• Baum nach Durststrecke erleichtert: „Da merkt man, wie charakterstark die Mannschaft ist“
• Hack hadert mit Handregel: „Würde mir wünschen, dass es eine einheitliche Regelung gibt“
• Brosinski verschuldet Elfmeter: „Ich kann die Hand ja nicht wegschneiden“
• Sky Experte Hamann: „Augsburg hat Mainz mit seinen eigenen Waffen geschlagen“

Unterföhring, 3. Februar 2019
- Die wichtigsten Stimmen zu den Sonntagsspielen des 20. Spieltages der Fußball-Bundesliga, FC Augsburg vs. 1. FSV Mainz 05 (3:0) sowie dem VfB Stuttgart vs. SC Freiburg (2:2) bei Sky.

Manuel Baum (Trainer FC Augsburg): „Es ist Wahnsinn, dass man nach so einer Woche, in der bei uns viel passiert ist, so eine Leistung von der Mannschaft sieht. Da merkt man, wie charakterstark sie ist und welche Typen wir haben und dass sie das lebt, was Augsburg ausmacht: Dass wir alle zusammenhalten, auch in Zeiten, in denen es nicht so gut läuft. Das ist eine extrem schwierige Phase gewesen. Ich gehe jetzt davon aus, dass das der erste Schritt war. Heute können wir alle zusammen mal das eine oder andere Kaltgetränk trinken und morgen geht es dann wieder weiter.“

Sandro Schwarz (Trainer 1. FSV Mainz 05) ...
... über die beiden Handspielelfmeter:
„Die erste Situation ist für mich kein Handspiel. Seit gestern wird 'Vergrößerung der Körperfläche' infrage gestellt und jetzt in der Situation aus einem halben Meter springt der Ball gegen den Arm, dann ist das auch kein Handspiel. In der zweiten Situation kann man natürlich darüber reden.“

Daniel Brosinski (1. FSV Mainz 05) ...
... zum Handelfmeter:
„Ich hätte ihn nicht gegeben, weil er erst gegen den Bauch geht und dann gegen die Hand. Ich kann die Hand ja nicht wegschneiden.“

Alexander Hack (1. FSV Mainz 05) ...
... über die Handspielregel:
„Ich würde mir einfach wünschen, dass es eine einheitliche Regelung gibt. Gestern gab es auch wieder eine Situation, die ähnlich war. Wenn der Ball aus einem Meter Entfernung von der Brust an die Hand fliegt, ist das einfach eine natürliche Handbewegung. Da kann man nicht sagen, dass die Hand da nicht stehen kann. Das ist einfach eine Entscheidung, die wir zwar akzeptieren müssen, aber ungern.“

Daniel Baier (Kapitän FC Augsburg) ...
… über den neuen Co-Trainer Jens Lehmann:
„Wenn Jens Lehmann nach Augsburg kommt und das Trainerteam erweitert, hat jeder eine eigene Meinung dazu. Für uns war wichtig, dass er dafür da ist, uns Tipps zu geben, uns zu helfen und zu unterstützen. Er hat viel Erfahrung. Es hat sich in der Woche so ausgedrückt, dass er immer wieder zu einzelnen Spielern gekommen ist und ihnen Hilfestellungen angeboten hat. Wenn das dann ein Teil davon ist, dass wir heute erfolgreich Fußball spielen, nehmen wir das gern an.“

Markus Weinzierl (Trainer VfB Stuttgart) ...
... zum Spiel:
„Da musste ich zweimal durchatmen. Wir sind sehr enttäuscht, dass wir die Punkte in der Schlussphase noch hergegeben haben. In der letzten Minute so ein Tor zu bekommen, war natürlich sehr bitter. Wir waren auch nicht die Bombenmannschaft und haben sie an die Wand gespielt, aber wir waren trotzdem mit siebzig Prozent Ballbesitz überlegen.“
... zum Platzverweis von Mario Gomez: „Ich habe höflich beim Schiedsrichter nachgefragt, warum es fünf Minuten Nachspielzeit gab und warum er die Gelb-Rote Karte gegeben hat. Er hat gesagt, ich soll ihn in Ruhe lassen.So ein Schiedsrichter muss sich auch bewusst sein, dass es ein wichtiges Spiel ist, um wichtige Punkte geht und dass solche Entscheidungen entscheidend sein können. Da zweimal Gelb zu zeigen ist für mich definitiv zu hart. Das war heute spielentscheidend. Elf gegen Elf hätten wir das Spiel heute definitiv gewonnen.“
... zur Ausgangssituation (vor dem Spiel): „Natürlich kann man sagen, der Punkteschnitt ist ähnlich, dass es nicht besser geworden ist. Das stimmt. Aber wir müssen an den Kleinigkeiten arbeiten, an der Defensive vor allem und dann kommt das Offensive von allein, weil die Mannschaft Fußball spielen kann. Aber wenn du so viele Gegentore bekommst, dann ist es definitiv ein Problem. Da setzen wir den Hebel an.“

Christian Streich (Trainer SC Freiburg) ...
... zum Spiel:
„Wir nehmen mit, dass wir am Ende natürlich sehr froh sind, aber wir müssen das ruhiger spielen. Stuttgart war dann ja durch unser Gegentor verunsichert, wir müssen es besser spielen, um dann auch das zweite Tor zu machen. Ich bin trotzdem nicht ganz zufrieden, weil wir auf dem Weg zum Sieg waren. Aber am Ende ist es dann okay.“
... zur Bedeutung des Derbys (vor dem Spiel): „In erster Linie ist es nicht so viel Emotionalität, sondern mehr die Situation. Stuttgart steht mit dem Rücken zur Wand, wir haben zwar ein paar Punkte mehr, aber wissen ganz genau, wo wir uns bewegen. Heute geht es um die Punkte, weil die für beide extrem wichtig wären.“

Florian Niederlechner (SC Freiburg) ...
... zum Spiel:
„Zum Glück bin ich da gestanden und habe einen hochverdienten Punkt für uns noch gerettet. Es ist schade, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben, weil wir richtig gute Chancen hatten, das 2:0 oder 3:0 zu machen. Dann dreht Stuttgart innerhalb von ein paar Minuten das Spiel, das ist bitter für uns gewesen. Aber da hat man die Moral unserer Truppe gesehen, wir haben nicht aufgegeben.“

Sky Experte Dietmar Hamann ...
... zur Mainzer Niederlage:
„Die Augsburger haben die Mainzer mit ihren eigenen Waffen geschlagen. Alles, wofür die Mainzer bisher standen – Laufbereitschaft, Einsatzbereitschaft, Zweikampfstärke und mit dem Ball gut umzugehen – haben sie heute vermissen lassen. Gerade im Spielaufbau haben sie so viele Fehler gemacht, wie davor in der ganzen Saison noch nicht. Hochverdienter Sieg für die Augsburger.“
... zur Situation in Augsburg: „Dieses Schließen der Caiuby-Akten und diese Hinteregger-Geschichte kann eine Mannschaft zusammenschweißen. Ich hatte schon den Eindruck, dass sich jeder bewusst war, was die Stunde geschlagen hat. Das waren unheimlich wichtige drei Punkte.“
... zum Unentschieden zwischen Stuttgart und Freiburg: „Sie bleiben beide im Abstiegskampf. Sie sind ein sehr fragiles Gebilde und der Patient hängt weiter am Tropf. So wie sie heute gespielt haben, sind und bleiben sie Abstiegskandidaten. Wenn du heute gegen den SC Freiburg nach 83 Minuten nach keinem guten Spiel 2:1 in Führung liegst, dann erwarte ich von so einer Mannschaft, dass sie gewinnen. Mir fehlt die Phantasie, wie es besser werden soll.“


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