• Kovac unzufrieden: „In der ersten Halbzeit waren, wenn überhaupt, zehn bis 15 Minuten in Ordnung“
  • Stuttgarts Kempf enttäuscht: „Die Pause hat uns den Stecker gezogen“
  • Funkel nach 0:4-Niederlage kämpferisch: „Das wirft uns nicht um, das macht uns stärker“
  • Sky Experte Hamann: „Die Hannoveraner haben so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann“

    Unterföhring, 27. Januar 2019 -
    Die wichtigsten Stimmen zu den Sonntagsspielen des 19. Spieltages der Fußball-Bundesliga, FC Bayern München vs. VfB Stuttgart (4:1) sowie Fortuna Düsseldorf vs. RB Leipzig (0:4) bei Sky.


    Niko Kovac (Trainer FC Bayern München): „In der ersten Halbzeit waren, wenn überhaupt, zehn bis 15 Minuten in Ordnung. Alles andere war total langsam, das müssen wir besser machen. Ich bin eher einer, der gern am Freitag oder am Samstag vorlegt, aber die Jungs haben es gut gemacht. Wir sind dran, mussten nachlegen, die Dortmunder mussten vergangene Woche nachlegen. Das macht es ja so interessant.“


    Leon Goretzka (Torschütze FC Bayern München) ...
    ... zum Spiel:
    „Ich bin nicht so ganz zufrieden. Wir haben sehr gut angefangen und haben dann – wie schon so oft in dieser Saison – einen Gang heruntergeschaltet. Wir haben dann verdientermaßen den Ausgleich kassiert. Was man positiv festhalten muss, ist, dass wir das Spiel dann doch noch deutlich gewonnen haben. Ich glaube, in der Hinrunde hätten wir so ein Spiel dann vielleicht unentschieden gespielt. Da sieht man die Entwicklung. In der zweiten Halbzeit haben wir die richtige Reaktion gezeigt und das ist ein Schritt nach vorn im Vergleich zum ersten halben Jahr.“

    ... über die Drucksituation angesichts des Rückstands von sechs Punkten auf Tabellenführer Borussia Dortmund: „Bei Bayern hast du immer Druck, weil von dir erwartet wird, dass du jedes Spiel gewinnst. Klar sind wir jetzt in einer ungewohnten Rolle - also der Verein, ich ja sowieso - als Zweiter hinterherzurennen, aber wir werden unermüdlich weitermachen und versuchen, Druck auszuüben und unsere Spiele gewinnen und dann werden wir sehen, was geht.“


    Thomas Müller (FC Bayern München): „Es war sicherlich kein perfektes Spiel, aber für uns war es nach der langen Woche vom Hoffenheim-Spiel am Freitag bis heute am Sonntag wichtig. Das kann für eine Mannschaft, die den Drei-Tages-Rhythmus gewohnt ist, einschläfernd wirken. Dann gehen wir früh in Führung und das hat nicht unbedingt zu einem Wake-Up-Call beigetragen. Das müssen wir uns natürlich auf die Fahne schreiben.“


    Christian Gentner (Kapitän VfB Stuttgart) ...
    ... zum Spiel:
    „Wenn du bei dieser Mannschaft etwas mitnehmen willst, muss alles passen, das war dann leider nicht der Fall. In der ersten Halbzeit hat vieles gepasst, wir hatten dann die Möglichkeit zum 2:2. So verlieren wir summa summarum leider verdient, aber es waren positive Dinge dabei, die wir jetzt natürlich für die kommenden Spiele unbedingt beibehalten müssen, weil wir in einer ganz schwierigen Situation sind.“

    ... über den Tod seines Vaters Mitte Dezember in der Stuttgarter Arena: „Das ist für mich kein Thema für die Öffentlichkeit. Es ist leider öffentlich geworden durch den Vorfall, dass es unmittelbar nach dem Spiel war. Persönlich ist soweit alles in Ordnung, die Familie ist stark. Wir stehen das gut durch, Fußball ist da natürlich auch eine Ablenkung. Mein Vater hätte auch genauso gewollt, dass es weitergeht.“


    Marc-Oliver Kempf (VfB Stuttgart) ...
    ... zum Spiel:
    „Wir haben es gerade in der ersten Halbzeit nicht ganz so schlecht gemacht. Wir haben relativ gut verteidigt, haben wenig zugelassen. Wir haben uns von dem Rückstand noch nicht so recht beeindrucken lassen, haben versucht, ruhig zu spielen und mit dem Ball nach vorn zu kommen. Wir machen den Ausgleich und waren dann eigentlich auch gut dran, aber die Halbzeitpause hat uns glaube ich ein bisschen den Stecker gezogen.“

    ... zur Frage, wie Trainer Markus Weinzierl die Mannschaft überzeugt, den Turnaround zu schaffen: „Mich muss der Trainer nicht überzeugen, weil ich fest an uns glaube. Wir haben trotzdem eine unheimliche Qualität im Kader. Wir treffen einfach noch zu oft die falschen Entscheidungen. Wenn wir das abschalten können, sehe ich die Zukunft für uns positiv.“


    Michael Reschke (Sportvorstand VfB Stuttgart): „Wir hätten gut damit leben können, wenn es keine Halbzeitpause gegeben hätte und wir durchgespielt hätten. So eigenartig wie sich das anhört, aber wir hatten nach dem Gegentor einen richtig guten Rhythmus bis zur Pause und danach hatte man ein bisschen das Gefühl, die Mannschaft spürt, dass etwas möglich ist und etwas verlieren kann. Das hat in der zweiten Halbzeit vielleicht gelähmt.“


    Friedhelm Funkel (Trainer Fortuna Düsseldorf) ...
    … zur hohen Niederlage:
    „Das gibt es manchmal. Und wenn man gegen so eine starke Mannschaft nach einer Viertelstunde 0:3 zurückliegt, dann laufen die Spiele so. Das haben wir hier im Stadion schon einige Male erlebt. Da ist es schwer zurückzukommen, heute war es fast unmöglich. Unterm Strich war es einfach eine schlechte Leistung von uns. Dass das erste Tor natürlich unglücklich für uns war, ist klar. Wir hätten da vielleicht noch die Möglichkeit gehabt, den Ball zu klären. Das war für Leipzig der Dosenöffner. Dann spielt so eine Mannschaft das ganz clever aus. Solche Tage gibt es, da muss man sich jetzt den Mund abputzen und weitermachen. Das wirft uns nicht um, das macht uns stärker.“


    Ralf Rangnick (Trainer RB Leipzig) ...
    ... zum Führungstreffer:
    „Ich habe mich auch gefragt, was Ibrahima Konaté da vorn macht, als ich gesehen habe, dass er dort angespielt wurde. Er hat jetzt gerade von Stefan Ilsanker das Trikot mit der Nummer 10 bekommen, der Name von Emil Forsberg überklebt mit Konaté. Es war ein großartiges Tor und sein erstes Tor in der Bundesliga, das freut mich natürlich auch für ihn besonders.“

    ... über den ersten Startelfeinsatz von Tyler Adams (vor dem Spiel): „In New York hat Tyler Adams unter Jesse Marsch ähnlich gespielt wie wir hier, deshalb hatte er keine großen Probleme, sich hier einzufinden und auf die Spielweise einzustellen. Nachdem Kevin Kampl nicht spielen kann, war das die naheliegende Lösung und ich bin überzeugt, dass der Junge bereit ist für dieses Spiel.“


    Sky Experte Dietmar Hamann ...
    ... zum Trainerwechsel in Hannover:
    „Nachvollziehbar ist die Trennung, aber für mich kommt sie drei oder vier Wochen zu spät. Breitenreiter hat vor der Spielpause angekündigt, er würde den Urlaub streichen, wenn in den letzten beiden Spielen nicht zwei Punkte geholt werden, es wurde nur einer. Dann ist er umgefallen und hat am 28. angefangen, was seiner Glaubwürdigkeit geschadet hat. Dabei musstet du die Köpfe frei bekommen. Denn die geistige Frische hat den Hannoveranern gefehlt. Wenn du dann nur drei, vier Tage Pause machst, geht das an die Moral. Ich hätte erwartet, dass die sportliche Führung den Trainer beurlaubt, den Spielern zehn Tage frei gibt und dann Zeit hat, einen neuen Trainer zu holen. Was du jetzt hast, ist eine demoralisierte Truppe, die keinen Urlaub hatte und einen Trainer, der mit der Mannschaft keine Vorbereitung gemacht hat, die man hätte haben können. Deswegen haben die Hannoveraner so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann in den vergangenen vier Wochen.”

    ... zum Münchner Sieg: „Verdient? Ja. Aber ich würde ihnen ein Tor abziehen, weil die Stuttgarter in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft waren. Beim Stand von 2:1 haben sie noch den Pfosten getroffen, natürlich haben die Bayern auch einen Elfmeter verschossen, aber das Ergebnis ist ein Tor zu hoch.“

    ... zur Frage, ob Leon Goretzka in der Nationalmannschaft eine Option für die Zehner-Position ist: „Seit Mesut Özil weg ist, ist das mit Sicherheit eine Option. Ich glaube, dass einige Spieler die Position bekleiden können. Reus hat in Dortmund da auch häufiger gespielt. Goretzka ist ein sehr laufstarker und flexibler Spieler. Ich habe immer das Gefühl, wenn du einen Spieler wie Goretzka im Kader hast, ist das wie ein extra Spieler, weil er mehrere Positionen bekleiden kann und deswegen wird er für die Nationalmannschaft in den nächsten Jahren ein sehr, sehr wichtiger Spieler sein, genauso wie er das jetzt für die Bayern ist.“

    ... über Robert Lewandowski: „Lewandowski war bis zu seinem Tor mehr Chancentod als Chancenverwerter. Es ist natürlich wichtig, dass er das Selbstvertrauen hoch hält, weil wenn sie gegen Liverpool weiterkommen wollen, dann brauchen sie einen Lewandowski in Topform. Heute war er es nicht.“


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