• Hannovers Sportvorstand Horst Heldt lässt Breitenreiter-Zukunft offen: „Wir werden das intern besprechen“
  • Leverkusens Coach Bosz beklagt mangelnde Chancenverwertung: „Das muss besser werden“
  • Gladbachs Torschütze Herrmann trifft sehenswert: „In der letzten Minute kann man mal draufhalten“
  • Sky Experte Merk widerspricht Baum: „Bin da für das Offensivspiel“


    Unterföhring, 26. Januar 2019 -
    Die wichtigsten Stimmen zu den Samstagnachmittagspartien des 19. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky.


    Andre Breitenreiter (Trainer Hannover 96) …
    … zum Spiel:
    „Jeder, der im Stadion war, hat eine Mannschaft gesehen, die bis zur 60. Minute auf Augenhöhe war. Dann bekommen wir ein unnötiges 2:0 und dann hatten die Dortmunder zehn Minuten, in denen sie gewirbelt haben und jeden Fehler eiskalt ausgenutzt haben.“

    … zu seiner Situation: „Es geht nicht um mich, sondern darum, Hannover 96 vor dem Abstieg zu bewahren. Ich bin nicht der richtige Ansprechpartner, um das zu entscheiden. Wir sind kurz nach dem Spiel, ich bin gerade enttäuscht. Alles andere entscheidet der Verein.“

    … zur Aussprache mit Horst Heldt nach den Spekulationen in der Vorwoche: „Wir haben uns kurz ausgetauscht. Ich hatte es mir es anders gewünscht und Horst hat sich entschuldigt. Es ging ausschließlich um die Spekulationen letzten Sonntag, um nichts Grundsätzliches. Ich hätte mir gewünscht, dass man mich informiert oder frühzeitig dementiert.“


    Horst Heldt (Sportvorstand Hannover 96) …
    … zur Trainerfrage:
    „Wir werden es sehen. Wir werden es intern besprechen, wenn es etwas bekanntzugeben gibt, werden wir es bekannt geben. Grundsätzlich geht es um Hannover 96, wie wir den Abstieg verhindern. Das hat Priorität. Und das werden wir besprechen.“


    Mario Götze (Torschütze Borussia Dortmund): „Am Anfang haben wir uns etwas schwer getan, gerade den Zugriff vorne zu haben, den Ball zu erobern. Hannover hat es in der ersten Halbzeit gut gemacht, da waren wir nicht ganz zufrieden. In der zweiten Halbzeit lief es gut, da haben wir auch unsere Chancen genutzt und unser Spiel durchgezogen.“


    Hendrik Weydandt (Hannover 96): „Wir schaffen es nur über 40, 50 oder 60 Minuten das umzusetzen, was wir uns vornehmen. Dann kriegen wir ein Tor und wie mit einem Fingerschnippen ist alles weg. Mut, Vertrauen, Wille, alles ist weg. Das ist der Knackpunkt. Zur Halbzeit waren es zwei ebenbürtige Mannschaften, eigentlich war es Wahnsinn, dass es so gut lief. Und dann lassen wir uns durch ein Tor so aus der Ruhe bringen.“


    Waldemar Anton (Kapitän Hannover 96) …
    … zu Trainer Breitenreiter:
    „Wir sind sehr zufrieden mit ihm. Der Plan hat heute gut geklappt, wir hatten das Glück nicht auf unserer Seite. Klar wünscht man sich eine weitere Zusammenarbeit.“


    Patrick Herrmann (Torschütze Borussia Mönchengladbach): „Mein Opa hat früher immer gesagt, wenn man nicht weiß wohin mit dem Ball, schieß ihn rein. In der letzten Minute kann man auch mal draufhalten.“


    Manuel Baum (Trainer FC Augsburg) …
    … zum Führungstreffer der Gladbacher:
    „Meiner Meinung nach hat der Schiedsrichter eine katastrophale Fehlentscheidung getroffen. Es war klares Abseits beim ersten Tor, ich weiß nicht, warum er sich das nicht anschaut. Ich bin fassungslos, dass er solch ein Tor gibt. Er ist selbst unsicher. Wenn man da die Regeln kennt, ist es klares Abseits. Der Danso steht als letzter Mann hinten drin, und der Stindl behindert sogar den Danso, als er den Fuß hochhebt. Danso muss rechts und links am Stindl vorbeischauen. Wenn das passiv ist, brauchen wir nicht mehr zu spielen. Ich weiß nicht, ob da jemals jemand Fußball gespielt hat.“


    Andre Hahn (FC Augsburg): „Wir wussten, dass es heute schwer wird. Wir wollten gut und kompakt stehen. In der ersten Halbzeit hatten wir auch Glück, da kann es schon 2:0 oder 3:0 stehen. In der zweiten Halbzeit war es lange sehr gut, wir halten lange die Null, aber wir sind nicht gut vor das gegnerische Tor gekommen. Dass das Tor irgendwann fällt, ist natürlich bitter. Uns fehlt gerade das Glück.“


    Christian Streich (Trainer SC Freiburg): „Vom Engagement und Willen her war es teilweise ganz gut, aber wir machen zu viele Fehler, um gewinnen zu können.“


    Oliver Baumann (Torwart TSG 1899 Hoffenheim): „Wir hatten keine gute Serie vorher mit den vielen Unentschieden. Wichtig ist. Dass wir die drei Punkte heute geholt haben. Das tut uns allen gut. Es ist ein wichtiger Baustein für die Ziele, die wir erreichen wollen.“


    Rouven Schröder (Sportvorstand 1. FSV Mainz 05): „Es war ein absolut schwerer Sieg, aber deshalb tut er umso besser. Wir wussten schon, dass die Erwartungen höher geworden sind. Wir hatten auch die drei Punkte als Ziel ausgegeben, aber wir wussten, dass Nürnberg eine geschlossene Mannschaft ist, die am Tabellenende steht. Du hast immer die Situation, dass eine höhere Erwartung auch Siege voraussetzt. Es ist aber nicht leicht in der Bundesliga.“


    Michael Köllner (Trainer 1. FC Nürnberg) …
    … über das aberkannte Tor:
    „Das war ein Tor für uns. Man sieht den Ball in der Situation gar nicht. Bei gleicher Höhe wird eigentlich für den Angreifer entschieden. Ich kann dem nichts abgewinnen, weil das nicht eindeutig ist.“


    Hanno Behrens (Kapitän 1. FC Nürnberg): „Das Spiel war ausgeglichen, wir hatten sehr gute Druckphasen, machen das Tor, aber scheinbar war es ein Millimeter Abseits. Das ist bitter, wenn man da in Führung geht, läuft es anders. Im Gegenzug fällt dann das Tor. Uns fehlt auch das Spielglück.“


    Andreas Bornemann (Sportvorstand 1. FC Nürnberg): „Es ist eine harte Entscheidung für eine Mannschaft, die viel investiert hat und bei der sich emotional etwas löst, weil man denkt, dass man die Führung erzielt hat und dann wird es zurückgenommen.“


    Bruno Labbadia (Trainer VfL Wolfsburg): „Im Zweifel heißt es eigentlich für den Angreifer, aber wir nehmen das nicht als Entschuldigung. Heute sind viele Kleinigkeiten unglücklich gegen uns gelaufen.“


    Peter Bosz (Trainer Bayer 04 Leverkusen): „Das Ergebnis war gut, aber wenn man sieht, wie viele Torchancen wir herausspielen und dann nur drei Tore machen, dann muss das besser werden.“


    Sky Schiedsrichter-Experte Dr. Markus Merk …
    … zur vermeintlichen Elfmeter-Situation Delaney gegen Sarenren Bazee (in der Halbzeit):
    „Für mich gibt es keinen Grund, den nicht zu pfeifen. Es war ein klares Foul im Strafraum. Es ist mir auch unerklärlich, warum der Videoassistent da nicht eingegriffen hat. Das ist ein klares Muss.“

    … zum Führungstreffer der Gladbacher gegen Augsburg: „Kobel wird nicht behindert, es geht nur um Danso. Der steht aber fünf, sechs Meter weg. Jetzt kommt die Interpretationsfrage. Die Regel fragt ganz eindeutig, ob eine Beeinflussung vorliegt. Für mich war es das nicht, ich bin in solchen Situationen klar für das Offensivspiel. Es ist im Rahmen des Möglichen, aber des Diskutablen.“

    … zum aberkannten Tor der Nürnberger: „Aus Nürnberger Sicht ist es eine bittere Situation. Aber im Gegensatz zur Stindl-Entscheidung gibt es hier keinen Interpretationsspielraum. Es werden die kalibrierten Linien gezogen und da gibt es kein wenig oder viel Abseits, sondern nur Schwarz oder Weiß. Und hier war es Abseits. Aber es hat lange gedauert, das hat mich ziemlich gestört. Danach gab es einen Bruch im Spiel.“


    Für Rückfragen:
    O-Ton-Service Sky/lc
    eMail: Sky-Sport-PR@sky.de
    Mehr Informationen unter www.sky.de