• 96-Manager Heldt über Doll: „Er hat keine 69 Wochen auswärts nicht gewonnen. Nicht so, wie ich“
• VfB-Trainer Weinzierl: „Ich weiß, dass wir heute gefordert sind. Wir müssen ein anderes Gesicht zeigen“
• Freiburgs Streich: „Das habe ich ja schon lange gesagt, dass ich nächstes Jahr noch hier bin“
• Sky Experte Metzelder zu Hitzlsperger: „Er kann so ein bisschen Druck von Mannschaft und Trainer nehmen“


Unterföhring, 16. Februar 2019
- Die wichtigsten Stimmen im Vorlauf zu den Samstagnachmittagspartien des 22. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky.

Thomas Hitzlsperger (Sportvorstand VfB Stuttgart) …
… zu Weinzierl:
„Die Möglichkeit, die ich jetzt habe, ist, Markus Weinzierl meine ganze Zeit und Energie zur Verfügung zu stellen. Das habe ich gemacht. Das wird er von mir kriegen, bis zu dem Zeitpunkt, bis wir beide feststellen, dass was anderes passieren muss. Es ist meine Pflicht und Aufgabe, ihn zu unterstützen. Ich war selten so energiegeladen und euphorisch wie in den letzten Tagen. Ich habe eine Riesenchance bekommen. Ich will dem Verein helfen, wieder nach oben zu kommen. Ich weiß aber auch, dass die Aufgabe sehr schwierig ist.“
… zu seinen ersten Tagen im neuen Amt: „Ich habe alles gemacht. Ich habe jede Minute genutzt, um Gespräche zu führen. Ich habe auch mit der Mannschaft gesprochen, ich habe mich vorgestellt und die Dinge angesprochen, die mir wichtig sind. Ich habe an alle appelliert, dass wir ehrlich miteinander umgehen. Wir haben in Düsseldorf nicht gut gespielt, wir haben davor nicht so gut performt. Ich habe mit so vielen Leuten gesprochen, dass ich hoffe, dass es eine kleine Wirkung heute schon hat. Ich bin so happy, hier zu sein und werde alles tun.“
… zu einem neuen Sportdirektor: „Es ist definitiv so, dass wir da schnell noch jemanden wollen. Ich wünsche mir starke Partner an meiner Seite. Leute, die sehr viel von Fußball verstehen und kritisch mit mir, mit uns umgehen. Je früher wir starke Leute in den Verein reinkriegen, desto besser.“
… zur Doppelfunktion als TV-Experte: „Das bespreche ich nächste Woche mit dem Sportchef der ARD, mit Axel Balkausky. Ich habe ihn diese Woche kurz informiert. Wir müssen schauen, ob das dann zusammenpasst mit der Fernsehtätigkeit. Das ist jetzt aber nicht meine Sorge. Das wird nächste Woche besprochen und dann schauen wir, was rauskommt.“

Markus Weinzierl (Trainer VfB Stuttgart) ...
… zum Spiel:
„Ich weiß, dass wir heute gefordert sind. Glücklich macht mich nur der Erfolg. Wir brauchen Punkte, da sind wir weit hinten dran. Das steht außer Frage. Wir haben heute die nächste Chance. Leipzig ist stark, sie haben gute Einzelspieler. Aber wir sind gefordert zu punkten und vor allem eine bessere Leistung abzuliefern, wie jetzt in Düsseldorf. Wir müssen ein anderes Gesicht zeigen. Wir sind Außenseiter und müssen frech sein.“
… zur Frage, wie der Abschied von Michael Reschke ausfiel: „Nur ganz kurz. Es war eine kurze Woche. Wir haben Sonntag gespielt und es war sehr turbulent. Es ging Schlag auf Schlag. Da blieb nicht viel Zeit.“
… zu der Unruhe rund um den Verein und seine Person: „Wenn du das Ganze liest und dich damit beschäftigst, wirst du nicht fertig. Es ist klar, dass wir ein Traditionsverein sind, in dem sehr viel Unruhe drin ist und sehr viele Meinungen außenrum transportiert werden. Aber ich muss mich auf die Mannschaft, auf die Leistung konzentrieren. Da sind wir äußerst unzufrieden.“
… zur Umstellung auf die Dreierkette: „Wir haben definitiv zu viele Gegentore bekommen. Wir wollten agieren in den letzten Wochen, weil wir gewinnen müssen. Jetzt ist es so, dass wir natürlich zu wenige Punkte haben und die Spieler Sicherheit brauchen. Wir dürfen nicht so viele Chancen zulassen, so viele Gegentore bekommen. Deswegen werden wir mit einer Dreierkette agieren.“
… zu Kapitän Christian Gentner: „Nach dem Düsseldorf-Spiel hätte ich jeden auswechseln können, genauso ihn. Es geht auch darum, andere Spieler in die Verantwortung zu nehmen. Es fokussiert sich sehr viel auf ihn aktuell. Deswegen haben wir ihn heute rausgenommen.“

Thomas Doll (Trainer Hannover 96): …
… zum Spiel:
„Ich habe zu meinen Spielern gesagt, wenn man auswärts gewinnen will und das Ziel hat, sich zu präsentieren, dann muss man sich nicht nur als Einheit präsentieren, sondern auch individuell versuchen, seine Topleistung abzurufen. Gerade gegen so eine spielstarke Mannschaft wie Hoffenheim. Wenn der Kopf klar ist, geht man auch mutig in so ein Spiel rein und dann ist alles möglich.“

Ralf Rangnick (Trainer RB Leipzig) ...
... zur Rückkehr von Emil Forsberg:
„Es freut mich für Emil, dass die Leidenszeit zu Ende geht. Wie lange es heute bei ihm reichen wird, Vollgas zu geben, das wird man sehen. Aber ich bin mit ihm so verblieben, dass er von der ersten Minute an alles raushaut, was er hat. Dann werden wir sehen, wie lange es reicht. Ich bin erstmal froh, dass diese Verletzung, die auch den Touch hatte, chronisch zu werden, überstanden ist.“
… zum Ex-Verein VfB und einer möglichen Rückkehr: „Das ist natürlich nicht das, was man hier beim VfB normalerweise erwartet. Es ist nicht so einfach, die Situation. Wir können heute darauf keine Rücksicht nehmen, wir müssen selbst schauen, dass wir unsere Punkte holen. Aber ich wünsche es natürlich vor allem Wolfgang Dietrich, dass der Umschwung noch gelingt. Eine Rückkehr zum VfB kann ich mir nicht vorstellen, weil ich fühle mich in Leipzig wohl. Wir haben in den letzten sieben Jahren etwas nicht so Selbstverständliches aufgebaut in Leipzig. Deswegen beschäftige ich mich nicht mit irgendetwas anderem.“

Christian Streich (Trainer SC Freiburg) ...
... zum Spiel:
„Es kann jeder die Frisur haben, wie er will. Für uns geht es heute einfach darum, mit dem Robin Koch, der ausfällt und dem Amir Abrashi, der nach seinem Kreuzbandriss reinkommt, dass wir hier stabil ins Spiel kommen. Ich könnte mir vorstellen, dass bei Schalke auch nicht immer alles gelingt, dass die auch unter hohen Druck stehen. Abrashi hat zweimal in der zweiten Mannschaft gespielt. Das war soweit ok, aber das kann man jetzt natürlich nicht eins zu eins übertragen auf ein Bundesligaspiel. Er ist sehr fleißig. Ich hoffe, dass er so ins Spiel kommt.“
… zum neu verlegten Rasen in der Veltins-Arena: „Wenn du in der Bundesliga spielst, sollst du Fußball spielen und den Ball unten halten. Mal schauen, ob das möglich ist. Ein Fußballer muss froh sein, wenn der Platz gut ist. Fertig.“
… zur Frage, wann die Vertragsverlängerung von ihm und seinem Trainerteam bekannt gegeben wird: „Keine Ahnung. Ich kann es Ihnen nicht sagen. Aber das ist nur noch eine Meldung. Das habe ich ja schon lange gesagt, dass ich nächstes Jahr noch hier bin - und sein darf. Also das der Verein auch will. Das ist ja auch wichtig. Bei den anderen Jungs sieht es auch total gut aus.“

Horst Heldt (Manager Hannover 96) ...
... zum Spiel in Hoffenheim:
„Wir wissen, wo wir spielen. Hoffenheim ist schon in der Lage, gegen jeden zu gewinnen. Wir haben nach einer langen Durststrecke unseren ersten Sieg eingefahren. Das war auch trotz zehn Nürnbergern nicht einfach. Wenn man früh ein Mann mehr ist, ist man im Abstiegskampf nochmal besonders unter Druck. Ich hoffe, dass wir durch den Sieg ein bisschen Selbstvertrauen getankt haben. Wir können nicht nur 90 Minuten verteidigen. Sie sind auf der einen Seite bockstark, auf der anderen Seite haben sie gewisse Anfälligkeiten, dann können wir was mitnehmen hier.“
… zu Doll und der Bilanz von 69 Wochen ohne Auswärtssieg: „Er hat keine 69 Wochen auswärts nicht gewonnen. Nicht so, wie ich. Auch der eine oder andere Spieler hat das nicht gehabt. Er bringt die Energie mit. Das merkt man, das spürt man. Da ist schon vieles gelöster geworden. Er findet die richtigen Worte. Es ist ein Ruck durch die Mannschaft gegangen. Das hat mit dem alten Trainer gar nichts zu tun. Viele Spieler fangen bei Null an. Thomas weiß genau, was er macht. Er versucht, jeden mitzunehmen.“

Sky Experte Christoph Metzelder ...
... zum FC Bayern München und Kingsley Coman:
„Serge Gnabry und Kingsley Coman sind Spieler, die in der Umschaltbewegung wichtig sein werden. Das Spiel der Bayern ist in den letzten zehn Jahren immer auf große, starke Individualisten auf den offensiven Außen ausgerichtet gewesen: Robben und Ribery. Die neue Generation ist Coman und Gnabry.“
… zu Borussia Dortmund: „Es ist eine sehr neuralgische Situation für Borussia Dortmund. Dortmund ist nicht mehr der Herausforderer. Jetzt ist der Zeitpunkt vor dem Spiel am Montag in Nürnberg, dass sie Meister werden wollen. Dann werden es auch wieder fünf Punkte Vorsprung sein.“
… zur Krise vom FC Schalke 04: „Das hat auch viel mit der Transferpolitik zu tun. Die Abgänge im Sommer konnten nicht kompensiert werden. Wenn man sich den Kader heute anguckt, hat man von der Qualität her deutlich nachlassen müssen. Vier Punkte aus vier Rückrundenspielen ist auch nicht befriedigend.“
… zu Thomas Hitzlsperger: „Er hat natürlich eine Empathie für die Kabine, eine große Erfahrung. Alles fokussiert sich jetzt auch auf ihn. Er kann so ein bisschen Druck von Mannschaft und Trainer nehmen.“

Sky Experte Reiner Calmund ...
... zum SC Freiburg:
„Die machen seit Jahren einen Topjob. Nicht nur Christian Streich, der den Verein verkörpert. Auch alles, was dahinter steht hat absolute Qualität, deswegen bin ich auch ein kleiner Fan.“
... zum VfB Stuttgart: „Die Mannschaft holt keine Punkte mehr. 0,71 Punkte hat der Weinzierl in 14 Spiele geholt, damit steigst du ganz klar ab. Der Vorgänger Korkut hat auch exakt 0,71 Punkte in seinen sieben Spielen geholt, obwohl der mit dem fast exakt gleichen Kader in der vorigen Saison 2,21 Punkte geholt hat, da marschierst du ganz sicher in die Champions League mit rein. Wie ist das möglich, dass so ein großer Leistungsunterschied passiert und auch Weinzierl das nicht gebügelt bekommt. Das ist eigentlich der Wahnsinn.

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