• Bremens Trainer Kohfeldt hadert mit Chancenverwertung: „Wir müssen dieses Spiel gewinnen“
  • Frankfurt-Coach Hütter zufrieden: „Sind gut in die Rückrunde gestartet“
  • Torschütze Eggestein macht Werder-Fans Hoffnung auf Verlängerung: „Bremen hat sicher keine schlechten Chancen“
  • Sky Experte Matthäus: „Dieses Spiel hat die Bezeichnung Topspiel verdient“


    Unterföhring, 26. Januar 2019 -
    Die wichtigsten Stimmen zum Krombacher Topspiel des 19. Spieltages der Fußball-Bundesliga zwischen Werder Bremen und Eintracht Frankfurt (2:2) bei Sky.


    Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt) ...
    ... zum Spiel:
    „Für uns ist es ein guter Punkt in Bremen, bei einem heimstarken Team. Bremen hatte die besseren Chancen, am Schluss hätten wir es fast noch gewinnen können. Ich bin mit dem Punkt sehr zufrieden, weil er hart erkämpft war. Es war ein sehr intensives Spiel. Wichtig ist, dass wir mit vier Punkten gut in die Rückrunde gestartet sind.“

    ... zur Leistung seiner Mannschaft: „Wir sind noch nicht in dem Fluss, den wir schon gezeigt haben. Dennoch haben wir vier Punkte geholt, das spricht auch für Qualität, dass wir die Punkte holen, obwohl wir nicht gut gespielt haben. Wenn ich die Leistung betrachte, darf ich nicht zufrieden sein. Wir haben viel zu viel zugelassen, in den Zweikämpfen waren wir nicht parat, wie man es hätte sein müssen. Bremen hat mit Max Kruse einen absoluten Klassespieler, bei uns hat heute Kevin Trapp den Punkt festgehalten.“

    … zum Bremer Handspiel kurz vor dem Ende: „Es ist ein klares Handspiel und es iist ganz knapp an der Sechzehner-Linie. Die gehört eigentlich zum Strafraum, das wäre des Guten aber vielleicht zu viel gewesen. Wenn es Elfmeter gibt, kann man sich vielleicht nicht beschweren, aber ein Sieg wäre heute nicht zu hundert Prozent verdient gewesen.“

    ... zur Bedeutung des Spiels im Hinblick auf die kommenden Wochen (vor dem Spiel): „Heute ist es ein richtungsweisendes Spiel, ein Schlüsselspiel. Bremen hat auch Ansprüche, international zu spielen. Wo wir momentan stehen, ist außergewöhnlich gut. Heute haben wir einen Gegner, der sehr heimstark ist, der sehr offensivstark ist.“

    … zu Kevin Trapp (vor dem Spiel): „Ich kann nur bestätigen, was die Spieler sagen. Kevin ist Vollprofi, er ist in seiner Zeit bei Paris auch nochmal als Persönlichkeit gewachsen. Er ist ein Top-Torwart.“


    Kevin Trapp (Torwart Eintracht Frankfurt) …
    … zum Spiel:
    „Ich glaube, heute war es so ähnlich wie in Nürnberg. Wir müssen mit dem Punkt zufrieden sein. Wir haben kein gutes spiel gemacht. In der zweiten Halbzeit hatten wir eine Phase, in der wir mehr gedrückt haben, am Ende rutscht Jovic noch knapp vorbei. Das wäre Wahnsinn gewesen, wenn wir das Spiel noch gewinnen. Aber heute muss man so ehrlich sein, dass wir nicht mehr verdient haben, als den Punkt.“

    … zur offensiven Einwechslung von Mijat Gacinovic: „Wir wollten hier gewinnen. Wenn wir oben bleiben wollen, müssen wir diese Spiele gewinnen. Er hat das gut gemacht, gut mit verteidigt und hat Schwung gebracht.“

    … zu seinem Eindruck von der Mannschaft: „Wir haben unheimlich viel Qualität, aber ich habe manchmal das Gefühl, dass in der Mannschaft der Glaube daran fehlt, dass wir solche Spiele gewinnen können. Es kommen jetzt unfassbare Brocken, Gladbach, Leipzig, nächste Woche kommt Dortmund, dazwischen ist Donezk. Ich will nicht sagen, das sind die Wochen der Wahrheit. Aber es sind alles Mannschaften, die oben mitspielen. Die Qualität haben wir, aber wir brauchen noch den Glauben.“


    Florian Kohfeldt (Trainer Werder Bremen) ...
    ... zum Spiel und zu seinem Innenraum-Verweis kurz vor Schluss:
    „Ich habe kein Wort gesagt, ich bin nur weggelaufen. Was soll ich denn noch machen? Ich will es aber nicht am Schiri festmachen. Wir müssen dieses Spiel gewinnen nach einem solchen Auftritt gegen eine Mannschaft, die in Europa alle sechs Spiele gewonnen hat.“

    ... zur mangelnden Chancenverwertung: „Ich hadere natürlich damit, dass wir nicht genug verwerten. Aber mit der Anzahl und Qualität der Chancen kann ich nicht unzufrieden sein.“

    ... zu der gemeinsamen Zielsetzung mit dem Team (vor dem Spiel): „Wir arbeiten ein Jahr zusammen und die Entwicklung ging seitdem bergauf. Im Trainingslager haben wir uns dann zusammengesetzt und gefragt: Wo wollen wir hin? Was sind die Ziele? Dabei war auch Zufriedenheit ein großes Thema. Wir spielen die beste Saison seit langem in Bremen, seit sieben Jahren, aber trotzdem kann das ja nicht unser Anspruch sein. In den kleinen Dingen waren wir etwas unbequem zueinander, aber das ist auch völlig in Ordnung.“


    Maximilian Eggestein (Torschütze Werder Bremen) ...
    ... zum Spiel:
    „Wir hatten die größeren Torchancen und haben Frankfurt die Tore zu einfach hergeschenkt. Wir hätten deutlich mehr als zwei Tore schießen können, wenn nicht gar müssen.“

    ... zu seiner defensiveren Ausrichtung: „Ich spiele da, wo der Trainer mich aufstellt. Klar macht die Offensive mehr Spaß, ich komme aus der Offensive. Heute war ich defensiv zwar auf der Sechs, aber ich bin offensiv nach vorne gerückt. Daher passt das.“

    … zu seiner Vertragssituation: „Wir müssen uns alle noch gedulden. Wir haben uns jetzt noch nicht so intensiv damit beschäftigt, die Gespräche stehen in den kommenden Wochen an. Bremen hat aber sicher keine schlechten Chancen.“

    … zur Frage, ob er zusammen mit Bruder Johannes verlängert: „Grundsätzlich sind wir gerne zusammen, auch abseits des Platzes. Aber man sollte auch nicht zu naiv sein. Wir werden in der Karriere sicher noch bei unterschiedlichen Vereinen spielen. Wann das sein wird, wird man sehen.“


    Johannes Eggestein (Werder Bremen) …
    … zum Tor seines Bruders:
    „Ich bin stolz, das hat er super gemacht. Ich war direkt nebendran, das hat er schon echt gut gemacht. Hut ab.“


    Frank Baumann (Geschäftsführer Sport Werder Bremen) ...
    ... zum Verhandlungsstand mit den Eggestein-Brüdern (in der Halbzeitpause):
    „Maxi macht das die ganze Saison schon gut. Er fühlt sich hier wohl, über das Internat ist er den Weg zum Profi gegangen. Wir sind in Gesprächen und ich bin zuversichtlich, dass wir ihn halten können. Auch bei Jojo würden wir uns sehr freuen, wenn wir ihn auch weiter von uns überzeugen könnten. Man muss jeden Spieler für sich betrachten, aber ich bin auch bei ihm zuversichtlich.“

    ... zur Bedeutung von Trainer Kohfeldt bei den Verhandlungen (in der Halbzeitpause): „Er ist sehr wichtig. Er ist einen langen Weg mit Maxi gegangen, dort herrscht ein absolutes Vertrauensverhältnis. Florian kann Spieler besser machen, das ist ein sehr wichtiges Argument.“


    Sky-Experte Lothar Matthäus ...
    ... zum Spiel:
    „Beide Mannschaften waren offensiv. Schon seit Saisonbeginn wollen Kohfeldt wie Hütter offensiv spielen lassen. Es war ein absolutes Topspiel, eines der besten Spiele, das ich in den letzten Jahren gesehen habe. Danke dafür an die Trainer, danke an die Fans für die Atmosphäre im Stadion. Dieses Spiel hatte den Namen Topspiel verdient.“

    … zum Führungstreffer von Maximilian Eggestein (in der Halbzeitpause): „Maxi Eggestein macht das hervorragend, vor allem die Koordination, wie er sich dreht und genau weiß, wo das Tor steht, wo Trapp steht. Deshalb ist er so begehrt.“

    ... zum 1:1 durch Ante Rebic (in der Halbzeitpause): „Aus meiner Sicht war das Abseits. Haller steht in der Schussrichtung von Rebic, Pavlenka hatte keine freie Sicht.“


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