraut, weil wir natürlich um die Stärken der Leipziger wussten. Das war aber der Fehler. Das Tor macht Franck Ribery natürlich super. Er war da, wo wir ihn gebraucht haben. Danke, Franck!“

    Timo Werner (RB Leipzig) …
    … über seine Zukunft:
    „Ich habe gar keinen Zeitdruck. Ich habe in Leipzig noch eineinhalb Jahre einen gültigen Vertrag und wir kämpfen um die Champions League. Ich kann mir das alles in Ruhe durch den Kopf gehen lassen und dann im neuen Jahr entscheiden. Ich habe hier zweieinhalb sehr schöne Jahre gehabt, natürlich ist RB eine Überlegung. Dass andere Mannschaften auch noch im Rennen sind, ist keine Frage. Ich möchte keinen Namen nennen. Ich mache mir jetzt noch keine Gedanken. Das war auch nicht gelogen, als ich gesagt habe, ich habe mir darüber noch keine Gedanken gemacht.“
    … zur These, dass er einen Wechsel nach München also nicht ausschließt: „Man hat ja so seine Favoriten. Wenn man in Deutschland bei RB Leipzig spielt und in Deutschland bleiben will, gibt es eigentlich nur einen Verein, zu dem man wechseln kann.“
    … zum Spiel: „Das ist schade, wir hatten zwei Situationen im Spiel, die gefährlich waren. Die Erste hält Peter Gulacsi noch und die Zweite macht Ribery gut. Aber bis der Ball überhaupt da hin kam, ist wieder viel schiefgelaufen.“

    Hasan Salihamidzic (Sportdirektor FC Bayern München) …
    … zu den Gerüchten über einen Wintertransfer von Lucas Hernandez:
    „Das sind Gerüchte, die ich nicht kommentieren kann. Zu Transfers kann ich mich nicht äußern. Wenn es etwas zu vermelden gibt, dann werden wir das sagen. Aber in diesem Fall kann ich wirklich nichts bestätigen. Ich habe ja schon gesagt, dass wir uns im kommenden Jahr – ob das in der Winterpause oder im Sommer sein wird – verstärken werden, aber das sind Gerüchte, die ich nicht kommentieren möchte.“

    Peter Gulacsi (RB Leipzig): „Das war ein sehr mutiges Spiel von uns. Wir haben uns viel vorgenommen und das 80 Minuten richtig gut umgesetzt. Die Bayern hatten nicht so viele Torchancen. Wir haben versucht, sie früh unter Druck zu setzen, das hat sehr gut funktioniert. Das ist sehr schade, dass wir am Ende trotzdem verloren haben, weil ich denke, dass mehr drin war.“

    Frank Baumann (Geschäftsführer Sport Werder Bremen) …
    … zum Drohneneinsatz beim Hoffenheimer Abschlusstraining:
    „Wir hatten heute am Spieltag noch keine Zeit, das aufzulösen. Wir werden das intern besprechen. Dass man Trainingseinheiten des Gegners beobachtet, ist glaube ich normal. Der Mitarbeiter war heute nicht da, deshalb werden wir das morgen in Ruhe machen.“

    Julian Nagelsmann (Trainer TSG 1899 Hoffenheim) …
    … zum Spiel:
    „Man hat uns angemerkt, dass wir extrem müde waren. Bremen war über lange Zeit überlegen und hatte auch die besseren Chancen. Am Ende können wir es vielleicht sogar gewinnen oder müssen, weil der Gegner so viele Chancen liegenlässt. Der Punkt ist heute schon glücklich für uns.“
    … über den Flug einer Drohne während des Hoffenheimer Abschlusstrainings: „Ich nehme das keinem übel. Grundsätzlich ist das als Mitarbeiter lobenswert, sich für seinen Klub reinzuhängen und zu versuchen, den anderen Klub auszuspionieren. Beim Thema Drohne geht es natürlich immer auch um die Sicherheit der Leute, die darunterstehen. Ich bin dem Analysten nicht böse, wenn er seinen Job macht.“

    Max Kruse (Kapitän Werder Bremen): „Im Moment ist die Enttäuschung, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben, größer. Solche Spiele musst du gewinnen, da gibt es kein Wenn und Aber. Dass wir guten Fußball spielen, können wir uns jetzt jede Woche anhören, aber dafür bekommen wir keine Punkte.“

    Christian Streich (Trainer SC Freiburg) …
    … zum nicht gegebenen Treffer:
    „Wenn das nächste Mal bei uns so ein Ding ist, dann möchte ich bitte, dass abgepfiffen wird. Uns wurde kein Tor geklaut. Man kann die Situation so sehen, völlig in Ordnung, aber ich hoffe, dass es nächstes Mal bei uns auch so ist.“

    Pirmin Schwegler (Hannover 96) …
    … über das angedrohnte Straftraining und Urlaubsstreichung:
    „Ich würde gerne mal wieder in die Schweiz. Ich habe schon einen Anruf bekommen, ob unser Fondue wieder abbestellt werden muss an Heiligabend. Es geht am Ende nur darum, dass wir die Klasse halten. Ich wäre schon lieber zu Hause, aber am allerliebsten bin ich nächstes Jahr noch mit Hannover in der 1. Bundesliga.“

    Andre Breitenreiter (Trainer Hannover 96) …
    … zum Spiel:
    „Das war die wichtigste Erkenntnis: Dass die Mannschaft das auch kann. Das hat sie auch schon gezeigt, nur in den vergangenen beiden Heimspielen nicht. Diese Leistung ist ein erster Schritt, nicht mehr und nicht weniger. Wir haben jetzt auswärts gepunktet, haben ein gutes Gefühl und müssen am Samstag nachlegen.“
    … zum angedrohten Straftraining während Weihnachten und Silvester: „Ich bin nicht verhandlungsbereit, es gilt das, was ich gesagt habe.“

    Horst Heldt (Manager Hannover 96) …
    … über den Disput mit dem DFB:
    „Dass Herr Grindel nicht unbedingt viel Ahnung von Fußball hat, das weiß ja jeder. Das ist nichts Besonderes für mich. Wenn er meint, er müsste sich dazu äußern, dann ist das sein gutes Recht.“

    Sandro Schwarz (Trainer 1. FSV Mainz 05): „Nur weil der Schiedsrichter nicht gepfiffen hat, heißt das nicht, dass es keine Elfmetersituation in dem Spiel gab. Ich habe die Bilder nicht gesehen, der Arm ist glaube ich angelegt, aber geht zum Ball. Wir reden jede Woche über die Situation, es nervt, es gab auch schon Situationen, in denen es in ähnlichen Fällen Handelfmeter gegeben hat.“

    Gelson Fernandes (Eintracht Frankfurt): „Unser Trainer hat gesagt, dass wir mehr machen müssen: besseres Zweikampfverhalten, konzentrierter spielen und zweite Bälle gewinnen. Es war ein bisschen laut in der Kabine, denn das war zu wenig, was wir in der ersten Halbzeit gemacht haben. Aber dieser Punkt ist gut und jetzt kommen die Bayern.“

    Heiko Herrlich (Trainer Bayer Leverkusen): „In der zweiten Halbzeit war es ein Kampfspiel für uns. Wir haben es kaum noch geschafft, uns zu befreien, konnten keinen Druck mehr aufbauen und die Bälle nicht halten. So mussten wir verteidigen, alle haben mitgemacht. Lukas Hradecky hat Männerfußball gefordert und das haben wir gezeigt.“

    Domenico Tedesco (Trainer Schalke 04)
    … zum Spiel:
    „Für uns ist jedes Spiel wichtig, auch heute. Für uns ändert sich in Bezug auf Stuttgart nichts an der Einstellung und der Herangehensweise. Wir müssen spielen wie im zweiten Durchgang. Das war schon zielstrebig. Das war heute kein Spiel, das du verlieren musst.“
    … zur Frage, ob er noch das Vertrauen der Verantwortlichen spürt: „Die Gesprächspartner, die für mich wichtig sind, tauschen sich regelmäßig mit mir aus, weil sie ganz genau wissen, wie die Situation ist. Wir wollen nicht zu viel jammern. Trotzdem haben sie schon gesehen, mit wem wir im Sturm spielen müssen. Teuchert ist jetzt sogar als fünfter Stürmer noch krank ausgefallen. Wir wissen das schon einzuschätzen. Trotzdem ist unsere Tabellensituation schlecht.“

    Julian Baumgartlinger (Bayer Leverkusen)
    … über sein erstes Spiel als Bayer-Kapitän und die Leistung der Mannschaft:
    „Es ist völlig egal, wer die Binde hat und Kapitän ist. Es ist einfach nur wichtig, dass die Mannschaft so auftritt wie heute, auch wenn es nicht schön war. Das war von beiden Seiten der Inbegriff eines Kampfspiels. Es geht nur so in dieser Situation, weil Schalke mit einem Sieg auf uns aufgeschlossen hätte. Das war heute von vornherein klar, dass wir keinen Schönheitspreis gewinnen.“
    … zur Frage, warum Bayer sich in zweikampfbetonten Spielen so schwer tut: „Der Anspruch ist bei uns ja ein anderer. Es heißt ja immer, wir sollen schön spielen und am besten noch acht Tore herauskombinieren. Das ist aber leider sehr schwierig, gerade in einer Situation, in der Anspruch und Realität nicht zusammenpassen. Da muss man sich noch mehr auf diese Tugenden besinnen.“

    Lukas Hradecky (Torhüter Bayer Leverkusen) …
    ... zum Spiel:
    „Heute war vielleicht nicht das beste Bundesligaspiel, aber wir haben um jeden Ball gekämpft. Heute kann ich auf meine Mannschaft stolz sein. Schalke hat bestimmt besprochen, dass die Zweikampfstärke eine Schwäche von uns ist, aber heute haben wir gezeigt, wir können auch anders.“
    ... zur Frage, wie sich die Diskussionen um Trainer Herrlich auf die Mannschaft auswirken: „Wir nehmen das locker. Wir machen alles für ihn, für den Verein. Das ist entscheidend.“

    Bastian Oczipka (FC Schalke 04) …
    … zum Spiel:
    „Die Fans sind unzufrieden, das ist ja klar, wenn man in der Tabelle so da steht. Da müssen wir alle zusammen durch jetzt. Wir haben uns natürlich viel vorgenommen. Beide Tore fallen aus dem Nichts. Ich glaube, Leverkusen weiß da selbst gar nicht genau, wie sie die Tore gemacht haben, beides auch wieder über den Video-Schiedsrichter. Man merkt natürlich die Verunsicherung. Die Zuschauer wurden unruhig.“

    Sky Experte Dietmar Hamann
    ... zum Sieg der Bayern:
    „Ein glanzloser Sieg der Bayern. Die Leipziger haben das über 90 Minuten gut gemacht, haben die Bayern eigentlich nur zu ein, zwei Chancen kommen lassen. Aber wir erinnern uns an die Spiele gegen Augsburg, gegen Düsseldorf, als sie mit Vorsprung noch Punkte gelassen haben und das ist jetzt eine andere Bayern-Mannschaft – selbstbewusster und mit dem Quäntchen Glück. Die Automatismen haben sich in den vergangenen Wochen entwickelt. Die neun Punkte sind nur noch sechs.“
    ... über Timo Werner: „Dass die Bayern interessiert sind, ist glaube ich bekannt. Robert Lewandowski wird nicht jünger. Ich bin mir nicht sicher, ob der Schritt zu den Bayern nicht ein oder zwei Jahre zu früh ist. Er hat sich wunderbar entwickelt, aber Bayern ist natürlich nochmal eine andere Hausnummer. In der Nationalmannschaft hat er doch das eine oder andere Mal Probleme gehabt, sich entscheidend durchzusetzen. Ich bin mir nicht sicher, ob er der Mann ist, der den Bayern entscheidend weiterhilft, um in Zukunft in der Liga eine gute Rolle zu spielen und auch irgendwann wieder die Champions League zu gewinnen.“
    ... über Bayer Leverkusen und Trainer Heiko Herrlich: „Dass die Leverkusener kein Mentalitätsproblem haben, haben sie heute gezeigt. Wenn man sich die Aussagen von Rudi Völler von vor dem Spiel ansieht, dann habe ich große Zweifel, dass Heiko Herrlich am 18. Spieltag noch Trainer ist. Diese Ausschläge nach oben hatte man ja auch schon während der Saison. Ein Schritt vor, zwei zurück. Das ist für diesen Leverkusener Kader nicht genug.“



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